Beiträge von jenson

    Hallo Raymon,
    erstmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Schwalbe und deinen ersten Reparatur-Erfolgen, was die Schaltwippe betrifft. Ich lese raus, dass du die Ratschläge hier gut umsetzt.


    Was den Benzinstand angeht: Genauer als die Meßschiebermethode ist die sog. Senfglasmethode. Im Wiki steht dazu mehr.
    Bitte kontrolliere den Gummi unten im Kolben des Startvergasers noch, falls nicht schon geschehen. Ist dieser Porös oder fehlt er gar ganz, läuft der Motor nur noch kalt, da zu fettes Benzin/Luftgemisch angesaugt wird.


    Zum Tank: Eine Sanierung desselbigen ist empfehlenswert, wenn du für immer Ruhe haben willst. Hierfür gibt es entsprechende Sets, die eine Entrostungslösung sowie ein eine Versiegelung (eine Art Harzfarbe zzgl. Härter) beinhalten. Zuerst wird grob gespült, dann mit der Lösung entrostet und schließlich wieder gründlich gespült. Dann muss der Tank trocknen und kann schließlich versiegelt werden.

    Hast du eine Meßuhr?
    Dann Zylinder auf ZZP Position drehen (20° v OT also 1,5 oder 1,8 mm) und gucken ob der Unterbrechen sich wirklich hier beginnt zu öffnen und ggf. die ZZP Markierung prüfen.
    Ich glaube nämlich auch dass das Polrad falsch drauf ist und deshalb der ZZP falsch eingestellt ist. Ist mir schon zu oft untergekommen.
    Ein zu später ZZP wirkt sich fast genauso aus wie ein zu fetter Lauf.




    Plus solltest du erst nach der Sicherung anklemmen, nicht direkt an der Batterie (Stichwort Brandgefahr bei Kurzschluss).
    Ansonsten scheint alles richtig zu sein.


    Ich muss mich nochmal revidieren. Es gibt einen Fehler in deiner Zeichnung, Albi.
    Du schließt 83R und 83L kurz. Entweder du verwendest Sperrdioden, oder einen Doppelschalter - sonst funktioniert der normale Blinker nicht!

    Hallo,
    nach gut einem Monat, nachdem die S51 als gestohlen gemeldet und Anzeige gegen Unbekannt wegen besonders schwerem Diebstahl erstattet wurde, kam heute Post von der Polizei.
    Siehe auch hier bzgl. meiner Meldung zum Diebstahl hier im Forum: http://www.schwalbennest.de/si…ftl-gestohlen-113402.html


    Sinngem. Inhalt des Briefes:

    Zitat

    Sehr geehrter Herr ABC,
    wegen der vorliegenden Sache BSD Moped gegen Marcel XYZ werden Sie gebeten, sich am [...Mitte Juli 2014...] hier [...] einzufinden.
    Es ist beabsichtigt, Sie als Zeuge zu vernehmen bzw. anzuhören. [...]

    Daraus folgt also (hoffentlich) die freudige Nachricht, dass die Ermittlungen einen neuen Stand haben und es einen Verdächtigen gibt (da die Sache ja "gegen Marcel XYZ" läuft).
    Er ist also wahrscheinlich der Dieb (oder vllt. auch ein armer Käufer, der für das Moped oder zumindest für den Rahmen eine ABE beantragt hat).


    Nun hoffe ich natürlich, dass die S51 bald wieder zurückkommt.


    Fragen:
    Wie sollte ich mich bei der Vernehmung an dem Termin verhalten und vorbereiten?
    Wie läuft die Ermittlung jetzt voraussichtlich weiter?
    Wann kommt das Moped erfahrungsgemäß zurück (oder das was noch davon übrig ist)?
    Falls es sich nur um den Rahmen handelt oder andere Schäden vorhanden sind, woher bekomm ich Schadensersatz für die fehlenden und/oder defekten Teile?
    Und was muss ich ggf. tun, um den Schadensersatz möglichst schnell durchzusetzen (außergerichtlich?)?


    Ich hoffe, jmd kann aus Erfahrung etwas beitragen. Danke im Voraus!


    VG

    Thema POR15, hab ich vor einiger Zeit auch durch: Du hast einen Reiniger (Aqua Clean oder so) und so ein "Rust Blast" Mittelchen dabei. Am besten hält die Farbe auf aufgerauter Oberfläche, eines der beiden Mittel macht auch ganz blankes, glattes Metall entsprechend rau. Da müsstest du dich nochmal in der Broschüre, die KSD dazugibt, belesen.
    Unbedingt solltest du Handschuhe zum Verarbeiten tragen, die Farbe geht nicht mehr von den Fingern ab - "only time will remove POR from skin" oder so ähnlich hieß die Warnaufschrift.
    Beim streichen empfehle ich, zuerst eine dünne Schicht aufzutragen und für einige Zeit leicht antrocknen zu lassen, etwa 30-60 Min, je nach Luftfeuchte.
    Die Farbe wird tatsächlich durch die Luftfeuchtigkeit fest, deshalb nie aus dem Originalbecher direkt entnehmen, sondern die für den Moment benötigte Menge in einen eigenen Becher umfüllen und den Originalbehälter wieder gut verschließen.
    Nachdem die erste Schicht leicht angetrocknet ist, kommt die zweite, nun deckende Schicht drauf, und fertig ist der Lack. 1-2 Tage durchtrocknen lassen.


    Thema Hohlraumkonservierung: Mit Wachs oder wachsartigen Mitteln wird der Rost bei einem über 20 Jahre alten Teil nicht aufgehalten. Solche Mittel helfen nur bei blanken Hohlräumen, nicht bei angerosteten. Nimm FluidFilm (einfache Verarbeitung) oder Mike Sanders Fett (muss erhitzt werden damit es in den Hohlraum gebracht werden kann). Ggf. vorhandene Rahmenöffnungen, die nach unten hin zeigen, verschließen - sonst tropft's bei heißem Wetter.


    Weiterhin viel Freude beim Neuaufbau ;-)

    Das funktioniert wahrscheinlich nicht, da schon die Last deines Summers den Blinkgeber (bzw. die Elba) zum Leben erwecken könnte.
    Besser ist es, den Summer zwischen 83R und 83L zu klemmen. Ist einer der Blinker an, bekommt er Spannung. Masse holt er sich über den zweiten Blinker der anderen Seite. Die abfallende Spannung über den zweiten Blinker ist so gering, dass er nicht ungewollt aufleuchtet.
    Die bei einigen Modellen vorhandene Kontrollleuchte wird übrigens ganz ähnlich angeschlossen.


    jenson
    CO ist in jeder Konzentration giftig, die meisten Kohlenwasserstoffe im Abgassind eher giftig, da krebserregend, als gesundheitsschädlich.
    Ich wüsste auch nicht wie ein KFZ-KAT die Konzentration vin NO2 im Abgas erhöhen kann.....


    Da bei der Nachverbrennung im KAT bei Sauerstoffüberschuss (also zu mageres Gemisch jenseits Lambda 1) der Stickstoff mit Sauerstoff oxidiert zu NOx. Der Zweitakter hat so wenig NOx, dass es nicht verbessert werden kann.
    Beim Viertakter hingegen ist von Haus aus "zu viel" NOx vorhanden, der im KAT bei richtigem Lambdawert reduktioniert wird, womit zusätzliches O2 für CO-Oxidation und HC-Redoxreaktion verfügbar ist.


    Zu sehen auch bei den Messwerten der trabitronic Prototyp Einspritzung, wo sogar bei eingehaltenem Lambda der NOx durch den KAT leicht ansteigt: http://trabitronic.tegi-stuff.…gebnisse_Maerz_Public.pdf


    CO ist in geringen Dosen völlig harmlos und wird sogar zur Behandlung eingesetzt, da es je nach Krankheitsbild heilend wirken kann, ähnlich wie auch Strahlung (vor der sich auch jeder fürchtet, egal wie gering der Wert ist). Erst die Überschreitung einer gewissen Dosis führt zu Sauerstoffunterversorgung, da CO an zu viele roten Blutkörperchen andockt.
    Wenn auf der Straße eine Kohlenmonoxidschleuder an dir vorbeifährt, ist der Wert weit vom kritischen Schwellenwert entfernt.
    Kohlenstoffmonoxid


    Zu den Kohlenwasserstoffen: Ich habe Krebserregend mal als Schädigung der Gesundheit eingestuft. Giftig trifft es sicher genauso, je nach Definition.

    Mir ist nach wie vor unklar, welche Abgaswerte der TE eigentlich reduzieren will.


    Am meisten erzeugt ein Zweitakter Kohlenwasserstoffe (HC), das sollte klar sein. Mit genügend Sauerstoff im Abgas könnte das HC in einem Kat nachverbrannt werden, wobei harmloses CO2 und Wasserdampf entsteht - vorausgesetzt, der Vergaser stellt ein ausreichend mageres Gemisch zumindest im Teillastbereich bereit. Durch die Spülverluste wird der Wert ohne KAT nur maginal zu beeinflussen sein, eine Nachverbrennung im KAT zur Verbesserung ist also unumgänglich.
    Kohlenwasserstoffe gelten als Gesundheitsschädlich.


    Stickoxide (NOx) erzeugt ein Zweitakter von Haus aus fast gar keine. Der Kat würde den Wert bei zuviel Sauerstoff (zu magerer Verbrennung) sogar noch erhöhen.
    Auch Stickoxide sind Gesundheitsschädlich.


    Auch Kohlenmonoxid (CO) wird vom Motor ständig erzeugt, da die Verbrennung nie vollständig läuft. Je fetter der Vergaser abgestimmt ist, desto höher ist dieser Anteil. Auch hier wirkt sich eine magere Teillasteinstellung besonders positiv aus, wie schon bei den Kohlenwasserstoffen. Eine deutliche Verbesserung dieses Wertes kann bei richtiger Abstimmung sogar ohne KAT erreicht werden.
    Kohlenmonoxid wird erst ab vergleichsweise relativ hohen Konzentrationen gefährlich, da ein Grenzwert überschritten werden muss damit es toxisch wirkt (z.B. Gefahr beim laufenlassen des Motors in Garagen).


    Dann gibt es noch den typischen Ölgeruch beim Zweitakter. Allein der Duft ist aber kein Anzeichen für die Qualität des Abgases.


    Mein Fazit:
    Will der TE die Abgaswerte wirklich verbessern, sollte er in ein geeignetes Abgasanalysegerät investieren und verschiedene Vergaser-, Zündungs- und Teilllastnadeleinstellungen ausprobieren.


    Geht es um den Ölgeruch, dann hilft die Verringerung des Ölanteils z. B. auf 1:100. Auch bei dieser Maßnahme sollte ein Langzeittest mit regelmäßiger Inspektion der Kubelwellenlager und der Garnitur das Optimum offenbaren (Ölsorte, und bestes Mischungsverhältnis).


    2, sag doch mal was falsch ist an meiner aussage, ich lehrn ja auch da zu (zu fett, zuwenig luft!?)


    Der Startvergaser gibt dem Motor ein größeres Benzinmengenverhältnis als für den normalen Betrieb nötig wäre, eben um den Kaltstart zu ermöglichen.
    Wenn der warmgelaufene Motor nur mit Startvergaser läuft, dann läuft er ohne Startvergaser aus diesem Grund zu mager.

    Kolben auf OT und blank putzen geht schon in Ordnung. Da der Zylinder keine Fußbefestigung hat, wird er gegenüber dem Kolben nach dem festschrauben evtl. geringfügig anders stehen - was eine verkürzte "Wiedereinfahrzeit" ohne Volllast empfehlenswert erscheinen lässt.


    Die gelöste Ölkohle ist weiches Material, das keinen Schaden im Kurbeltrieb verursachen wird (wobei zu bezweifeln wäre, dass die Ölkohle es am Kolben und dessen Ringen vorbeischafft).

    Der Leerlaufgang ist dann drin, wenn du den Bock hin- und herschieben kannst.


    Der Start ohne oder mit Licht sollte beides kein Problem sein. Man kann bei laufendem Motor hin- und herschalten ohne Neustart.


    Die Ständeraufnahme muss geschweißt werden wenn gerissen.

    Wegen der Farbe, sieht aber eher so aus, dass dort drüber gepinselt wurde und das ganz frisch. Denn am Zylinder sind helle feuchte Flecken zu sehen und am Rahmen und links im Bild sieht man, wo mit dem Pinsel aufgehört wurde. ???



    Das dort drübergepinselt wurde, ist mMn. nicht bedenklich. Solange der Motor kein Öl verliert (z.B. am Kopf, Zylinderfuß oder Mitteldichtung / Getriebedeckeldichtung) ist alles augenscheinlich in Ordnung.


    Bei weniger als 20 Minuten Fahrt kann man das von mir angesprochene Wärmeproblem für das Fahrzeug noch nicht definitiv ausschließen. Das Wärmeproblem ist relativ häufig und hat vielerlei mögliche Ursachen.
    Ich kenne das, dass einige Händler einer längeren Probefahrt skeptisch gegenüberstehen - bei einer Simson die ich "fahrbereit" kaufen möchte, würde ich aber darauf bestehen.


    Der Startvergaser ist dieser kleine Plastikhebel am Lenker, richtig.

    Wenn du allein gehst, hier eine kurze Checkliste was mir grad einfällt:
    - der Motor sollte kalt normalerweise nur mit "Startvergaser offen" anspringen
    - der Motor sollte mindestens 20 Minuten gefahren werden, geht er aus gibt's Probleme mit Zündung oder Gemischaufbereitung. Die Fehlersuche hat schon so manchen verzweifeln lassen...
    - Motor sollte nicht klappern oder knistern
    - der Lenker sollte während der Fahrt nicht pendeln
    - die Reifen sollten nicht porös sein
    - die Bremsen gehen schwerer als du es evtl. vom Roller gewohnt bist - das ist normal
    - die Blinker sollten funktionieren sonst fehlt die Batterie
    - Tank innen mit Taschenlampe begutachten - Rost?


    Zu deinen Fragen: Das graue ist der Luftschlauch von der Ansauganlage. Alles normal. Der Zylinder wurde manchmal schwarz lackiert, manchmal auch so ausgeliefert (z.B. bei der S51). Für mich wäre das so kein Problem.

    Die Schwalbe ist - wie fast alle DDR Fahrzeuge - auf dem technischen Stand der 60er Jahre. Der Wartungsaufwand ist entsprechend höher als bei einem modernen "Joghurtbecher". Das solltest du bei deiner zukünftigen Fahrzeugswartung immer im Hinterkopf behalten.


    Bei deinem Roller brauchst du dich so z.B. für gewöhnlich nicht um die Einstellung der Zündung, oder um ärgerlichen Rost im Tank (der dem Vergaser zusetzt) kümmern. Solche und weitere zusätzlichen Wartungspunkte treffen auf viele Simson's zu.


    Dafür sind es aber auch die einzigen Fahrzeuge, die legal 60 Km/h fahren dürfen und Klasse M bleiben :-)


    Nichtsdestotrotz sind die Ersatzteilpreise erstaunlich günstig (wenn auch die Qualität mancher Nachbauten zu wünschen übrig lässt). Die regelmäßige Wartung sollte also auch mit schmalem Geldbeutel ordentlich zu machen sein.


    Eine Generalreparatur (z. B. bei defektem Motor und völlig runtergewirtschaftetem Fahrzeug) kann hingegen schnell um die 500 bis zu 800 € kosten.


    Viele Fahrzeuge wurden oft nur gefahren solange es geht (ging), standen sich dann tot und werden dann wegen des geringen Wertverlustes trotz schlechtem Zustand verkauft (Sprüche wie "Vergaser müsste mal gereinigt werden" sind dann typisch - oft steckt viel mehr dahinter).
    Auch gibt es die Sparte von Simsons, wo der Lack zur Erzielung eines hohen Verkaufpreises schön gemacht wurde, alles andere aber gepfuscht ist.


    Deshalb mein Tipp: Nimm jemanden mit, der Schein und Sein solcher Fahrzeuge unterscheiden kann.