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Thema: Schwalbe Lackschäden ausbessern und polieren


  1. #1
    Glühbirnenwechsler Avatar von Schwälbsche86
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    98

    Standard Schwalbe Lackschäden ausbessern und polieren

    Hallo miteinander!
    Ich weiß zu dem Thema gibt es schon so einige Beiträge und ich habe auch schon Stunden damit verbracht wohl die meisten davon zu wälzen. Allerdings sind bei mir als absoluten "Lack-Neuling" hinsichtlich einiger Details Fragen offen geblieben:

    Ausgangssituation:
    Schwalbe KR 51/2 L in billiardgrün mit Lackschäden von Kratzern bis 2€-Stück großen "Abschürfungen" bis aufs Blech und blauen Farbspritzern

    Ziel:
    Lackschäden ausbessern, blaue Farbe weg bekommen, polieren bis zur Erblindung


    Soweit so gut.
    Als erstes habe ich mir bei Doccolor Rostschutzgrundierungsspray und Billiardgrün als Lackstift und Spraydose besorgt und mich dann, glaube ich, ausreichend in die Lackier-/Sprühtechnick eingelesen.

    1.) Vorgehen für die größeren Flächen:
    Ab- bzw. Anschleifen -> Entfetten -> Grundieren -> Nassschleifen -> Lacken -> polieren
    Richtig?
    Wenn ich Dellen o.ä. ausbessern will, an welchem Punkt in der Abfolge mache ich das mit Spachtelmasse? vor der Grundierung oder danach?

    2.) Wie genau mache ich das aber mit den Kratzern?
    - Soll/muss ich da auch extra abschleifen? Da dachte ich mir ist der Lackstift besser um Originallackresourcen zu schonen und danach zu polieren?
    - Oder sollte ich die Stellen nur anschleifen um evtl Unebenheiten zu entfernen, Lackstiften und dann polieren?
    - Muss ich bei einem Kratzer noch irgendwie Grundierung aufbringen? Oder nur wenn der bis aufs Blech runter geht?

    3.) Was machen mit den blauen Flächen?
    Der Vorbesitzer von dem ich die Schwalbe aus der Scheune gerettet habe, scheint es geschafft zu haben blaue Farbe über die Innenseite des Knieblechs zu verschütten (keine Ahnung welcher Beschaffenheit/Art!).
    Wie zum Teufel bekomm ich das am besten/schonensten weg? Muss ich da bis aufs Blech runter oder mit 1200er-2000er Nasschleifpapier vorsichtig entfernen und dann polieren oder geht das auch nur mit polieren (Schleifpolitur?)

    4.) Wie genau poliere ich richtig mit Bohrmaschine? Sowohl den alten Lack als auch die ausgebesserten Stellen?
    Hab mich versucht etwas einzulesen und mir auch eine Menge Videoanleitungen angetan, aber befriedigend fand ich das bisher nicht so richtig

    Mein bisheriges Verständnis der Sache:
    - Für "oberflächliche Kratzer": mit Nasschleifpapier von 1200er bis 2000er rantasten bis glatt und dann wie folgt weiter...

    - nach dem Lackieren:
    -> mit Lammfellteller mit grober Schleifpaste/-politur so lange bis...?? Ja bis wann?
    Woher weiß ich wann es damit reicht? Wenn ich wieder auf dem Blech bin?
    -> anschließend mit Schwammteller und Feinschleifpaste/-politur bis alles perfekto
    aussieht
    -> zum Schluss alles mit weichem Lappen/Tuch abreiben zum Pastereste entfernen

    Kann mann das so stehen lassen oder sind mehr Zwischenschritte erforderlich um ein "saugutes" Lackbild zu erhalten? Und was für Politurunterschiede gibt es auf die ich achten muss (hab sowas noch nie gemacht bzw. das Zubehör in der Hand gehabt...bis auf die Bohrmaschine )

    Und abschließend:
    Macht es Sinn nach dem Lackieren und polieren noch Klarlack aufzutragen aus zusätzlichen optischen und Schutzgründen? Und wenn ja welche Art Klarlack bzw. auf was sollte man da beim Kauf achten?


    Gruß Andy

    P.s.:
    Seid nachsichtig mit mir, wenn es irgendwo in den Tiefen des Forums genau dazu ein Beschreibung gibt, die alle meine Fragen beantwortet hätte! Ich hab wirklich lange gesucht

  2. #2
    Flugschüler Avatar von Marabu
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    schau mal hier: KLICK ,

    die haben da viele gute Infos zusammengestellt.
    KR 51/2E

  3. #3
    Glühbirnenwechsler Avatar von Schwälbsche86
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    Danke! Echt gute Seite!

  4. #4
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    hui, viel auf einmal. grundsätzlich solltest du dir überlegen was für ein ergebnis du erzielen möchtest. solls hinterher ein perfektes lackbild ergeben, lass die finger davon. das wird nämlich nichts. dafür empfehle ich den gang zum nächsten smart repair menschen, der kann deinen farbton so wie er jetzt ist, nämlich mit 30 jahren verwitterung, einscannen und nachmischen. wenn derjenige sein handwerk versteht findest selbst du hinterher die stellen nicht mehr!
    wenn du selbst und mit gekauftem lackstift zu werke gehst wird der farbton mit sehr großer wahrscheinlichkeit nicht genau passen. ausserdem vergiss nicht, dass ein kratzer auch in die tiefe geht. selbst wenn er hinterher wieder die selbe farbe hat, fehlt sozusagen material. wenn du nun aber bei jedem kratzer alles wegschleifst, füllerst und überlackierst hast du hinterher ne gescheckte kuh, und komplette neulackierung ist weniger arbeit. meine empfehlung: alter originallack darf patina haben. narben geben charakter ;-) ausserdem sieht schön polierter alter lack auch mit macken noch schön und gepflegt aus (finde ich).

    für die blauen flächen würde ich als erstes versuchen, diese mit verdünnung abzuwischen. meines wissens nach ist die originale lackierung aus dem werk ein alkydharz einbrennlack, der gegen "abwaschen" mit lösungsmitteln resistent sein sollte. billige 1k farbe kann man damit aber wieder abwaschen. informiere dich zu diesem thema vorher aber noch mal eingehend, da ich mir nicht sicher bin. ansonsten würde ich das bis auf die originalfarbe runterschleifen. feines (400 aufwärts) papier nehmen und nass schleifen.

    zu verschiedenen polituren kann ich nichts sagen. aber machs nicht mit der bohrmaschine. selbst wenn die drehzahl passt, ist hinterher dein handgelenk und die lagerung der bohrmaschine im arsch. letztere ist nämlich für axialkraft ausgelegt und nicht für radialkraft.
    ..shift happens

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