Beiträge von Simi1978

    Nachmal zur Schlüsselringmethode:

    Die Feder muß über den Bowdenzug so eingedreht werden, daß sie zuerst oben in den Vergaserverschluß (Gehäusekappe) eindreht. Dort kann sie sich nicht verhaken und dreht sich bis zum Schluß. Umgedreht wird sie im Nadelhalteblättchen hängen bleiben. Sorry hatte ich vergessen mitzuteilen.

    Die Methode funktioniert eigentlich ohne jegliches Hilfsmittel. Zum Schluß muß man sich allerdings etwas anstrengen.

    Ich gleiche grundsätzlich mit Lager-Dummies aus. Diese habe ich mir selbst hergestellt: alte Lager ein paar Sekunden über eine Schleifmaschine laufen lassen und sie passen außen. Innen habe ich Sie mit einem kleinen Schleifstein auf dem Akkuschrauber laufen lassen. So kann man den Motor "trocken" zusammenbauen und alles prüfen.

    Alte Lager hat ja jeder ausgebaut.

    Liebe Mopedfreunde,

    das Problem wurde gefühlt schon 1000mal angesprochen und es gibt wohl eben so viele Lösungen.

    Die m.E. einfachste Lösung ist die Schlüsselringmethode: Bowdenzug ohne Feder einhängen und danach die Feder wie einen Schlüsselring langsam eindrehen. Man muß nur aufpassen, daß die Feder auch bis zum Ende gedreht wird und zum Schluß richtig sitzt. Fertig.

    Gruß Simi

    Hallo,

    habt Ihr beachtet, daß der Automatikmotor (M53/11AR) ein kleineres Ritzel hatte? Er war mehr auf Kraft und nicht auf Geschwindigkeit ausgerichtet. Die Kraft braucht der Motor gerade beim Anfahren. Das Antriebsritzel hat nur 13 Zähne. Oft wurden die Ritzel zu Gunsten der Geschwindigkeit vergrößert - das ist bei dem Motor schädlich. Beim Öl empfehle ich das Hydrauliköl HLP46. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.

    Gruß Simi

    Also der Motor der KR51/1 (M53) hat in der Hohlschaltwelle in der der Kickstarter läuft keinen Dichtring wie beim 500er Motor und ölt dort eigentlich immer. Das läßt sich kaum vermeiden. Ich vermute, daß das die Ursache ist. Es gibt neuerdings Hohlschaltwellen mit zwei eingebauten Dichtringen im Handel. Die kann man selbst einbauen, muß aber das Öl ablassen und eine neue Dichtung im Gehäusedeckel einbauen.

    Also, wie bereits oben erwähnt - alles reinigen und dann die Quelle des Ölaustritts genau lokalisieren. Ist es die Kickstarterwelle - kein Problem, läßt sich lösen.

    Gruß Simi

    Hallo,

    die Tanks aus Edelstahl werden eigentlich in guter Qualität geliefert. Diese müssen aber unbedingt gummigelagert eingebaut werden. Dies bedeutet: geknickter Gummi oben unter dem Sitz in den Rahmen und unten jeweils zwei Gummischeiben mit Buchse. Ohne Gummilagerung reißen die Schweißnähte natürlich ab.

    Man sollte bei älteren Mopeds natürlich auch einmal nach der Kette und den Ritzeln schauen. War die Kette zu stark gespannt, könnte sie schon stark verschlissen sein und die Kettenspanner reichen nicht mehr zur Einstellung der Spur. Dies könnte hier der Fall sein.

    Also eine richtige Spureinstellung ist nur möglich, wenn die Lager der Hinterradschwinge in Ordnung sind und die Kette nicht zu stark verschlissen ist. Dann reichen auch die Kettenspanner wieder und die Spur läßt sich einstellen.

    Grundvoraussetzung für eine korrekte Spureinstellung sind funktionstüchtige Schwingenlager! Sind diese ausgeschlagen oder unsachgemäß eingebaut, ist eine Spureinstellung über die Kettenspanner nicht möglich. Ich würde zuerst das Hinterrad ausbauen und das Spiel an der Hinterradschwinge prüfen. Vielleicht auch einmal die Muttern an der Schwinge lösen und die Gummis der Lager optisch prüfen.

    Ich nehme statt einer geraden Stange einen "Schlüpfergummi". Der wird um die die beiden Räder gespannt. Wenn er überall, also an allen acht Außenseiten der Reifenflanken anliegt, dürfte auch die Spur stimmen.

    Viel Glück

    Hallo

    ich möchte nicht noch Verwirrung stiften. Aber könnte es nicht an Zündschloss liegen? Beim Neuaufbau zu lange Schrauben am Zündschloss verwendet, die eventuell einen Kurzschluss verursachen. Zündschloss abbauen und dann nochmals messen.

    Gruß Simi

    Hallo Forum


    ich habe den Motor meiner Kr51/1S (M53/11AR) mit Hilfe der Spezialisten aus dem Forum regeneriert. Schön langsam, Stück für Stück über den Winter. Für die vielen Tipps vielen Dank.

    Die Kupplung funktioniert hervorragend, ging noch nie so gut. Die Gänge lassen sich sehr leicht und fehlerfrei schalten. Der Motor läuft nach einem ersten Test sehr ruhig und ich bin happy. Jetzt muß ich noch die Zündung optimal einstellen und den Übergang vom Krümmer zum Auspuff dicht bekommen. Kein Hexenwerk mehr.


    Nun meine Frage: Ich habe eine Vape verbaut. In der Anleitung zum Einbau der Vape steht ein Zündzeitpunkt von 1,4 vor OT. Im Wiki wird ein Zündzeitpunkt von 1,5 vor OT beschrieben und in einigen Foren habe ich schon von 1,6 -1,8 vor OT gelesen. Dadurch bin ich verunsichert. Die vielen Eintragungen hier im Forum haben mir nicht tatsächlich weitergeholfen. Ich würde streng nach Anleitung der Vape auf 1,4 tendieren.


    Was sagen die Experten? Mich würden vor allem Erfahrungswerte von Duo- und Hallbautomatik-Schwalben-Fahrern interessieren.


    Gruß

    Simi1978

    Beim Messen hatte ich eine Klinge vom Cuttermesser genommen und über das Gehäuse gelegt. Die ist genau 0,5 mm. Das funktioniert, aber an verschiedenen Stellen hatte ich verschiedene Maße. das hat mich vwerunsichert. Durch Deine Skizze habe ich die Sache aber erst einmal richtig verstanden. Insoweit vielen Dank.


    Mit dem Quetschmaß dürfte es einfacher werden. Ich habe ein Spiel 0,3 mm angenommen. Habe aber verschiedene Scheiben bestellt. So kann ich es mit den unterschiedlichen Scheiben nochmal probieren, bevor ich den Motor fest mache. Wie dargestellt, wurde vom Hersteller aus überhaupt kein Ausgleich vorgenommen.

    Hallo Kai71,


    ja genau diese Meßmethode von Dir habe ich gesehen und probiert. Ist völlig ok, m.E. aber praktsich nicht so einfach. Es gibt zu viele Meßfehler im 1/10-Bereich. Ich habe nur eine Schiebelehre mit Tiefenmaß.


    Ich habe das 6000er Lager (Dummy) auf die Welle aufgesetzt und rechts im Gehäuse, dort wo das Lager hingehört, den Lötdraht als Ring eingelegt, sozusagen auf den Außenring des Lagers.


    Die Dummys habe ich vorher geprüft, Sie haben tatsächlich genau die gleiche Höhe, wie die neuen Lager, wurden also schon früher sehr genau gearbeitet.

    Es gibt nur zwei Varianten:


    alte Variante:

    3 Stahllamellen 2 mm

    4 Kupplungslamellen 3 mm

    Federteller 6 mm aufgeschlagene Nr. 3


    neue Variante:

    3 Stahllamellen 1,5 mm

    4 Kupplungslamellen 3 mm

    Federteller 7,5 mm - aufgeschlagene Nr. 5


    Problem: die neuen Federteller, die es überall gibt, sind nur 6 mm und meist noch krumm

    Bei einem verbastelten Motor, den ich mal geschossen hatte, war ein 6 mm Federteller und darunter noch eine weitere Stahllamelle 1,5 mm verbaut - hat auch 24 mm ergeben. Es konnte mir aber im Forum niemand sagen, ob das funktioniert.


    Ein Mix unterschiedlich starker Scheiben dürfte nicht funktionieren.

    Also noch einmal zum Problem:

    Obwohl der Motor nur ca. 6 Tkm gelaufen ist, waren die Wellendichtringe undicht. Deshalb mußte ich die Wellendichtringe wechseln, natürlich auch gleich die Lager. Nach dem Spalten des Motors hatte ich festgestellt, daß die Wellendichtringe zum Kurbelgehäuse hin an der Oberfläche "ausgeblichen" waren und man mit dem Fingernagel die Oberfläche zerdrücken konnte. Der rechte Simmerring stand ein paar mm in das Kurbelgehäuse, was ich allerdings auf den Spaltvorgang zurückgeführt habe.

    Der Motor war noch jungfräulich und noch nie geöffnet. Was war festzustellen: die Automatikupplung war nur unten am Lager ausgeglichen, nicht oben. Die Kupplungsscheiben waren schon sehr glasig. Die Kupplungswelle war, wie andere schon festgestellt haben, am kleinen Lager 6000 nicht ausgeglichen. Die meisten Simsonfreunde würden den Motor einfach wieder so zusammenbauen.


    Ich hatte nach der m.E. aufwendigen Meßmethode die Kurbelwelle links mit einer 0,5 mm Ausgleichsscheibe gut zentriert und dann den Motor zusammengebaut. Dann mußte ich feststellen, daß der rechte Simmering bei der Montage des rechten Lagers ein paar mm in das Kurbelgehäuse gedrückt wurde. Offensichtlich bestand das Problem schon im Original.


    Nun habe ich den Motor nochmals geöffnet und mir aus den alten Lagern, wie oben beschrieben, ein paar Dummys gebaut.


    Links habe ich jetzt eine 0,8 mm Ausgleichsscheibe eingelegt und den Wellendichtring ein klein wenig abgeschliffen ohne die Dichtlippen zu beschädigen. Jetzt ist alles bündig. Allerdings ist jetzt der Abstand der Kurbelwelle links etwas größer als rechts. Das dürfte aber m.E. kein Problem sein.

    Die Mitteldichtung ist 0,5 mm und wurde beim Test mit eingebaut.


    Ausgleich der Kupplungswelle im Automaten:

    Auch hier gibt es eine Meßmethode, die m.E. auch sehr kompliziert ist und im 1/10tel sehr ungenau wird. Da die Welle bereits links vom ersten Zusammenbau montiert war, habe ich das Dummy des 6000er Lagers auf die Kupplungswelle aufgesetzt und im Gehäuse einen 1 mm Draht aus Lötzinn platziert. Danach das Gehäuse zusammengebaut und mit leichten Schonhammerschlägen versehen. Nach dem Öffnen war der Lötdraht auf 0,9 mm (Quetschmaß) gestaucht. Die Ausgleichsscheibe 19 x 26 müßte unter Berücksichtigung des Spiels jetzt 0,6 mm betragen. Scheibe habe ich bestellt.


    Was sagt Ihr dazu?

    Ich habe jetzt folgende Lösung angedacht: Ich habe mir die alten Lager genommen und außen und innen mit Dremel und Schleifbock so abgeschliffen, daß sie bequem über die Wellen und in das Gehäuse passen. Jetzt werde ich den Motor "kalt" zusammenbauen und kann genau prüfen, wo das Problem liegt. So kann ich bequem den Ausgleich berechnen und dann heiß zusammenbauen.

    Ich hoffe, daß es so klappt und werde berichten.

    Hallo Freunde,


    ich regeneriere einen M53/2 der Halbautomatik-Schwalbe. Ich habe die Kurbelwelle exakt ausgeglichen und sie ist nach dem Zusammenbau gut zentriert. Jetzt habe ich festgestellt, daß der Wellendichtring auf der rechten Seite (Zündungsseite) nach dem Einbau des rechten Lagers ein paar Milimeter in das Kurbelgehäuse gedrückt wurde, also nicht mehr bündig sitzt. Es besteht aber noch ein Abstand zwischen der Kurbelwelle und dem Wellendichtring.

    Das gefällt mir so nicht und ist sicher auch nicht korrekt.

    Ich habe noch einmal "trocken" gemessen. Wenn das Lager korrekt auf der KW sitzt, schiebt es automatisch den Wellendichtring ca. 2 mm in das Kurbelgehäuse.

    Was habe ich falsch gemacht? Was muß ich ändern? Kann man den Wellendichtring eventuell um 2 mm abschleifen?


    Gruß Simi1978