Beiträge von Schwarzer_Peter

    Am Rücklicht gibt's nicht viel Rätsel ...


    Bremslicht (oben): Mittelkontakt auf schwarz/rot (hier bei laufendem Motor 12V Wechselspannung), Fassung auf braun (zum Bremslichtschalter).


    Rücklicht: Mittelkontakt auf grau (auch 12V AC), Becher im Original direkt aufs Blech, bei Nachbauten ggf. mit neu zu ziehendem Massekabel (vom Kontakt zur Befestigungsschraube reicht).


    Bei Nachbau-Rücklicht mit Sofitten dementsprechend genauso.


    Das ganze setzt natürlich voraus, dass man vorne beim Zündlichtschalter auch alles richtig verkabelt hat UND dass der Zündlichtschalter ohne Kurzschlüsse montiert ist. Fehlender Distanzring, zu lange Schrauben, fehlende Federringe unter den Schrauben sind gängige Montagefehler.

    Grundsätzlich gibt es in KR51/1 auch hydraulisch gedämpfte, je nach Rahmenausführung könntest du eventuell auch diese in der Standardlänge (ca. 340 mm) nehmen. Schau mal ob an den Endrohren ganz oben noch ein zweites Paar Aufnahmen ist. Diese Federbeine waren zwar nur in /1K und /1S Serie, die zusätzlichen Aufnahmen am Rahmen finden sich gelegentlich aber auch am "einfachen" Modell.


    Vorne sind's sowieso immer dieselben Längen, hier passen die hydraulischen nur nicht in die ganz alten KR51 mit dem schmaleren Kotflügel.

    Wenn der Funke an der Sicherheitsstrecke überspringt, dann ist ja genug Spannung da, sogar zu viel - mutmaßlich eben weil die Zündkerze nichts abnimmt. Mach mal Kerze und Stecker frisch, achte darauf, dass der Stecker wirklich nur 1 kOhm hat. Ich hatte schonmal einen "originalen" Stecker mit 7,5 kOhm, mit dem hat sogar die VAPE Schluckauf bekommen.

    Seltsam ... ich habe ja nun schon ein paar Schwalben auf VAPE umgebaut bzw. das angeleitet, und die mitgelieferten 12V 3Ah haben überall reingepasst. Das waren allerdings alles /1. Ist das Batteriefach bei der /2 geschrumpft?

    Halbautomat anschieben geht so: Leerlauf rein, auf Tempo anschieben, draufspringen, hinsetzen, zweiten Gang eintreten.


    Mit eingelegtem Gang schieben bis der Motor anspringt wird schiefgehen. Sobald der Motor zieht, kommst du nicht mehr auf die Sitzbank.

    Die halbautomatische Kupplung hat drei (!) Mechanismen: Erstens den Fliehkraft-Schließer fürs geschmeidige Anfahren, zweitens den Zwangsöffner beim Betätigen des Schalthebels, drittens - und jetzt kommt's - einen Zwangs-Schließer für den Schubbetrieb, also Momente, wo sich die Kupplungswelle schneller dreht als die Kupplung.


    Dieser Zwangs-Schließer schließt beim Kickstarten, beim Bergabfahren, und eben auch beim Schieben mit eingelegtem Gang.

    Naja, da haben sich ja nun schon Generationen von Bastlern dran abgearbeitet, den "falschen" Zylinder "super" zum Laufen zu bringen - in der DDR aus Materialmangel, später aus Unwissen oder Geiz.


    Das allseitige Fazit ist nunmal: Auch mit völlig freihändiger Vergaserabstimmung ist nicht mehr drin als "geht so halbwegs". Gut wird's nie, "Super" erst recht nicht. Am ersten ernstzunehmenden Berg wirst du's merken.


    Man hat ja damals nicht zum Spaß den Rahmen geändert, um die große Luftberuhigungskiste und den meterlangen Ansaugweg unterbringen zu können. Der Zylinder der /1 liefert mehr Drehmoment, das tut er eben nur mit besserer Zylinderfüllung, und die wiederum gelingt nur aus ruhig und mit Schwung einströmender Luft.

    In den kurzen Ansauganlagen herrscht viel zu viel Luftschwingung.

    Dementsprechend hat man z.B. auch am Star beim Schritt vom 4-2 zum 4-2/1 (gleicher Zylinderwechsel) den Ansaugweg aufwendig verbessert.

    Mit dem Typschild unter der Sitzbank ist das ohne Frage ein Rahmen der KR51. Da kann die korrekte, lange Ansauganlage der KR51/1 schonmal nicht drin sein, ist sie laut deiner Aussage ja auch nicht.


    So, und wenn da nun der "neue" Zylinder drin ist, dann wird das nie richtig toll laufen, egal welcher Vergaser. Zurückrüsten auf den passenden Zylinder nebst passendem Vergaser wie oben aufgezählt ist dann die einzig saubere Lösung.

    Bj. 1967 kann schonmal keine KR51/1 sein.


    Wenn du da nun eine Mischung aus der Ansauganlage der KR51 hast und aber den Zylinder der /1, und weiß der Geier was für einen Vergaser, dann kann das nie wirklich gut laufen.


    Also: Bj. 1967 hat den alten Zylinder (erkennbar am dreieckigen Flansch zum Vergaser), den Vergaser 16N1-1, und eine kurze, T-förmige Ansaugseite mit Filter und Dämpferröhrchen.

    Der Gasgriff beim KR51 ist schwierig, ja. Innen können die Blinkerkabel klemmen, manchmal löst sich auch die Schnecke im Gasgriff selbst (die ist nur angepunktet), das Distanzstück zum Blinker hin kann ausgenudelt sein oder gleich ab (Nachbau-)Werk im Durchmesser zu groß.


    Mit der Blattfeder soll man den Griff so einstellen, dass er sich gerade noch von selber zurückdreht. Je mehr die Blattfeder hält, umso weniger muss die Hand gegenhalten z.B. bei Überlandfahrt.


    Die Rückstellkraft an sich kommt ausschließlich von der Gasschieberfeder unten am Vergaser - und auch die kann vernudelt sein, bei 16N1 Vergasern ist auch gerne mal der Schieber oder seine Laufbahn im Vergaser nicht mehr so wirklich geschmeidig.

    Was liegt denn an, wenn du nur den Regler angeschlossen hast, aber keins der Verbraucherkabel (auch nicht den Zündlichtschalter!)? Schau dir auch mal den vierpoligen Stecker an. Sind alle vier Kontakte sauber zusammengesteckt? Manchmal drückt man einen der Kontakte aus dem Gehäuse anstatt die Kontakte zusammen. In dem Fall zieht man den losen Kontakt ganz heraus, biegt den kleinen Widerhaken etwas nach, und steckt ihn so tief wieder hinein, dass eben dieser Widerhaken auch tatsächlich einhakt.

    Einige wenige Leute hatten tatsächlich auch ein VAPE-Set, bei dem die Kabelfarben in einer Seite dieser vierpoligen Verbindung vertauscht waren. Dann geht natürlich auch eher wenig.

    Die ganz herkömmliche 12V 3Ah Blei-Säure-Batterie passt wunderbar*, reicht völlig aus, und wird von der VAPE auch schonend geladen.


    *Wenn die Fuhre recht krumm ist, wird's auch mal knapp. Das ist aber mit der originalen 6V 4.5Ah auch so.