Beiträge von TO

    Hallo,


    ich bin gerade auf Dienstreise. Nun war ich auf der letzten Baustelle sehr früh fertig und fuhr zur nächsten Baustelle nach Altenburg in Thüringen. Da ich ins Hotel so früh noch nicht einchecken konnte, suchte ich mal bei ebay Kleinanzeigen nach "Simson" in und um Altenburg. Nach ner Weile fand ich einen gewerblichen Nutzer, der Simsons für niedrige Preise anbot. Also gleich mal hingefahren.


    Ich interessierte mich für eine S51. Er hatte etwa ein Dutzend Fahrzeuge rumstehen.


    Ich suchte mir eines aus und fragte nach Papieren. Nein, Papiere seien keine dabei, aber einen Kaufvertrag gäbe es. Ich schaute mir das Typenschild an und siehe da: Ein Re-Import. Nächstes Fahrzeug: Hatte kein originales Typenschild sondern ein nachgefertigtes. Und so ging es weiter. Entweder Re-Import oder mit neuem Typenschild. Ich sprach den Verkäufer darauf an. Dem war die Problematik angeblich unbekannt und alle Fahrzeuge seien in Deutschland gekauft.


    Ich weiß jetzt nicht ob das der Chef war oder nur ein Handlanger, aber wenn man in dem Geschäft ist, sollte man doch Bescheid wissen, oder?


    Ich habe da nix gekauft und bin in mein Hotel.

    Wenn Originalzustand sind die 80 bei Bergabfahrt mit Rückenwind schon drin, aber nicht auf ebener Strecke. Vielleicht war der Tacho etwas übermotiviert oder der Verkäufer aufgeregt.


    Die Geschwindigkeit wird begrenzt durch die Leistung, Rollwiderstände und den Windwiderstand. Das läuft bei der Schwalbe so auf etwa 60km/h raus.

    Nach meinem Verständins spielt sich im Stator folgendes ab:
    Aufgrund der Magnete wird im Eisenkern des Stators ein magnetischer Fluss hervorgerufen. Richtung und Stärke hängen von der Anzahl der mitwirkenden Magnete und deren Polarität ab. In den fünf Bildern unten ist in gelb der magnetische Fluss dargestellt. Je dicker desto mehr. Da immer zwei Magnete oder ein Magnet und der Nichtmagnet beteiligt sind, habe ich für jeden Magneten oder den Nichtmagneten den Fluß einzeln dargestellt. Der Pfeil daneben gibt den resultierenden Fluss in Stärke und Richtung an.





    Nimmt man an, dass die beiden Geberspulen gegeneinandergeschaltet sind und gleiche Windungszahlen haben, müsste man die induzierten Spannungen voneinander abziehen. Ich komme für die Bilder oben auf folgende "Spannungsgrößen":
    +2
    -1
    +1
    -2
    +2


    Mache ich einen Denkfehler?

    Dann habe ich die Zündspule angeschlossen und zusätzlich zum Gebersignal noch die Ladespannung mit vermessen.
    Wieder erst rechtsdrehend, dann linksdrehend:


    Man erkennt übrigens im ersten Bild den Zündfunken als Störsignal auf dem Gebersignal. Im zweiten Bild (linksdrehend) wieder kein Zündfunke.
    Man sieht, dass sich hier die Phasenlage des Ladesignals zum Gebersignal ändert. Anscheinend braucht die Vape eine bestimmte Phasenbeziehung der beiden Signale zueinander um einen Zündfunken zu prozudieren. Anders kann ich mir das nicht erklären.
    Kann mir jemand erklären, wie die Wellenform des Gebersignals (zwei Spitzen deren Polarität nicht von der Drehrichtung abhängt) zustande kommt?

    Für den Tümmler müßte ich eine Serviceanleitung haben.


    Ich melde hiermit Interesse an ;-)


    Messungen sind gemacht.
    Gebersignal rechtsdrehend mit umgepolten Geber


    Gebersignal linksdrehend mit umgepoltem Geber:

    Meine Schlussfolgerung daraus:
    1. Meine Annahme, dass sich mit unterschiedlicher Drehrichtung die Polarität des Signals umkehrt ist falsch.
    2. Im Prinzip unterscheidet sich das erste Signal nicht grundlegend vom zweiten. Rätsel bleibt: Wieso zündet die Vape bei Linkslauf nicht?


    Ich esse jetzt mal was, dann stelle ich weitere Messungen ein.

    Danke für's Angebot. Habe ich vor längerer Zeit selbst schon gemacht. Deckt sich aber leider nicht mit meinem theoretischen Ergebnis:



    obere Kurve: Züendimpuls
    untere Kurve: Ladespulenspannung


    Ich setze mich gleich nochmal dran und zeichne auf, was ohne angeschlossene CDI und mit unterschiedlichen Konfigurationen (Geberspule umgepolt etc.) rauskommt.

    Sorry, ich muss den Fred nochmal rauszerren. So ganz habe ich es immer noch nicht verstanden. Das Problem ist neuerlich aufgetaucht weil ich eine Vape auf Linksdrehung umbauen wollte. Erst dachte ich, dass es bei der Vape ja, im Gegensatz zu einer Kontaktzündung, egal sein sollte wir rum sie dreht. Pustekuchen. Motor andersrum drehen lassen: Kein Zündfunke. Motor dreht richtig rum: Zündfunke.
    Ich hatte schon mal die Spannungen an einer Vape oszillografiert. Also Bild nochmal angeschaut. Es fiel mit auf, dass nur ein positiver Zündpuls generiert wurde, kein negativer.
    Vielleicht müsste ich die beiden Geberspulen für Linkslauf umpolen?
    Gesagt getan. Grundplatte umgelötet. Wieder eingebaut. Ergebnis: weder linksrum noch rechtsrum ein Zündfunke.
    Kann mir das jemand erklären?
    Und ich weiß schon dass in der Bucht eine Grundplatte für Linkslauf angeboten wird, die ist spiegelbildlich aufgebaut, ich will aber verstehen wie der Geber der Vape funktioniert.
    Zum Nachdenken ein Bild anbei (ein linkslaufender Stator und darüber die elf Magneten und der eine Nichtmagnet des Polrads):

    Links die beiden kleinen, schwarzen Blöcke sind die Geberspulen. Ich weiß aber nicht, ob die gegeneinander oder miteinander verschaltet sind.
    Nach meinem Verständnis müsste bei obigem Bild, gegeneinander verschalteten Geberspulen und bei Drehung gegen den Uhrzeigersinn (Linkslauf) das Gebersignal bei vorbeilaufen des Nichtmagneten erst einen negativen und dann einen positiven Puls erzeugen. Bei Rechtslauf erst einen positiven und dann einen negativen Puls.


    Warum sollten 2RS Lager trotz gleicher Lebensdauerbeiwerte und Berechnungsfaktoren eine andere Lebensdauer haben ?


    Weil die ständige Schmierung durch das Benzin-Luft-Ölgemisch fehlt. Die 2RS-Lager haben die Schmierung, die im Lager eingefüllt ist. Ich nehme an, dass diese Schmierung im Laufe der Jahre (Alterung) oder bei Dauerbelastung irgendwann ihre Funktion verliert.


    Kommando zurück für die Kurbelwellenlager des M5XX: Ohne Weiteres kann man da keine 2RS-Lager ohne Wellendichtringe verbauen. Die Fräsungen im Lagersitz umgehen ja das Lager. Also wäre ohne Dichtringe das Kurbelgehäuse undicht.
    Bei der Abtriebswelle würde es wohl funktionieren, aber die Kappe muss trotzdem noch drauf um das Lager zu fixieren.

    Ich hatte bei SKF schon einen kostenlosen Account eingerichtet. Trotzdem konnte ich noch nicht herunterladen. Zusätzlich hätte ich mich zur Freischaltung noch mit einem Mitarbeiter in Verbindung setzen müssen. Da hatte ich keinen Bock drauf einem Vertriebler zu erklären wieso ich Infos über Lager will.

    Ich regeneriere gerade einen Velosolex-Motor.


    Nun wird da ein beidseitig abgedichtetes Lager an der Kurbelwelle verbaut. Quasi ein Lager, das auf beiden Seiten einen Wellendichtring eingebaut hat. Dauergeschmiert. Kennzeichnung 2RS.


    Da dachte ich mir, dass wenn das bei diesem Motor funktioniert, man die Lager auch bei der Simme (M5XX) verwenden könnte und die Wellendichtringe weglassen? Lager in den notwendigen Größen gibt es ohne Weiteres in der Ausführung 2RS.


    In den M5X Motoren geht ohne Dichtringe ein Teil der Vorverdichtung flöten, das ist klar.


    Es wundert mich schon, dass die einmalige Lagerschmierung bei der Solex anscheinend dauerhaft ausreichend ist. Durch die doppelseitige Abdichtung entfällt ja zwangsläufig die Schmierung durch das Kraftstoff-Luftgemisch.


    Ich wollte bei SKF mal Infomaterial runterladen, so wegen Lebensdauer etc., aber da kommt man so einfach wohl nicht ran.



    Meinungen dazu?


    Gruß


    Theo

    Wenn er von dem Re-Import nichts wusste, er Dir gegenüber aber behauptet hat es sei kein Re-Import, dann hat er eine Eigenschaft zugesichert, die es aber nicht gibt. Du hast das Fahrzeug ja wahrscheinlich erst aufgrund seiner Zusicherung gekauft. Damit ist der Vertrag, meiner Meinung nach, unwirksam und er muss das Fahrzeug zurücknehmen.