Beiträge von Schwalben-AG

    Zwischen Donnerstag, 13.6. und heute, 17.6. wurde meine Simson S50 wahrscheinlich gestohlen oder, vielleicht als Scherz, umgestellt. Sie war an der Ecke Forststraße/Scheffelstraße unter der Kastanie vor den Fahrradbügeln geparkt. Wenn jemand etwas beobachtet hat oder weiß, wo sie steht oder in welchem Gebüsch sie liegt, bitte melden!

    Es ist eine S50 mit M541, die hinteren Stoßdämpfer sind mittlerweile anders, mit Hülse.

    Ganz andere Frage: Der Motor ist ja definitiv nicht viel gelaufen. Könnte man denn nicht einfach die alten Untermaßlager (kein Rost, keine Riefen, soweit ich sehe) wieder einbauen? Klar, Lager macht man immer neu, aber das Originale versuchen zu erhalten kann ja auch ein Ansatz sein.

    Viele Grüße,

    Sebastian

    Kurze Info zur KW: Es scheint wirklich eine original Untermaßige zu sein, da die alten Lager im Gegensatz zu den neuen sich nicht von Hand draufschieben lassen. Und könnte der bräunliche Fleck (es ist kein Rost) auf dem Pleuellager besagter Farbpunkt sein?

    Grüße, Sebastian

    Danke für den aufschlussreichen Beitrag...tatsächlich betrifft es auch die rechte Seite, nach Farbpunkten schaue ich morgen. Die Stümpfe sehen nämlich gar nicht so aus, als ob die Welle im Lager schonmal hohl gedreht hätte. Wenn jetzt also hier niemand mehr kommt und schreibt, dass es einen Motor mit 50tkm und geklebten Lagern gibt, muss sie halt neu ;(

    Liebe Vogelfreunde,


    nach langer Coronapause konnten wir endlich wieder mal eine AG starten und haben gerade eine 51/1 Bj. 79 in der Mache. Der Motor ist gespalten und geputzt und wird jetzt nach und nach wieder zusammengebaut. Beim linken Kurbelwellenlager gibt es jedoch ein Problem (oder auch nicht, daher die Frage ans Forum): Gestern die originale Kurbelwelle kalt in heißes Lager (alle neu von SKF) eingesetzt, fühlte sich alles gut an, heute lässt sie sich von Hand aus dem Lager ziehen, Radialspiel ist aber nicht erkennbar. Untermaß? Grundsätzlich ist die originale KW vom Fachmann als noch gut befunden worden, die Schwalbe stand fast 30 Jahre unbewegt in einer Garage und hat glaubhafte 5000 km. Das Spalten ging auch ohne größeren Kraftaufwand.

    Könnte man damit leben, wenn die Verbindung zum rechten Lager so ist, wie sie sein soll und kein Spiel zulässt, oder muss die KW auf jeden Fall neu?


    Danke und viele Grüße,


    Sebastian

    Und jetzt die vorerst abschließende gute Nachricht hier: Wir sind letzte Woche nochmal so viel gefahren, wie es auf einem Schulhof halt geht, und das weiße Rauchen hat irgendwann komplett aufgehört. Wahrscheinlich waren wir nach dem ersten Zusammenbau wirklich zu misstrauisch und hätten mehr fahren sollen? Werden wir nie wissen, aber mit der neuen Kurbelwelle ist es sowieso besser.


    Viele Grüße,


    Sebastian

    So, hat etwas länger gedauert (wir hatten seit letztem Mal nur drei AG-Termine), aber hier der momentane Stand: Bei Strauch neue Kurbelwelle geholt. Er hat keine regenerierten mehr und sagte, die neuen (Modell wie bei z.B. AKF) täten bei ihm bestens. Dann letzte Woche zusammengebaut, Motor war dicht bis heute, und vorhin haben wir ihn reingehängt. Sprang wieder gut an, dieses Mal als gutes Zeichen nur mit deutlich gezogenem Startvergaser, nach ein paar Gasstößen aber wieder Rauch ohne Ende. Strauch hatte mir schon gesagt, dass ein verölter Auspuff, auch wenn man ihn geputzt hat, längere Zeit raucht. Also mal 10 min den Schulhof eingenebelt, dann wurde es besser. Vielleicht hatten wir ja vorher schon immer alles richtig gemacht und sind nur immer zu wenig gefahren? Ist auf einem Schulhof natürlich auch nicht so angenehm, wenn's derart qualmt. Perfekt ist es jetzt jedenfalls zwar immer noch nicht, aber auf die Straße kann man so, Kraft hat er auch. Vielleicht ist auch immer noch nicht alles Öl weg, oder die Einstellung passt noch nicht? Daher haben wir beschlossen, dass wir sie übernächste Woche zum Strauch bringen und ihn mal drüberschauen lassen. Ich berichte dann weiter.




    Viele Grüße,



    Sebastian

    Wow, das ging ja schnell!


    Zu den Fragen:
    - Friedrich-Eugens-Gymnasium, Schwalbe fand ich schon immer schön und Wissen sowie Ersatzteile sind gut verfügbar, die Community ist nett, wie man sieht.


    - Vorher lief sie 10 Jahre nicht und startete auch nicht. Ziel ist schon, dass sie wieder läuft, aber sooo wertvoll ist sie auch nicht, dass man nicht daran mal Erfahrungen sammeln kann. Äußerlich eine ziemliche Ratte.


    - Spezialwerkzeug kostet und Schulen sind arm ;)


    - Bei Strauch war ich auch schon, er hat bei unserer letzten Schwalbe die Wedis ohne Kurbelwelle neu gemacht ( da haben wir alles gemacht außer dem Motor). Leider hatte er damals wenig Zeit für ein Schulprojekt, aktuell habe ich nicht mehr gefragt. Er steht wohl auch kurz vor dem Ruhestand, das könnte natürlich dann ein Vorteil sein.


    - eine komplette Regeneration sollte das erstmal nicht werden, da es hieß, dass der Motor eine geringe Laufleistung habe, also nur Wedis und Lager (SKF). Vermessen haben wir nix, nur jetzt den KW-Durchmesser. Sollte denn aber ein Motor mit alten Lagern nicht auch wenigstens dicht sein? Lager macht man ja nur, damit dann lange Ruhe ist. Und ist es eher unwahrscheinlich, dass ein Motor mit der alten KW funzt?


    - Hitze und Anleitung waren am Start.


    - Besuch: sehr gerne!


    Viele Grüße,


    Sebastian

    Liebe Forengemeinde,


    wir sind eine Schwalben-AG an einer Schule und haben die Wellendichtringe eines M53 (KR51/1 K saharabraun von 1978) erneuert (Motor gespalten, Lager und Dichtungen neu). Offensichtlich zog aber der Motor immer noch Öl (linker Wedi oder Mitteldichtung?). Der Motor startete gut (allerdings schon ohne Startvergaser, was ja bereits ein Hinweis ist), lief stabil im Standgas und wir konnten auch eine Runde drehen (Schaltung war auch gut). Leider rauchte er aber beim Gasgeben wie blöde mit typischem Geruch und das Getriebeöl wurde auch weniger. Jetzt haben wir ihn nochmal gespalten und versucht, den Fehler zu finden. Der linke Wedi sah unbeschädigt aus und war fest am Platz, auch an der Mitteldichtung war nicht zu erkennen, dass dort das Öl angesaugt worden sein könnte. Die Kurbelwelle hat Laufspuren (Laufleistung des Motors ist unbekannt) und dort, wo die Wedis sitzen, ein Maß von 21,9 mm. Die Wedis haben innnen ja 22 mm. Könnte das sein, dass die deswegen nicht dichten, und eine neue Kurbelwelle das Problem löst? Und wenn das nicht der Grund sein kann, was sind sonst die "Klassiker" an Fehlern, die man machen kann und die nicht in den üblichen Tutorials stehen? Auf die Maße und Reihenfolgen (Anlaufscheiben etc.) haben wir (hoffentlich) gut geachtet, die Kurbelwelle hatte kein merkliches Spiel. Wedis außen trocken, innen geölt. Zusammensetzen ging ohne Verkanten und brauchte nur ganz leichtes Klopfen, außen dicht war er auch.


    Zum Motor: Er hat das Gehäuse der S50 (3 Gang, hinten eckige Mitteldichtung) aber die Aufhängungen vorn und hinten und die Gebläsekühlung der Schwalbe. Ist das normal so?

    Und zu uns: Wir haben natürlich keine Erfahrung mit Motorregenerationen, die Grundsätze des Schraubens sind uns aber bewusst. Wichtiger als das Ding zum Laufen zu bekommen ist es, Erfahrungen zu sammlen. Standardwerkzeug ist vorhanden, Simson-spezifisches Spezialwerkzeug nicht.


    Schonmal danke im Voraus für Eure Ideen und viele Grüße aus Stuttgart,


    Sebastian