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Thema: Kette "knackt" / Frage zu der Wartung


  1. #1
    Schwarzfahrer
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    Standard Kette "knackt" / Frage zu der Wartung

    Hallo Forum!

    Ich habe ein Problem mit meiner Kette: ich hab sie nachgespannt und dachte dass es soweit ganz gut ist. Also dass sie Spiel hat aber nicht "durchrutscht" wenn ich beschleunige.

    Bei meiner Ausfahrt heute jedoch wollte ich an nem steileren Berg beschleunigen und dann hat meine Kette geknackt bzw. ist durchgerutscht (weiß nicht wie ichs anders ausdrücken oder beschreiben soll). Was kann ich dagegen machen? Kette mehr spannen/weniger spannen? Kette und Ritzel austauschen?

    Andere Frage (evtl outet mich diese als Newcomer aufm Schwalbegebiet ): Also, ich würde gerne meine Schwalbe schön ölen dass sie gut und geschmeidig läuft. Hab jetzt mal die Kette gut geölt (hab das mit Motorenöl gemacht da kein anderes da war - hoffentlich kein Kapitalverbrechen), den Tank gereinigt (wie es hier immer gesagt wird), den Auspuff überprüft und das Ding geputzt.
    Würde jetzt gerne aber noch die "Räder" schmieren (weiß grad ned wie das heißt...). Welches Öl ist dafür gut (hab Feinmechaniköl) und wo muss das rein? Wie schmiert man am besten die Bautenzüge? Und wie kann ich die Vorderbremse in der Wirkung verbessern (sie bremst unregelmäßig und mir eindeutig zu schwach).

    Danke für eure Hilfe, bin noch neu in diesem Gebiet und will mein Wissen vergrößern!

    MfG

  2. #2
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    Standard

    Radlager auf keinen Fall ölen. Die Soße läuft dir sonst auf die Bremsbacken und du fährst wie Schumacher in die Reifenstapel. Für die Radlager nimmt man besser Heißlagerfett, das nicht gleich wegfließt, wenn es mal ein bisschen wärmer wird, z.B. durch die Reibung beim Bremsen.

    Für die Kette und die Bowdenzüge kannst du Öl nehmen, aber günstiger wäre sog. Kettenfließfett, weil das haftet und trotzdem kriechfähig ist.

    Züge schmieren: Ausbauen, Seil mit Öl beträufeln und dann das Seil in der Hülle immer hin und her bewegen, bis unten das Öl durch die Schwerkraft wieder rausfließt. Abtropfen lassen (damit nichts in die Bremstrommel laufen kann) und wieder einbauen.

    Handbremse kannst du auf außenliegenden Bremshebel am Vorderrad umbauen. Anleitung dafür findest du über die Suchfunktion oder guckst du hier!

  3. #3
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    ... aber vor dem Umbau lern erstmal, wie man die serienmäßige Bremse zusammenbaut und einstellt.

    Ausreichend bremsen tut die nämlich auch - klar, "gute Bremsen" heißt heute etwas anderes, aber so schlecht wie die Dinger oft sind, wenn man sie kriegt, sind sie in sauber gewartetem Zustand längst nicht.

  4. #4
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    Für die Radlager geht z.B. das Fett hier. *Klick !*

  5. #5
    Schwarzfahrer
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    Also wegen der Bremse: ich will sie nicht umbauen (zumindest nicht momentan), sondern nur einstellen bzw. nachstellen so dass sie halt wieder ihre maximale Leistung hat. Und das wollte ich eben wissen.

  6. #6
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Ja , dann schleife mit Schleifpapier die Trommel aus , und schleife auch die Belege an.
    mfg
    Immer schön den Auspuff freihalten

  7. #7
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Zitat Zitat von qwertzy
    Also wegen der Bremse: ich will sie nicht umbauen (zumindest nicht momentan), sondern nur einstellen bzw. nachstellen so dass sie halt wieder ihre maximale Leistung hat. Und das wollte ich eben wissen.
    Als erstes mal das Grundsätzliche:

    * Sind da jahrzehntealte Asbest-Beläge drin?
    * Ist der Seilzug in Ordnung, oder ist die Hülle wo geknickt oder gebrochen?

    Falls ja, dann raus den Käse und neue her. Dann der richtige Zusammenbau:

    * Trommel schön blitzeblank machen (Bremsenreiniger!) und auf Rundlauf, Riefen, Roststellen und sonstige Eier-Quellen achten. Bei Bedarf schleifen, schmirgeln, drehen usw.

    * Beläge montieren, mit so gewählten Zwischenlagen an der Nockenseite, dass sich möglichst das Soll-Einbaumaß ergibt, aber nicht mehr (124,6 mm zwischen den Backenmitten, die Verschleißgrenze ist 123,6 mm). Die Trommel soll 125,0 haben. Je nach Verschleißgrad der Trommel muss man da flexibel sein, was passt, gilt. Zum Ausprobieren einfach die zusammengebaute Bremsankerplatte ins ausgebaute Rad stecken - es muss reinpassen und von Hand klemmfrei zu drehen sein.

    Zwischenlagen gibt's in 1.0, 1.5, 2.0 mm, je vier von jeder Sorte sollte man pro Fahrzeug haben.

    * Die Laufflächen an Nocken und Backen (bzw. Zwischenlagen) fetten UND ALLES ANDERE NICHT.

    * Zug einhängen, zusammenbauen. Freien Radlauf nochmal prüfen.
    * Mit der Verstellschraube am Bowdenzug das Seilzugspiel minimieren, aber NICHT das Seil unter Vorspannung setzen. Beste Bremskraft ergibt sich nur, wenn der Nocken wirklich aus der Ruhestellung kommt, nicht schon vorher durch ein gespanntes Seil verdreht war.

    Am Hinterrad gibt's dabei noch den Extraspaß "Bremslichtkontakt einstellen" :)

    Nachstellen tut man die Bremse dann durch dickere Zwischenlagen, so lange bis man die dicksten drinhat und der Hebelweg immer noch zu groß ist. Dann gibt's neue.

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