Beiträge von Jackalized

    Na, da haben wir mit dem Vergaser doch schonmal einen möglichen Übeltäter :smokin: evtl. gepaart mit Falschluft. Check mal den Flansch vom Vergaser, ob der gerade ist, wenn nicht -> mit einer Glasplatte und Nassschleifpapier gerade planen.


    Pfützen auf dem Motor deuten auf entweder ein hakendes/defektes Nadelventil und/oder einen zu hohen Schwimmerstand hin. Beides wird dazu führen dass die Karre bissl zu fett läuft = wird dir Leistung schlucken.
    Aber besser zu fett beim Einfahren als zu mager.


    Das mit der Einfahrerei kenn ich, ich fahre die Karre im Berliner Stadtverkehr, da ist man mit 60 Sachen schon manchmal auf der langsameren Seite :))
    Bis 80km kannte meine Garnitur daher auch nur 2/3 bis 3/4 Gas (was immerhin für so 55 Sachen langte). Ab 80km hab ich den Zylinder an ganz kurze Vollgasetappen gewöhnt (also aus dem 2/3 bis 3/4 Gas herraus Vollgas gedrückt und dabei gelauscht und gefühlt was der Zylinder willig war), dann wieder paar km mit 2/3-3/4 Gas. Und so weiter und so weiter. Von mal zu mal wurde er williger und zog sauberer los. Ab 160-180km wird er jetzt so langsam vollgastauglich. Bislang hat er z.B. 2km stures Vollgasfahren ohne Mucken überstanden. Natürlich erstmal warmfahren bevor man ihn anfängt zu quälen ;)


    Wie gesagt, meine Erfahrung mit den aktuellen Almot Garnituren ist sehr positiv. Meiner stimmte von den Steuerzeiten perfekt mit den DDR Buchwerten überein... zwei DDR Zylinder die ich als Referenz ausgemessen hab, hatten da viel mehr (ungünstige) Abweichung. Der Almot war innerhalb der Kanäle auch viel sauberer und strömungsgünstiger verarbeitet als die zwei DDR Zylinder :shock:
    Hattest du auch eins von den neueren Sets mit 'nem MZA Kolben der aus so sehr glänzendem Material besteht? Kann zu dem auch bislang nix negatives sagen, läuft gut und vernünftig, klingt gut, hat keinerlei Klemmneigung. Der ist am Kolbenhemd ein klein wenig kürzer als ein DDR Megu Kolben (macht rund 1° längere Einlasszeit, wahrscheinlich komplett vernachlässigbar).


    MfG
    -Miko

    Ja geben tut es diese schon eben bloß nicht mit ABE oder ähnlichen....Fahren ja dennoch zu haufe rum.



    Und im Falle eines Falles bei einem Unfall (oder auch schon bei einer Polizeikontrolle) gibt es die große A****karte :rolleyes:


    Legal wirst du den Weg nur in Zusammenarbeit mit einem TÜV/Dekra Prüfer und Eintragung über die Bühne bekommen. Und auch da eher nur mit Stoßdämpfern für die es Gutachten, Kennungen, Prüfungen gibt.

    Halte dich an die 14 Zähne. Ein größeres Ritzel lässt dich illegal unterwegs sein, ein kleineres ist zulässig, aber dann verminderst du die Endgeschwindigkeit.


    Was für eine Garnitur hast du verbaut? Almot, DDR, no-name-China?


    "meine schafft 70 plus" ist meistens einfach nur Gerede. Es ist eher illusorisch dass eine originale Simson in der Ebene echte "70 plus" schafft. Bergab mit Anlauf und Überdrehen des Motors evtl. möglich.
    Meistens berufen sich die Leute da auf ihren Tacho... und dieser ist bei manchen Simmen mal genauer und bei einigen ungenauer.


    Zum Vergleich, ich bin am "Einfahren" eines gebläsegekühlten Almot Zylinders in meinem Star. Habe jetzt knapp über 200km durch. Bis Etwa 80km lief er noch recht zäh. Im Bereich von 100 - 200km wurde er immer lebhafter und freier. Jetzt bei 200km sehe ich ihn als zu 90% eingefahren ein und schone ihn kaum noch (nicht dass ich ihn vorher richtig stark geschont hätte, ich hab ihn im Vergleich zu den meisten eher am Limit eingefahren). Kann sein dass du vom Zylinder her in den nächsten km noch paar km/h herauskitzeln kannst... wende dich aber deiner ganzen Peripherie zu: Radlager, evtl. schleifende Bremsen, Kettenspannung, Druck auf den Reifen, korrekt eingestellte Spur, Vergasereinstellungen, eine dichte Ansauganlage mit gewartetem Luftfilter, korrekter Zündzeitpunkt, sauberer und dichter Auspuff 2cm auf den Krümmer aufgesteckt. Evtl. die Quetschkante des Zylinders (das macht man aber schon beim Einbau, jetzt alles zu zerpflücken ist kontraproduktiv).
    Alles so Punkte wo dir einwenig Leistung verloren gehen kann.


    Und nun ein reality check zur Geschwindigkeit "70 plus". Meinen Almot hab ich ausgemessen, die Steuerzeiten sind perfekte DDR Buchwerte für einen gebläsegekühlten Zylinder. Meine Kompression liegt bei 11 bar, ich habe den Zylinder vor dem Einbau einwenig "geblueprinted" (Gussunebenheiten, unsaubere Übergänge in den Kanälen etc. beseitigt), meine Quetschkante liegt bei 0.9mm (0.8mm ist der Idealwert), Zündung stimmt, Auspuff sauber und dicht, Ansauganlage perfekt, Vergaser gut abgestimmt, Räder absolut freigängig. In der Ebene rennt der Zylinder wiederholbar 64km/h... das ist aber echt das absolute Maximum unter normalen Bedingungen. Und für den Bereich von 61 bis 64km/h braucht man schon einwenig Anlauf. Bedenke: ich bin knapp 174cm groß, schmal gebaut und wiege 63kg... Ach ja, mein Tacho steht dann übrigends auf den berühmten "70 plus" ;)

    Ich würde an deiner Stelle den Vergaser und die Ansauganlage gründlich checken. Nicht dass dir die Karre durch Spritmangel, zugesetzte Düsen oder undichte Stellen in der Ansauganlage abmagert. Gerade in den ersten paar hundert Kilometern ist Abmagerung (= zu viel Hitze) dein größter Feind. Wenn deine Peripherie um Ansauganlage, Vergaser und Zündung perfekt stimmt, sollte deine Garnitur längst sehr vollgastauglich sein (vorausgesetzt die Passung Kolben zu Zylinder ist ordentlich).


    Wenn du bei diesen Temperaturen den Startvergaser für irgendwas brauchst, deutet das schon sehr auf Abmagerung an.

    Hey ihr Berlin0r!


    Jemand von euch Bock auf die große Simsonausfahrt am 3. Oktober in Erkner?


    Der Startpunkt ist das McDonalds/Araltankstelle in Erkner um 11 Uhr.


    Hab die vor einigen Jahren mal mitgemacht, gut 80km durch Brandenburg in einer Kolonne von rund 300 Simsons ging's da :smokin:
    Unbeschreiblich was das für eine riesige knatternde fahrende Zweitaktwolke war, die sich als eine große Masse über die Straßen bewegte.


    Man kann ja als kleines gemeinsames Grüppchen hin. Vorher trifft man sich halt, was weiß ich, z.B. um 9:30 bis 10:00 am Schloss Köpenick und düst als Gruppe weiter nach Erkner.


    Wer ist mit dabei? :D



    Edit: hier ein Video von der Kolonne letztes Jahr: https://www.youtube.com/watch?v=NYSRsypWMj4


    1.Etappe der Fahrt an sich: https://www.youtube.com/watch?v=sU1TdJgndqk

    200km, alles funktioniert wie es sollte. Die Garnitur läuft immer geschmeidiger, Geräuschmäßig wird alles auch immer sauberer.
    Beschleunigung ist gut, an der Ampel komme ich, ohne große Anstrengungen, mit den beschleunigenden Autos mit (und Autofahrer in Berlin heizen schon gut an den Ampeln weg). Ok, das "Beschleunigungsrennen" gegen den 300PS Turbodiesel SUV gestern hab ich verloren :))
    Leistungscharakteristik ist angenehm. Der Zylinder wird langsam vollgasfest, 1-2km stures Heizen mit Vollgas steckt er ohne Anstrengung weg, dabei liegt die wiederholbar erreichbare Endgeschwindigkeit in der Ebene bei knapp 64-65km/h (Tachonadel zittert dann bei der 70 rum) :smokin:
    Kompression liegt bei 11 Bar.


    Der Zylinder ist ordentlich, da gibt es nix zu meckern. Der mitgelieferte glänzige Kolben scheint absolut unproblematisch. Bislang zeigte garnichts irgendeine Klemmneigung... und ich habe das Setup im Vergleich zu vielen anderen bei meinem "Einfahren" wahrlich nicht geschont!


    Noch läuft alles auf 1:33 teilsynthetik, mein Kauflandölvorrat langt für die nächsten 3 l 1:33, dann wird auf 1:50 (probeweise mal vollsynthetik) umgestiegen.

    Ist es eine kurze "EMZA" Zündspule? Hab nachgesucht, die werden als "6V / 12V" angepriesen... was aber Bullshit ist, das sind 6V Zündspulen für Elektronikzündungen. Die 6V / 12V Beschreibung ist wohl auf die Bordspannung bezogen :rolleyes:


    Du brauchst eine lange 12V Zündspule (wenn du eine Unterbrecherzündung hast).



    Der hintere Massepunkt liegt über dem Batteriefach, die erste Schraube für den hinteren Kotflügel, hier bei mir am Star wo 3 Kabel zusammenlaufen (normalerweise ist da nur das Kabel der Batterie dran)


    Unterbrecherzündung will immer eine 12V Zündspule haben (unabhängig von der Bordspannung). Elektronikzündungen wollen hingegen 6V Zündspulen. Was soll eine "6V/12V" Zündspule sein?


    Ein seperates Massekabel vom Motor zum Rahmenmassepunkt ist außerdem nie eine verkehrte Idee (war beim Habicht & bei der KR51/1S auch standardmäßig dranne). Wenn du dabei bist Massekabel zu ziehen, ziehe auch gleich noch eins vom hinteren Rahmenmassepunkt zum Massepunkt am Stirnrohr. Man kann nie genug Masse haben ;D

    Einige kennen sie sicherlich, die konstruktive Schwachstelle der alten Simson Motorengeneration: die Kickstarterwelle in Kombination mit der Hohlschaltwelle.
    Bereits in den DDR Reviews der damals neuen S50 wurde der Ölverlust am Kickstarter bemängelt und Jahrzehnte der Benutzung (+ daraus nicht mehr 100% gerade Kickstarterwellen) machen die Situation selten besser.


    Die spätere Motorengeneration wie sie in der S51 und der KR51/2 vorzufinden ist, behilft sich mit einem O-Ring zur Abdichtung des Getriebeölaustritts. Die alten Motoren haben da leider nix 100% wirksames, das hochgeschleuderte Getriebeöl schwitzt sich bei manchen Karren fröhlich froh an die Aussenwelt.



    Bei mir äußerte sich das Ganze, dass mir nach jeder Fahrt ein Tropfen Getriebeöl am Kickstarter/Schalthebel hing. Dieser floss bei heißem Motor natürlich an die Unterseite des Motors und ließ ihn immer ölfeucht ausschauen. Manchmal tropfte das Ganze während der Fahrt nach hinten und verursachte ölig glänzige Punkte auf Auspuff und Schwinge. Klassischer "reviermarkierender" Ölverlust mit auf-die-Erde-tropfen war es nie.


    Letztens habe ich einen Tipp aus der MZ Ecke gelesen (viele MZtten leiden an dem genau gleichen Problem), jemand hat sich aus einem Stück Schaumstoff/Schaumgummi eine Art Auffangschwämmchen für das Öl gebaut.


    Für unsere Motoren empfehle ich den Schaumstoff etwa 1cm Dick (bei weicherem Schaumstoff, bei festerem natürlich dünner, das ganze muss sich zu einer dünnen Scheibe zusammendrücken lassen) und 2cm im Durchmesser zu schneiden. Ein Loch sollte in die Mitte geschnitten werden, damit das Schwämmchen auf die Kickstarterwelle aufgezogen werden kann:




    Den Kickstarterhebel wieder draufpacken und festziehen. Das Schwämmchen wird zusammengedrückt und dichtet die Stelle gegen Ölaustritt ab. Ausschwitzendes Öl wird im Schaumstoff gefangen.



    Bilanz nach ersten 2 Probetagen mit mehreren Fahrten wo der Motor gut auf Betriebstemperatur kam und wieder abkühlte: keine Tropfen Öl an den Hebeln mehr, Motorunterseite absolut trocken. Was mich am meisten erstaunt hat, mein erstes Schwämmchen (ich hab für die Fotos ein neues gemacht) hatte kaum Öl an sich, es roch bissl nach Getriebeöl und war einwenig schmierig, war jedoch nicht völlig vollgesogen. Anscheinend stellt es eine ganz vernünftige Barriere für das Öl dar :)


    Eine Langzeitwirkung muss sich erst noch zeigen, ich schätze dass man das Schwämmchen von Zeit zu Zeit halt entweder austauschen oder reinigen muss.

    Selbst bei 1:33 qualmt es eigentlich nicht sooooo heftig wenn man ein mehr oder minder modernes Öl fährt. Wenn man natürlich die ollste mineralische Pampe einfüllt oder keine Zweitaktöle benutzt (weil sich irgendwer aufm Dorf mal ausgedacht hat dass die Ölhersteller alle keine Ahnung haben und 15W40 das non-plus-ultra für Zweitakter ist), dann natürlich mehr ;)


    Ein teilsynthetisches Öl wie z.B. die Kaufland Hausmarke mit guten Spezifikationen qualmt selbst bei 1:33 hauptsächlich nur wenn a) der Motor eher kalt ist, b) wenn man viel Kurzstrecke und Stadtverkehr fährt und dann den Gashahn aufprügelt, c) wenn man den Auspuff mit viel Vollgas gut aufheizt und sich der drinne sitzende Schmodder verqualmt (je nachdem wieviel b) man gefahren ist, kannst du da für paar Minuten schon ne gute Nebelwand hinter dir herziehen ;) ).
    Aber dieser Qualm ist immer bläulich, wenn du weiße Nebelschwaden hinter dir herziehst und dein Auspuff eher an eine Nebelmaschine erinnert, nascht dein Motor mit hoher Wahrscheinlichkeit Getriebeöl weg.


    Getriebeöl riecht immer bissl "komisch", besonders gebrauchtes Getriebeöl... hat halt ein sehr starkes Aroma. Dünnflüssig sollte es aber weniger sein.

    183cm... das ist doch nix. Ab 200+cm müsstest du dir evtl. langsam Gedanken machen.


    Die Sitzbank ist lang und gerade, da gibt's viel Sitzfläche für je nachdem wie groß man ist. An einer S51 hat man dann ja noch die Möglichkeit verschiedene Lenker anzubauen und einzutragen (wird bei den Vogelseriefahrzeugen schwieriger).


    Die Preise von 1000-1300 find ich echt gesalzen. Aber ja, Simsonpreise sind dicke angestiegen, und besonders in den alten Bundesländern sind die Karren echt teuer. Für den Preis würde ich erwarten dass alles tiptop ist und der Vorbesitzer mit Rechnungen nachweisen kann dass Motor & co. gemacht worden sind.


    Als Zwischending zwischen Schwalbe-kult-Optik und unverkleiderter Mokickness einer S51 gibt es ja aus der älteren Vogelserie noch Star und Habicht... aber die gehen dann halt noch mehr in Richtung Oldtimer als eine S51 (und wenn du auf 4-Gang Getriebe Wert legst, dann bleibt da nur der Habicht, und die sind schon eher selten und dann haben nicht alle mehr die 4-Gang Motoren drinne).


    Aber ja, wenn die Technik stimmt, sind alle Simsons schon zuverlässig und gut im Alltag zu bewegen. Wenn Wartungsstau ansteht, dann kommen natürlich auch Ausfälle. Eine moderne 12V Zündung (wie die Vape) sind für die Alltagstauglichkeit ein großes Plus. Aber auch gut gepflegte antike Unterbrecherzündungen können wirklich zuverlässig sein, geben dir aber nicht die Power von moderner Beleuchtung wenn du mal im Dunkeln fährst.


    Plane in 90% der Fälle ein dass du nach Kauf einer Simson noch einiges zu basteln hast und einiges an Geld investieren musst. Nahezu alle Simmen die ich so für um die 1000€ zum Verkauf sehe sind eher der Typus "außen hui, innen najaaaaa". Ich bevorzuge dann eher den günstigeren Typus "außen najaaa, innen ok", aber die wird es in deiner Region weniger geben. Da muss man schon im tiefsten Osten der Republik Ausschau halten was der alte Opa aus seiner trockenen Garage zieht.


    Pass in deiner Region auf, dass du nicht ein Ungarn Exportmodell in die Finger bekommst, die überschwemmen einwenig den Deutschen Markt und ziehen einen rieeeeeeesigen Rattenschwanz an Problemen mit sich (alleine dass man dafür keine Papiere über das KBA bekommt, und man auch keine 60km/h fahren darf)

    Ich hab bei mir im Laufe der Jahre auch schon alles erdenkliche an meinem 1967er SR4-2 ausgetestet. Gekauft habe ich ihn mit /1 Zylinder und T-Luftfilter. Dann habe ich die Kombinationen von /1 Zylinder + T-Luftfilter und /1 Zylinder + Ansaugkasten ausprobiert.
    /1 Zylinder + Ansaugkasten lief, wie bei dir, sehr abgeschnürt... /1 Zylinder + T-Luftfilter lief besser.


    Dann bekam ich einen Dreiecksflanschzylinder in die Pfoten. Der lief mit dem T-Luftfilter besser als der /1 Zylinder mit dem gleichen Luftfilter (und war auch wesentlich einfacher abzustimmen). Dieses originale SR4-2 Setup bin ich dann laaange Zeit gefahren. Fuhr sich ganz nett, aber leider ist mein Haupteinsatzgebiet des Vogels der Berliner Großstadtverkehr... und da fehlt beim Dreiecksflanschzylinder gehörig das Drehmoment um an der Ampel schnell aus dem Knick zu kommen. Was dazu führt dass Autofahrer hinter einem sehr schnell dazu verleitet sind dich (teilweise sehr gefährlich) zu überholen.


    Als ich nach mehrjähriger Standzeit den Vogel reaktiviert hab, wollte ich das volle /1 Setup nochmal ausprobieren. Diesmal hab ich den Luftfilterkasten genommen und ihm eine volle Kur verpasst. Ich hab alle kleinsten Risse mit 2k-Gießharz abgedichtet, neue Dichtungen geschnitten, teilweise paar Stellen mit Tape abgedichtet und die Abdeckklappe sogar mit Schleifpapier + Glasplatte geplant. 100% top isser immernoch nicht, da er hier und da einwenig verzogen ist. Aber ich glaube das allerwichtigste ist, dass die kleine Kammer (die die an den Vergaser angeschlossen wird) zum restlichen Teil der Ansauganlage und zur Außenluft hin absolut dicht ist.
    Das ging schonmal sehr viel besser... auf reale 60km/h bin ich aber selten gekommen... der Ausweg war tatsächlich ein frischer Zylinder. Jetzt rennt der Vogel ohne große Probleme auf Tacho 70km/h in der Ebene (real etwa 64-65)... natürlich immer einwenig von den Außenzuständen und Anlauf abhängig, die reale 60 knackt er aber immer.
    Die Beschleunigung im Vergleich zu allen anderen Setups ist auch stark gestiegen. An der Ampel komm' ich nun mindestens gleich schnell wie Autos davon, teilweise sogar schneller :cool:


    Der Ansaugkasten hat viele Stellen die im Laufe der Jahrzehnte Fehler hervorrufen können. Da muss man sich hinsetzen und paar Stunden investieren um die alle zu finden und zu beheben (was halt nicht sooo einfach ist, viele der kleinen Spalte und Risse sind schwer mit dem Auge auszumachen... ich hab den Vorteil dass ich E-Zigarette rauche und meine Dampfe eine brutale Nebelmaschine ist.... so konnte ich mit Hilfe des Dampfs immerwieder checken wo der Ansaugkasten noch undicht ist und die Stellen ausbessern :)) )

    Und wenn T-Luftfilter, dann bitte auf 16N1-1 bedüsen, der ist nämlich für den Luftfilter gedacht und tatsächlich vom Vergaseraufbau mit dem 16N1-6 identisch.
    Es lohnt sich aber beim /1 Zylinder den angedachten Luftfilterkasten in Ordnung zu bringen... im Simsonforum.de hat vor Jahren mal jemand, soweit ich mich erinnere, das Setup von /1 Zyli + T-Luftfilter auf die Rolle geschickt, die Kombi war wohl echt keine Leistungsgranate.

    Mit was schockst du deine Karre bei Vollgas dass sie abgeht? :mrgreen:

    Das ist ein Startvergaser



    Also... 1) was für einen Vergaser hast du verbaut? 2) Stimmt dein Schwimmerstand? 3) Düsen alle korrekt? 4) Wie schaut dein Ansaugsystem aus? Alles dicht und im grünen Bereich wie es das Werk vorhergesehen hat? 5) Wieviel Benzin in ml kommt in 1 minute aus dem Tank nachgeflossen? Irgendwelche extra Filter verbaut?


    Du kannst den Vergaser in 3 seperate Systeme gliedern: Leerlauf, Teillast und Volllast.
    Das klingt aus deiner Beschreibung erstmal als würde das Problem im Volllastbereich des Vergasers liegen, und zwar scheint der da gehörig abzumagern (du aktivierst den Startvergaser, fettest das Gemisch dicke an, dann läufts). Also hast du zu viel Luft bei Vollgas.


    Zieht die Karre irgendwo Nebenluft (z.B. Vergaserflansch verzogen)? Hauptdüse sollte eine 72er sein, und die sollte natürlich auch nicht irgendwie zugesetzt sein :smokin:
    Oder aber es kommt zu wenig Sprit nach -> Karre magert bei Vollgas ab.

    So'ne frische Kompression sollte schon so im 10er Bereich liegen. Zum Vergleich: mein frischer Zylinder lag bei Einbau bei gut 10 Bar und ist jetzt nach 150 gelaufenen km bei knapp 11 Bar.


    Ja, Nebenluft beim Zylinder ist vermeidbar und sollte auf keinen Fall irgendwo vorhanden sein. Wahrscheinlich geht dir dort die Kompression flöten. Irgendwo wurde irgendwas verpfuscht, entweder bei der Regeneration oder beim Einbau des Zylinders.

    Ich wundere mich, ob dein Startvergaser mit dieser Stellschraubenstellung überhaupt schließen kann.
    Wenn der natürlich permanent offen ist, ist es kein Wunder warum mit dem Luftfilterkasten nix kommen mag (überfettet total) und ohne Luftfilterkasten es dann mehr oder minder ok ist (weil mehr Luft durch kommt und das durch die Überfettung vom offenen Startvergaser wieder ausgeglichen wird).

    Achtung: Beim Wiederanbau des Gasers die Schrauben am Flansch nicht zu fest ziehen und am besten neue Flanschdichtungen verbauen. Sonst handelst du dir schnell ein neues/anderes Nebenluftproblem ein.



    Auch wenn es so nicht vorgesehen wurde, Federringe tun sich unter den Muttern super um die Problematik des zu-feste-anziehens aus der Welt zu schaffen :)



    Frank: Wie viel ml Sprit fließen in der Minute bei dir?

    Zum Einfahren gibt es so viele Meinungen wie es Menschen die Einfahren gibt ;)
    Eher mit Köpfchen und Gefühl fahren. Man merkt mit ein wenig Gefühl schon was die Garnitur wann und wie leisten mag und wo gegen sie sich sträubt. Eher normal und vernünftig fahren, nicht wie ein irrer Rennfahrer heizen :smokin:
    Am wichtigsten ist dass Zündzeitpunkt stimmt, die Karre nicht zu mager läuft und dass brutale Last vermieden wird (also alles was deine Garnitur unnötig _zu heiß_ werden lassen könnte).
    Immer schön warmfahren und Motorbremse vermeiden. Und auch nicht zu untertourig fahren... halt so das was unsere kleinen Zweitakter Motörchen nicht mögen.
    Das Fahren mit 2/3 bis 3/4 Gas hat sich für mich auf den ersten 100km gut bewährt. Und möglichst viele Lastzustände durchfahren, also nicht stur 200km Landstraße mit einer festen Geschwindigkeit abheizen :3

    Klar kann ne 50er Vespa mit originalem Motor 25000km laufen, leistet ja nix das Teil... dagegen ist selbst der alte M53 ein hochgezüchtetes Power 2 Takt hightech Wunderwerk *duck und weg* ;)


    (aber ehrlich, wenn man es mal in Relation setzt, selbst ein SR2 hat mehr Leistung als eine 50er Vespa der ersten Generationen)

    Lack ist garantiert nicht original, man sieht an quasi allen Teilen dass da einfach super dillettantisch ohne irgendwas abzukleben und ohne sich auch nur geringste Mühe zu geben übergesprüht wurde.
    Paar eher seltene 1966er Teile sind dranne (Sitzbank z.B.)... aber auch nicht mehr viele. Viele der seltenen Teile wurden im laufe der Jahre da schon gegen neue ersetzt, das senkt nochmal den Wert für originalitäts Oldtimer Freunde.
    Der Gesamtzustand wirkt jetzt auch nicht sonderlich dolle, da muss man vieeeel Liebe und Geld reinstecken.


    Bei den heutigen Preisen wirst du schätz ich sowas wie 300 Tacken für bekommen.