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Thema: Bitte um etwas Hilfe bei der Vergasereinstellung und Zündkerzenbild


  1. #1
    Schwarzfahrer
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    Standard Bitte um etwas Hilfe bei der Vergasereinstellung und Zündkerzenbild

    Hallo alle zusammen,

    ich entschuldige mich schonmal im voraus, dass ich hier schon wieder eine Zündkerzen/Vergaser einstellungsfrage stelle. Ich habe jetzt mich quer durchgelsen und habe daheim sogar das Buch von Erhard Werner, aber je mehr ich lese desto verwirrter war ich irgendwie.

    Also zunächst mal zu meinen Daten:
    -Simson S51
    -Vergaser BVF 16N1-11

    Nun zu meiner Frage zunächst gehe ich richtig in der Annahme, dass die Isolatorspitze in meinem Bild, dass runde teil in der Mitte ist, welches die elektrode umschließt? Wenn ja gehe ich mal auch davon aus, dass mein Gemisch zu mager ist? Die Spitze sieht recht hell aus. Das Foto habe ich nach ca 5-7 km Landstraße und Vollgas gemacht:

    IMG_20130618_211924.jpg

    Dann wollte ich noch mal etwas expliziter nach dem Vorgehen fragen. Auf sämtlichen Seiten, sowie in meinem Buch steht drinnen, man soll erst warm fahren. Das mache ich immer indem ich erst 1-2 km gemütlich und dann nochmal so 3km auf einer freien Straße rumheize. Ist das schon zu warm, oder ist mit warm eben volle Betriebstemperatur gemeint?

    Als nächstes Frage bin ich mir etwas unsicher wegen der Vergasereinstellung an sich. Es steht überall, dass man die Gasschieber Anschlagschraube erst soweit reindrehen soll, bis er sicher läuft. Dannach soll man dann die Leerlaufluft-Regulierschraube bis anschlag reindrehen und dann vorsichtig wieder öffnen bis man die höchste Drehzahl erreicht.

    Was ich nun nicht checke ist, wo sollte die Leerlaufluft regulierschraube denn vorher sein? Ganz drinnen, ganz Draußen oder irgendwo dazwischen? Weil die Sache ist die, dass ich ja die Drehzahl bereits mit der Gasschieber Schraube beeinflusse. Je weiter ich rein drehe desto höher dreht er, je weiter raus desto weniger.
    Aber wenn ich jetzt von haus aus die Leerlaufschraube vor dem ersten schritt bereits weit draußen habe, saugt er ja bereits mehr Luft, wodurch die Drehzahl von Haus aus recht hoch ist. Ist die LL schrraube am anfang zu weit drinnen laufe ich Gefahr, dass ich vielleicht die Gasschieber schraube zu weit herein drehen muss damit das Teil anbleibt. Aber so gesehen gibt es raltiv zur Leerlauf schraube irgendwie aus meiner Sicht so viele mögliche Kombinationen bei denen nach meinem laien Gehör und Gefühl die Maschine gut läuft. Ich kann nur leider überhaupt nicht einschätzen wie ich das Gemisch sinnvoller anreichern soll, damit meine Zündkerze "Rehbrauner" wird und nicht so hell ist.

    Im Moment läuft sie nämlich nach dem Warmfahren im Standgas richtig schön rund und auch beim Fahren gibt es keine Zündaussetzer oder ähnliches.

    Derzeit sind meine Einstellungen aber so, dass die Leerlauf Luft Regulier schraube fast komplett zu ist, nur um vll 2-3 Grad aufgedreht. Die Schieberanschlagschraube ist wiederum ca 2,5 Umdrehungen rausgedreht.

    Wenn ihr mir vielleicht einen Tipp geben könntet auf welche einstellung ich die Leerlauf Schraube stellen sollte bevor ich quasi mit der standard prozedur anfange wäre ich euch sehr dankbar.

    Grüße Schnuufe

  2. #2
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard

    Hallo,

    mach Dich mal ganz locker.

    1.) Solange der Isolatorkörper (also das Keramikteil um die Mittelelektrode herum) bei einer frisch eingebauten Zündkerze noch sehr weiß aussieht, bauchst Du das Zündkerzenbild gar nicht beurteilen, scheint bei Dir der Fall zu sein. So erst nach 100 km macht es Sinn, sich das mal nach längerer Fahrt anzuschauen. Allgemein wird das aber überbewertet. Wichtiger und aussagekräftiger sind im Einzelnen: kultivierter Motorlauf, gute Gasannahme im Standgas, einwandfreie Motorleistung, Verbrauch und kein übermäßiges Ölgesiff aus dem Auspuffende. Wenn das alles stimmt, wobei der Verbrauch ganz entscheidend ist, kannst Du ruhig schlafen gehen mit dem Werner unter´m Kopfkissen.

    2.) Wenn alles gut läuft, warum spielst Du an dem Vergaser rum? Wenn sich das Standgas an der Standgassschraube sehr niedrig einstellen lässt und dabei sicher läuft, ist alles bestens. Wenn die Leerlaufgemsichschraube fast auf Anschlag drinnen ist (sehr ungewöhnlich, normalerweise wär das viel zu fett), mach Dir trotzdem nichts draus, wenn das Gas im Standgas gut angenommen wird. Ist die Gasannahme träge, dreh sie etwas weiter raus, und teste, ob sich die Drehzahl erhöht. Wenn man das Spiel übertreibt, ist´s irgendwann aber zu viel, das Standgas ist zwar schnell, aber hat keine Kraft mehr. Es neigt dann stark dazu, eine Weile vor sich hin zu blubbern, wird dann aber immer langsamer und geht plötzlich aus. Das ist zu mager.
    Der 16 N1-11 neigt aber, anders als die neueren Sparvergaser, von Hause aus zur Überfettung im Übergangsbereich. Also den kann man schnell mit ein paar kurzen, aufeinanderfolgenden Gasstößen im Standgas in die Überfettung bringen. Läuft er ein paar Takte, ist alles wieder gut. Besser als einigermaßen akzeptabel kriegt man den Übergang vom Standgas zur Teillast bei den alten Vergasern oft nicht hin, ohne dass da etwas kaputt wäre.

    3.) Hämmer Dir in den Schädel: Never touch a running System! Was lässt Dich davon ausgehen, dass der Voreigentümer oder die letzte Werkstatt zu blöd gewesen sind, die Karre richtig einzustellen? Gehe doch einfach mal davon aus, dass man nur schrauben sollte, wenn es einen Grund dafür gibt. Sonst schafft man sich schnell Probleme, die man nie gehabt hätte. Und vor allem: niemals zwei Sachen auf einmal verändern! Sonst findet man die Ursache für ein plötzlich nach dem Schrauben auftauchendes Problem umso schwerer.

    MfG Matthias
    Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden. Aber sie schießen damit.

  3. #3
    Schwarzfahrer
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    Standard

    Zitat Zitat von Matthias1 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    mach Dich mal ganz locker.

    1.) Solange der Isolatorkörper (also das Keramikteil um die Mittelelektrode herum) bei einer frisch eingebauten Zündkerze noch sehr weiß aussieht, bauchst Du das Zündkerzenbild gar nicht beurteilen, scheint bei Dir der Fall zu sein. So erst nach 100 km macht es Sinn, sich das mal nach längerer Fahrt anzuschauen. Allgemein wird das aber überbewertet. Wichtiger und aussagekräftiger sind im Einzelnen: kultivierter Motorlauf, gute Gasannahme im Standgas, einwandfreie Motorleistung, Verbrauch und kein übermäßiges Ölgesiff aus dem Auspuffende. Wenn das alles stimmt, wobei der Verbrauch ganz entscheidend ist, kannst Du ruhig schlafen gehen mit dem Werner unter´m Kopfkissen.

    2.) Wenn alles gut läuft, warum spielst Du an dem Vergaser rum? Wenn sich das Standgas an der Standgassschraube sehr niedrig einstellen lässt und dabei sicher läuft, ist alles bestens. Wenn die Leerlaufgemsichschraube fast auf Anschlag drinnen ist (sehr ungewöhnlich, normalerweise wär das viel zu fett), mach Dir trotzdem nichts draus, wenn das Gas im Standgas gut angenommen wird. Ist die Gasannahme träge, dreh sie etwas weiter raus, und teste, ob sich die Drehzahl erhöht. Wenn man das Spiel übertreibt, ist´s irgendwann aber zu viel, das Standgas ist zwar schnell, aber hat keine Kraft mehr. Es neigt dann stark dazu, eine Weile vor sich hin zu blubbern, wird dann aber immer langsamer und geht plötzlich aus. Das ist zu mager.
    Der 16 N1-11 neigt aber, anders als die neueren Sparvergaser, von Hause aus zur Überfettung im Übergangsbereich. Also den kann man schnell mit ein paar kurzen, aufeinanderfolgenden Gasstößen im Standgas in die Überfettung bringen. Läuft er ein paar Takte, ist alles wieder gut. Besser als einigermaßen akzeptabel kriegt man den Übergang vom Standgas zur Teillast bei den alten Vergasern oft nicht hin, ohne dass da etwas kaputt wäre.

    3.) Hämmer Dir in den Schädel: Never touch a running System! Was lässt Dich davon ausgehen, dass der Voreigentümer oder die letzte Werkstatt zu blöd gewesen sind, die Karre richtig einzustellen? Gehe doch einfach mal davon aus, dass man nur schrauben sollte, wenn es einen Grund dafür gibt. Sonst schafft man sich schnell Probleme, die man nie gehabt hätte. Und vor allem: niemals zwei Sachen auf einmal verändern! Sonst findet man die Ursache für ein plötzlich nach dem Schrauben auftauchendes Problem umso schwerer.

    MfG Matthias

    Hallo vielen Dank für die Antwort,

    ja ich neige sehr dazu mir zu viel Sorgen zu machen. Und irgendwie je mehr man sich informiert desto mehr horrorstories findet man was alles kaputt gehen kann. Ich glaub da bin ich wohl etwas paranoid geworden. Will ja nur das es dem guten Stück lange gut geht =D.

    Aber ok ich habe jetzt erstmal wieder alles auf die alte Einstellung, da ist die leerlaufschraube zwar auch fast komplett zu. Aber ich mein vom Fahrverhalten her ist es gut. Also werde ichs erstmal so lassen.

    Vielen Dank für die Hilfe

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