Beiträge von Schwarzer_Peter

    Doch, die paar Zentimeter machen etwas aus, denn es sind ja auch nur ein paar Zentimeter Gefälle bis zum Vergaser. Der Benzindruck ist immer (!) Flüssigkeitsoberfläche bis Vergaser. Weißt ja, Physik, kommunizierende Röhren und so.


    Beim Übergang zum Standgas nicht ausgehen ist dann ein Thema der Standgaseinstellung, beim 16N1 immer ein Quell der Freude wegen der wackligen Sache mit dem Gasschieberanschlag.

    Auf Reserve ist der Benzindruck recht gering, der Pegelstand in der Schwimmerkammer damit potenziell etwas niedriger als bei vollerem Tank. Die alten Vergaser 16N1 sind auf den Pegel recht empfindlich.


    Dementsprechend würde ich Schwimmer-Einstellung und Zulaufventil verdächtigen, in der Grundeinstellung zu viel Sprit in die Kammer zu lassen.

    Gasschieber mit Flachstück ist die _neue_ Bauform ab 1968. Leider liefert MZA in den Nachfertigungen wieder die ursprüngliche Form.


    "Geht wunderbar" ohne Massekabel ist halt anekdotische Einzelerfahrung. Einigen sind Spannungsregler um die Ohren geflogen und Zündelektroniken gestorben, mancher andere hat weniger Scheinwerferleistung als er sollte, die dritte Gruppe wundert sich über Zündungsprobleme. Mach's dran, tut doch nicht weh.

    Masse über den Rahmen reicht definitiv nicht, ganz besonders nicht bei den älteren Motoren, die auch hinten in Gummilagern hängen. Da sind dann die Bowdenzüge bald die einzige tragfähige Masseverbindung.


    Das wusste man auch in Suhl, als man der KR51/1S ein ebensolches Massekabel ab Werk spendiert hat.

    Das "Komfort"-Modell hat andere Federbeine, die ganz lange Sitzbank, und andere Farben als das Normalmodell.


    Die hydraulisch gedämpften Federbeine am Hinterrad sind länger, brauchen am Rahmen höher sitzende Aufnahmen. Eine "normale" KR51/1 kann diese haben, muss aber nicht. Es gibt mittlerweile aber auch hydraulische Federbeine in der Länge der reibungsgedämpften.


    Vorne ist die Länge immer gleich, hier passen hydraulisch gedämpfte nur nicht in die ganz alten KR51 vor etwa 1966. Dort war der Kotflügel schmaler.

    Der/die Stromkreise der Fahrbeleuchtung sind nicht abgesichert, nur der Gleichstromkreis zu Blinker, Standlicht, Hupe, Batterie.


    Wenn ein Wechselstromkreis kurzgeschlossen wird, fließt auch kein nennenswerter Strom mehr, deswegen braucht es keine Sicherung.

    ... und genau daran scheitert es gerne. Beim Umbau auf VAPE ist zwingend ein Massekabel zwischen Motor und Rahmen einzubauen - am besten (ähnlich der KR51/1S, wo es serienmäßig ist) vom linken Stehbolzen am Vergaser-Zwischenflansch hoch zum gemeinsamen Massepunkt an der Rahmenstirn.

    Gleich alles neu machen muss ja nicht. Die Verkabelung ab Zündlichtschalter zur Beleuchtung muss stimmen, und der Schalter selbst muss auch funktionieren. Alles andere (Grundplatte, Laderegler, Zündung, Sicherungen, Blinkgeber) fliegt ja sowieso raus.


    Dann macht Umrüsten auf VAPE Spaß, weil man nicht zwei Sorten Fehler gleichzeitig suchen muss - die, die schon drin waren und die, die man gerade frisch dazugebaut hat.

    Ich hatte seinerzeit das gleiche Thema, als ich meinen Halbautomaten aus dem Dornröschenschlaf geweckt hatte ... der originale Luftfilter war innen nur noch Rostbrösel - DAS HÄTTE MAN MAL ÖLEN MÜSSEN, LIEBER HERR KRÄMER AUS AUE!


    Der erste Nachbau war völliger Blödsinn mit Schaumstoffinnerei, der zweite mit Kokosfaserwolle schon näher dran, der dritte mit Metallgeflecht war dann gut, ist bis heute drin.

    Natürlich sind sie das nicht. Der Vergaser ist ja für einen ganz genau bestimmten Druckverlauf abgestimmt. Wenn du da jetzt mehr Luft beimachst oder gar die Längen des Luftwegs veränderst, dann passt das nicht mehr zusammen. Du brauchst den originalen Luftfilter und zwar da, wo er original auch hingehört, mit der original vorgesehenen Dichtung darunter und dem Schwammkopf-Deckel drauf. Sonst fängst du dir gleich da oben am Anfang des Luftwegs Nebenluft ein.

    Moin.


    Gleiches Phänomen habe ich auch. Wenn ich sie fetter drehe, läuft die aber nicht mehr so fix.


    Gruß Maik

    Fetter "drehen" geht ja auch gar nicht. Herumschrauben an der STANDGASgemischschraube beeinflusst das Gemisch bei Vollgas nur im homöopathischen Bereich, bei neueren Vergasern rundweg gar nicht.


    Das Standgasgemisch beeinflusst das Losfahren und das Rollen bei niedrigen Drehzahlen sowie den Schiebebetrieb.