Hallo Leute,

da ich immer gerne Fahrtenberichte lese möchte ich auch gerne mal etwas beisteuern.
Nach 2 Jähriger Stillstandszeit habe ich letzte Woche meine Schwalbe aus dem Schlaf geweckt.
Und siehe da, nach ein paar Tritten erwachte sie knatternt zum leben,
robuste Ostblock Technik halt.

Da ich schon immer mal vorhatte mit der Schwalbe zu verreisen, habe ich dieses Wochenende genutzt um eine Probetour zu machen.
Das Ziel war schnell klar,meine Freunde wollten zu "Dümmer brennt",
mit 60 km Entfernung ein perfektes Ziel für einen ersten Campingausflug.
Geführt wurde ich auf dieser Strecke von Google Maps in der Einstellung Fahrrad,
Dieser nutzt dann aber Strecken die wir Kraftradfahrer gar nicht befahren dürfen und wollen.

Trotzdem hat die Fahrt richtig gut geklappt, in etwas mehr als einer Stunde hatte ich das Ziel ohne große Probleme erreicht und dabei eine richtig schöne Strecke über Land und kleine Dörfer bekommen. Die größeren Städte hat Google Maps gemieden.

Dort angekommen durfte ich 20€ für einen verwahrlosten Campingplatz bezahlen.
Das gute daran war ich durfte meine Zelt beliebig aufstellen, so das ich mir eine schöne Ecke ausgesucht habe, wo das Zelt durch 2 Hecken vom Wind geschützt wurde.


Nach einem leckerem Essen als Einweihung für meinen Gaskocher, ging es dann auf zu "Dümmer brennt".
Eine echt sehenswerte Veranstaltung mit einem Traktortreff und diversen anderen Veranstaltungen sowie mehreren Bühnen.
Abends um 22 Uhr gab es dann das namensgebende Spektakel, ein großes Feuerwerk mit einigen beeindruckenden Effekten die ich noch nie gesehen habe.
Auf dem Wasser wurde das Feuerwerk von Flössen abgefeuert und konnte so konnten die Raketen in relativ niedriger höhe zur Explosion gebracht werden was die Effekte noch eindrucksvoller machte.
Anschließend gab es eine gelungenen Feier auf dem Festzelt.
Nach einer recht kurzen Nacht, ging es Sonntag dann wieder nach hause.
Außer einmal Krümmer nachziehen hat die Schwalbe, auch nach Jahren der Standzeit, die Tour mit bravour gemeistert.

Zur Ausrüstung:
In der Vorbereitung habe ich mir schon ein Zelt (High Peak, Minipack) und ein Schlafsack (High Peak, Easy Travel) mit kleinem Packmaß besorgt.
Hier hat sich, mal wieder, mein Geiz als Nachteil erwiesen.
Ein leichter Schauer am Abend ist direkt durch die, nicht abgeklebten, Nähte des Zeltes gegangen.
Beim Schlafsack hatte ich bei 11° in der Nacht nach gefroren, obwohl dieser mit 8° in der Komfortzone und -8° im Extrembereich abgegeben ist. Ich hoffe das niemand den Extrembereich austestet, dass könnte eine böse Überraschung geben.

Als Packtaschen habe ich mir die NVA Seitentaschen besorgt die aber mit ihrem doch sehr geringen Volumen für eine längere Tour zu klein wären.

Als Kocher habe ich mir den Grenhaven Campinggaskocher geholt der für 7€ echt gute Dienste geleistet hat. Dabei habe ich festgestellt das man die Gaskartuschen günstiger im Supermarkt als bei Amazon bekommt.