Jo ... das ist der Durchbruch ... saubermachen und Kontaktabstand nachbiegen ...
Aber mal im Ernst: Die Kerze ist meistens gar nicht schuld.
Die U-Zündung erzeugt sowieso keine besonders hohe Hochspannung, im Idealfall 12 kV, und mit alternden Spulen und Polrädern wird das nicht besser. Es geht also schon mit der Ausgangslage bergab. Zum Vergleich: Moderne Zündungen wie etwa die VAPE feuern mit der dreifachen Spannung ins Kabel. (Deswegen ist auch der Kontaktabstand so klein, 0.4 mm, wo man normalerweise mit 0,6 bis 0,7 arbeitet. Der geringe Abstand fängt sich umso schneller eine Schmutzbrücke ein, und fort ist der Funke.)
Die originale E-Zündung ist zwar besser, aber lange nicht gut. Die langen Wege von der Grundplatte zum Elektronikmodul und dann zur Zündspule und dann endlich zur Zündkerze kosten Energie, das Modul an sich ist nicht die höchste Kunst (es gibt von VAPE ein besseres), und altern tut das alles auch.
Erwärmung - direkt am Motor unvermeidbar - schwächt die Leistungsausbeute dann noch zusätzlich. Simsonauten kennen das: Lustig losfahren, weil kalt funktioniert ja alles, und nach Hause dann schieben.
Dann haben Kerzenstecker heute gerne einen Entstörwiderstand in der Größenordnung 5 kOhm. Den kann man sich mit heutigen Zündungen leisten, mit einer alten Unterbrecherzündung eher nicht, auch wenn sie in sich perfekt funktioniert. Ich habe auch schon "originale" Blechstecker mit 7,5 kOhm gemessen, wo höchstens 1 kOhm drin hätte sein sollen.
Hat man also eine sowieso schon grenzwertige Kombination, dann wird die geringste Verunreinigung oder ein leicht zu großer Elektrodenabstand an der Kerze zum Ausfall führen. Mit der frischen Kerze geht's dann wieder, und schwupps sind "die Kerzen" schuld.