Beiträge von Franken-Schwalbe

    Hallo,

    kurzes Update von mir: Die Schwalbe springt nun an:-)


    Eigentlich habe ich gar nicht so viel gemacht bzw. musste lernen, wie wichtig die richtige Einstellung ist.

    Ich hatte sowohl die Zündung noch einmal präzise eingestellt (Unterbrecher öffnete sich etwas zu früh) als auch die Leerlaufgemischschraube (auf weniger fett).


    Sämtlich Startversuche hatte ich dann zunächst mit Hilfe des Startvergasers ("Choke") vorgenommen - und es kam nicht eine einzige Zündung zu Stande.

    Als ich dann den Startvergaser-Hebel wieder geschlossen hatte und weiter kickte, sprang die Schwalbe dann an:)

    Ich bin erst einmal happy damit, einfach ein schönes Gefühl, wenn man eine Schwalbe nach 25 Jahren Standzeit wieder zum Leben erweckt. Ich weiß aber auch, dass eine optimal eingestellte Schwalbe auch bzw. gerade mit Startvergaser anspringen müsste.

    Da ich noch gar keine VersicherungsPlakette habe, weder Bleichkleid, Sitz noch Hinterradbremse dran hatte, mit dem "Spritzen-Hilfstank", konnte ich noch nicht auf die Straße, sondern bin nur ein paar kleine Runden in der Tiefgarage gefahren.

    Ich hatte aalso noch keine Chance, die Schwalbe warm zu fahren und den Vergaser ordentlich einzustellen.

    Das werde ich jetzt auch noch in den Frühling schieben und die Schwalbe nun über den Winter zunächst zerlegen, entrosten, lackieren, polieren, ölen, Lager, Buchsen, Bowdenzüge etc. tauschen,...


    Sollte ich dann weder mit Simson-Wiki, Suchfunktion, noch DEM BUCH (bringt mir sicher der Weihnachtsmann) weiter kommen, melde ich mich wieder.


    Also, nochmal Danke für Eure Unterstützung,


    Kai

    Nun habe ich mir gerade mit Schieblehre, vielen Blicken mit der Taschenlampe in den Kanal der Umluftschraube, Zählen von Gewinderingen etc. eigene Gedanken über die Grundeinstellung der Umlauftschraube gemacht (mit dem vorläufigen Ergebnis, dass ich es wohl mit "11 Umdrehungen von oben" versuchen werde), als mir dann folgende Frage hochkam:


    Wenn in sämtlichen Quellen zur Grundeinstellung gesprochen wird von "Umluftschraube (Umdrehungen offen) ca. 3", ist dann gemeint "Schraube ganz rein mit oder ohne Berücksichtigung der Feder"?
    Oder anders gesagt: Wenn ich die Feder bei "Schraube ganz rein" (und dann drei Umdrehungen zurück) drauf lasse, wird die Schraube ja gar nicht "ganz rein" geschraubt.


    War meine Frage so halbwegs verständlich?

    Hast du den neuen 16N3-11 zerlegt, gereinigt, durchgeblasen, eingestellt, insbesondere auch die Leerlaufgemischschraube unter der Plombe?



    Ja, zerlegt, gereinigt, durchgeblasen. Und eingestellt habe ich sowohl die Leerlaufgemisch- als auch die Umluftschraube indem ich sie jeweils komplett rein- und dann wieder um ca. 3 Umdrehungen rausgedreht habe...
    Wäre das nach Euren Erfahrungen ungefähr die richtige Grundeinstellung?

    Hallo zusammen,



    danke für Eure Rückmeldungen. DAS BUCH steht schon fest auf dem Wunschzettel für Weihnachten:-)



    Kurzer Zwischenbericht:



    Ich hatte den 16N1-5 Vergaser mit der Senfglasmethode eingestellt, wieder eingebaut - und er ist wieder übergelaufen. Meine Vermutung ist, dass entweder das Schwimmerventil "hakt" (obwohl ich es, genau wie fast alle Düsen, erneuert hatte) oder der Düsenstock doch nicht ganz in Ordnung ist (den hatte ich nicht ausgetauscht, sondern mit Ultraschall gereinigt).



    Da mir hier die Fehlersuche zu aufwändig erschien, habe ich mir einen neuen BVF 16N3-11 Vergaser besorgt.



    Allerdings springt die Schwalbe auch mit diesem nicht an. Sie macht bislang 0 Anstalten, anzuspringen. Nach ca. 30-40 mal kicken tropft dann ein wenig unverbranntes Benzin aus der Stelle zwischen Krümmer und Auspuff. Trotz Zündfunke kommt es also zu keiner Explosion des Luft-Benzin-Gemisches.



    Mir fällt im Moment nur noch ein:


    Geruchstest auf der Kupplungsseite, ob das Öl nach Benzin riecht, also ein Dichtring im Motor undicht ist (Frage: Oder spricht die Kompression von 9 bar gegen eine Undichtigkeit, oder hat das nichts damit zu tun?)


    oder
    ich habe die Zündung komplett falsch eingestellt.



    Das werde ich die Tage nochmal checken.
    Die Undichtigkeit am Auspuff schließe ich mal für das absoluten Nicht-Anspringen aus, seht Ihr das auch so?



    Vermutlich sollte ich, wenn ich nicht erfolgreich sein sollte, doch einen neuen Thread aufmachen "Schwalbe springt nicht an".



    Grüße
    Kai

    [FONT=&quot]Hallo,[/FONT]
    [FONT=&quot] [/FONT]
    [FONT=&quot]vielen Dank für Eure Rückmeldungen, bin begeistert.[/FONT]
    [FONT=&quot] [/FONT]
    [FONT=&quot]Nun habe ich den Schwimmer mit der Senfglasmethode eingestellt, die Schwalbe möchte aber einfach nicht anspringen.[/FONT]
    [FONT=&quot] [/FONT]
    [FONT=&quot]Kurz zum Status, vielleicht habt Ihr ja dann noch Ideen bzw. könnt auf meinen aktuellen Verdacht eingehen:[/FONT]
    [FONT=&quot] [/FONT]
    [FONT=&quot]-KR51/1S, BJ. 1973, stand 25 Jahre unbewegt rum und ich möchte Sie nun wiederbeleben[/FONT]
    [FONT=&quot]-Kolben war fest, wurde behutsam mit WD40 im Kerzenloch und immer wieder leichtem Druck auf den Kickstarter wieder gelöst[/FONT]
    [FONT=&quot]-Motor (bislang) nicht regeneriert, daher noch alte Wellendichtringe; Kompression aber 9 bar, allerdings kalt gemessen (und durch kaltes Öl ist zwar nach meinen Rechchere eher eine bessere Kompression als jene, welche durch warmes Öl entsteht, das dürfte dann aber eher später ein Problem für die Leistung sein, und nicht für das Anspringen, oder?)[/FONT]
    [FONT=&quot]-Dichtung des Startervergaserkolbens ist neu, Bowdenzüge von Startervergaser und Gasgriff wurden auf ganz geringes Spiel eingestellt.[/FONT]
    [FONT=&quot]-Vergaser komplett mit Ultraschall gereinigt, hat neue Düsen und Schwimmer wurde mit der Senfglasmethode eingestellt.[/FONT]
    [FONT=&quot]-Zündfunke ist blau und (nach meiner Einschätzung) kräftig, (habe aber noch keine Erfahrungswerte)[/FONT]
    [FONT=&quot]-Unterbrecherzündung wurde von mir sorgfältig eingestellt (unter Verwendung eines Messgerätes wurde OT und 1,5mm vor OT ermittelt)[/FONT]
    [FONT=&quot]-nach den erfolglosen Kickversuchen riecht die Zündkerze nach Benzin und ist nach meiner Einschätzung "ganz leicht mit Benzinnebel benetzt" (so wie es sein soll, oder?)[/FONT]
    -meine Startversuche mache ich mit eine Behelfstank (große Spritze aus der Apotheke per Benzinschlauch mit dem Vergaser verbunden); Gemisch (1:33) wird angesaugt.
    -beim Ankicken (Zündung an, dann mit gezogenem Startvergaser/ ohne Gas zu geben bzw. auch ohne gezogenem Startvergaser unter Betätigung des Gasgriffs) passiert gar nichts!
    -Anschieben konnte ich noch nicht probieren, da ich gerade keine Kette drauf habe (habe wohl beim Zerlegen das Kettenschloß verlegt, muss mir erst ein neues Auftreiben).




    Soweit zum Status.



    Derzeit beschäftigt mich der Gedanke, ob die 9 bar Kompression zum Anspringen reichen müssten. Irgendwann später habe ich auch vor, den Zylinder schleifen zu lassen und einen Übermaßkolben zu besorgen. Aber zunächst wollte ich auf der Ist-Basis das Vögelchen zum Fliegen bringen.
    Habt Ihr noch ein paar Tipps, die ich evtl. abarbeiten kann?



    Vielen Dank im Voraus.



    Silencedoogle: Wenn ich dann gar nicht weiter komme, vielleicht hast Du ja wirklich mal Lust, auf ein Stündchen zu mir in die Tiefgarage zu kommen…



    Kai



    P.S: Muss ich eigentlich nun ein neues Thema aufmachen, da sich ja der Schwerpunkt im Vergleich zu der ursprünglichen Überschrift verlagert hat?

    Hallo Peter,



    der Hinweis auf die Senfglasmethode war goldrichtig:



    Ich hatte den Schwimmer auf Dichtheit geprüft, das Schwimmerventil mit dem "Pusttest" gecheckt, den Schwimmer mit der Schieblehre auf 28mm und 32,5mm eingestellt, überprüft, ob die "Nase" am Schwimmer auch wirklich im rechten Winkel auf die Schwimmerventilspitze drückt, um dann siegesbewusst noch mal schnell den Senfglastest zu machen...




    Und - das Glas lief über!



    Entweder habe ich irgend etwas übersehen, oder ich lerne gerade, dass die Schieblehr-Einstellmethode tatsächlich meilenweit entfernt liegt von der richtigen Einstellung?



    Am Wochenende geht es weiter, musste eben abbrechen, um die Kinder in das Bett zu scheuchen.



    Servus,
    Kai

    Hallo,
    danke Euch für die schnellen Antworten. Ich werde jetzt zeitnah den Vergaser wieder einbauen, Schwimmer nochmal ordentlich einstellen (Düsen sind alle neu) und dann einfach mal beobachten, ob etwas tropft, fließt,..., oder einfach dicht ist.


    Werde dann berichten bzw. weitere Fragen hier reinstellen.


    Silencedoogle: Bin auch begeistert, einen Nürnberger hier zu treffen. Ich habe als Neuling oft technische Fragen, vielleicht können wir ja bei Gelegenheit einfach mal telefonieren.
    Ich schreibe Dich gleich nochmal privat an.


    Wünsche allen einen schönen Abend.

    Hallo zusammen,



    ich restauriere mir gerade eine Schwalbe KR51/1 S, welche einen BVF 16N1-5 Vergaser hat.
    Nun ist es so, dass bei gekipptem Vergaser aus einer Stelle bei der Schraube, welche neben dem Startermischrohr ist, Benzin fließt. Es ist tatsächlich ein Fließen in einem dünnen Strahl und nicht nur ein Tröpfeln.


    Zu dieser Schraube führt eine Kerbe/ ein Kanal, welchen ich von dem 16N1-5 Vergaser meiner KR51/1 K nicht kenne (andere Referenzvergaser habe ich nicht).



    Nun die Frage: Ist es "normal", dass aus dieser Stelle bei gekipptem Vergaser Benzin fließt? Oder eher nicht und es wird dann wohl auch im Fahrbetrieb dort immer wieder Benzin rauskleckern?
    Zusatzfrage: Wofür genau ist diese Kerbe/ der Kanal? Ist es gar ein Überlauf oder eine Entlüftung?



    Anbei noch ein Foto von dem "Kanal" sowie ein Foto von dem Benzinstrahl (das ist ein Screenshot aus einem Filmchen, daher leicht unscharf).





    Über eine Antwort würde ich mich freuen.



    Viele Grüße
    Kai