Zündblitzpistole

Version vom 1. Mai 2021, 19:26 Uhr von Zschopower (Diskussion | Beiträge)
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Eine Zündblitzpistole dient zur Überprüfung des Zündzeitpunktes. Sie braucht eine Spannungsversorgung vom 12Volt, die von einer internen oder externen Batterie geliefert werden können. Mit einer roten Krokodilklemme wird der Anschluss an den Plus-Pol der Batterie hergestellt, mit einer schwarzen an den Minus-Pol.

Eine weitere Klemme kommt um das Hochspannungskabel zum Kerzenstecker. Auf dieser Klemme ist die Richtung zum Kerzenstecker markiert und sollte beachtet werden. Damit wird der Hochspannungsimpuls im Zündzeitpunkt abgenommen, um den "Blitz" auszulösen. Die Blitzpistole wird auf das sich drehende Polrad gerichtet und der Blitz beleuchtet dann hoffentlich den Markierungsstrich. Die Zündung ist dann richtig eingestellt, wenn die Markierungen am Motorgehäuse und auf dem Polrad dabei gegenüber stehen. (Stroboskop-Effekt)

Wenn der Motor gut läuft, können Abweichungen im unteren Millimeter-Bereich toleriert werden.

Für eine grobe Prüfung reichen die paar Zündungen beim Kicken aus, um zu erkennen, ob der ZZP sehr arg daneben liegt. Eine sehr große Abweichung deutet darauf hin, dass das Polrad nicht richtig auf der Kurbelwelle montiert wurde oder es sich bereits verdreht hat. Die Scheibenfeder könnte bei der Montage hinten rausgeschoben oder hinterher abgeschert worden sein. (Zum Test siehe die Schraubär-Tips)

Ein springender ZZP deutet bei Unterbrecherzündungen darauf hin, dass die Lagerung vom Unterbrecherhammer ausgeschlagen ist. (ab in die Tonne)

Man muss eine Zündblitzpistole nicht unbedingt selber besitzen, sondern kann in so gut wie jeder KFZ-Schrauberbude oder beim schraubenden Nachbarn danach fragen.