Beiträge von Schwarzer_Peter

    Wenn das noch nicht gemacht wurde, wechsle das Getriebeöl. Beobachte den Zustand des alten Öls: Wässrig dünnflüssig? Stechender benzinartiger Geruch? Auffallend wenig Menge? Metallspäne?


    Dann fahr nochmal einen Tank leer, und wechsle das Getriebeöl nochmal, gleiche Prozedur, gleiche Sicht- und Geruchsprüfung. Das Öl sollte immer noch ungefähr so viel sein wie du eingefüllt hast (ein knapper halber Liter) und immer noch so fließen und riechen wie frisch aus der Flasche.


    Andernfalls sind die besagten Wellendichtringe im Motor fertig und müssen zügig erneuert werden - lästigerweise sitzen die hier tatsächlich innen im Motor, eine Vollzerlegung ist notwendig.

    Original wäre mit Gummilager ;)

    Nein. Ab 1975 war auch in der Schwalbe der Motor mit harter hinterer Aufhängung Serie.


    So furchtbar fährt sich das auch nicht - weniger Vibration bekommt man hauptsächlich durch saubere Arbeit beim Motor überholen und Zündung einstellen. Spürbarer Vorteil des "harten" Motors: Der Bremszug ist stabiler abgestützt, die Bremswirkung am Hinterrad deutlich weniger schwammig zu dosieren. Der gummigelagerte Motor kippelt beim Bremsen nach rechts.

    Mit dem Halbautomat bist du bei mir erst recht gut aufgehoben, habe auf meinen schon etwa 40000 Kilometer draufgenudelt - und anfangs auch sehr mit den Mechanismen gerungen, mittlerweile aber verstanden und besiegt.


    Sag Bescheid - die letzte Maiwoche würde sich anbieten, da habe ich Urlaub zu Hause.

    Du kannst den Motor optimieren wie beschrieben, den geschmeidigeren Vergaser 16N3-11 montieren, und dann für bessere Kletterfähigkeit ein kleineres Kettenritzel montieren. Dabei muss auch der Tachoantrieb in der Übersetzung angepasst werden.


    Am normalen KR51/1 wechselst du das Ritzel von 14Z auf 13Z, der Tachoantrieb im Deckel muss dann von der KR51/1S geborgt werden.

    Die Schweißpunkte an diesen Kästen taugen oft wenig, da hält der Lack bald mehr als die Schweißung. Auch oben am Trichter muss nicht nur fest sein, sondern auch dicht. Entschlossen aufgetragenes dauerelastisches Dichtmittel hält bei mir nun schon seit vielen Jahren den Schlauchstutzen.

    Ja, Schwingenlagerbuchsen neu (am besten mit modernem Material) ist immer das erste. Wenn die Schwinge dabei schon am Tisch liegt, kannst du auch gleich schauen, ob die in sich verzogen ist.


    Achtung: Wenn die Schwinge schon sehr schief stand, kann es auch mal sein, dass die Befestigungsschraube der Fußraste schon dran entlanggeschrappt ist. Das arbeitet eine tiefe Kerbe in die Schwinge, macht eine feine Sollbruchstelle. In dem Fall kommt die Schwinge dann bitte neu.

    Die einzig richtige Grundplatte mit 25W-Licht für KR51/1 heißt 8307.3-100. Das ist die der KR51/1S, man bekommt auch gleich eine Zündungsspule für außenliegende Hochspannung. Der Zuverlässigkeit halber möchte man das.


    Die Ladeanlage bleibt dabei die gleiche wie in den anderen Versionen der KR51/1, denn die Lade- und Rücklichtspule ist dieselbe. Ebenso ist das Polrad das gleiche.


    Mit irgend welchen anderen Grundplatten bekommst du ein Überraschungspaket, denn die Magnetisierung des Polrads muss zu den Spulen passen, und die Position des Unterbrechers auf der Grundplatte muss zur Nockenbahn im Polrad passen.

    Der Motor dreht spritziger hoch, solange keine Last drauf ist. Man kann im Stand "sportlicher" brummbrumm machen. Im Fahrbetrieb spielt das keine Rolle.


    Dass die Spulenanordnung und die Beschaltung etwas effizienter ist, spart auch ein paar Hundertstel kW an Motorleistung.


    Praxisrelevant ist das alles nicht. (Sonst dürfte man das auch gar nicht, wäre ja Tuning.)

    Mit VAPE kannst du H4 auch nicht wirklich einsetzen, das System ist für 35W-Scheinwerfer ausgelegt (plus 5W Rücklicht und 21W Bremslicht).

    Der Licht-Vorteil gegenüber der simplen 6V E-Zündung ist die sauber begrenzte Spannung. Die Lampen halten länger, Halogen-Birnen können eingesetzt werden. Das können die späteren originalen E-Zündungen mit EWR dann aber auch.


    Eine funktionierende E-Zündung auszutauschen gegen eine VAPE bringt deswegen nicht viel.

    Richtig. Der M53/11AR ist wegen des Primärtriebs um Faktor 1,1008 länger übersetzt als die anderen M53/1.


    Der Kettentrieb mit 13/34 statt 14/34 kompensiert mit Faktor 0,9286, das ergibt dann insgesamt 1,0222. Der Halbautomat ist also 2,22% länger übersetzt als die anderen.


    Von 13/34 auf 12/34 ist 0,9231 Korrekturfaktor, jetzt nimmst du die Übersetzung des jeweils letzten Gangs zwischen 3- und 4-Gang-Getriebe, dann siehst du, ob's dann auch auf ein oder zwei Prozent genau hinkommt.

    Da müsstest du schon nachrechnen, wie die Änderung der Getriebeübersetzung sich auswirkt. Mit demselben Ritzel ist der letzte Gang natürlich zu lang, du musst aber auch zulassungsrechtlich die gleiche Gesamtübersetzung wieder treffen.


    Für Kettenritzel 12Z und 11Z gibt es passende Tachoantriebe aus dem Sortiment des DUO.

    Mach mal den Öleinfülldeckel ab und starte den Motor. (Achtung Schweinerei-Gefahr!)


    Wenn du jetzt dort pulsierende Luft spürst, dann hast du Überdruck im Getriebe, weil der linke Kurbelwellen-Dichtring durch ist. In dem Zustand sprudelt das Öl natürlich aus allen Öffnungen, außerdem wird es durch den Benzindampf aus dem Kurbelgehäuse verdünnt und auch ins Kurbelgehäuse gezogen und mitverbrannt.