Beiträge von Dummschwätzer

    Wenn du die Ursache gefunden hast, dann kann das ein guter Schlosser sicher irgendwie wieder richten, z.B. an bestimmten Stellen mit einem Brenner warm machen und dann vorsichtig zurück biegen/drücken. Dazu möglichst einen langen Hebel/Rohr, und nicht den großen sledge-hammer verwenden und sich natürlich vorher entsprechend Gedanken machen, wo man genau hin will und wo man den Hebel ansetzen kann.

    Natürlich muss deshalb vorher auch alles ganz genau gemessen und mehrmals mit den intakten Rahmen verglichen werden, damit man weiß, worauf man hinarbeiten muss.

    Möglicherweise ist da die vordere Motoraufhängung von irgend jemand gewechselt, und dabei falsch oder verdreht eingeschweißt worden.

    Kann aber auch schlimmer sein, dass da die hintere Motoraufhängung im Ganzen verzogen ist (nach vorn verbogen). :/


    Bitte mach mal mehr Fotos aus einer weiteren Entfernung!

    Am besten mal einen Gesamtüberblick über den Motor und Rahmenaufhängung von der Seite.

    So wie das da aussieht, muss nicht die ganze Ständeraufnahme komplett erneuert werden.

    Da reicht es meiner Meinung nach, auf beiden Seiten einen Blechstreifen anzuschweißen oder vielleicht sogar auch nur, etwas Material aufzutragen.


    Als Provisorium kannste auch oben in den Ständer beidseitig ein Loch rein bohren und eine Schraube reinkloppen.


    Die Löcher im Bremshebel auch gleich mit zuschweißen bzw. den Steg im oberen Loch wieder etwas verstärken.


    Die Federbeine in der Doppelaufnahme sitzen im richtigen Loch der Schwinge.

    Da liegt neben der (möglicherweise) falschen Dichtung noch was anderes vor. Da sperrt irgendwas.


    - Entweder liegen die Getriebewellen in der linken Gehäusehälfte nicht richtig am Kugellager an oder das/die Kugellager nicht am Bund/Sprengring,

    - oder die rechte Gehäusehälfte war bei der Montage zu kühl,

    - oder die Distanzscheiben der rechten Seite sind zu dick,

    - oder der Anschlagbolzen der Kickstarterwelle sperrt, weil er nicht richtig in die Bohrung eingesetzt wurde bzw. verrutscht ist.


    Kann sogar sein, dass eine oder beide Motorhälften verzogen sind. Das merkst du, wenn du die leeren Gehäusehälften mal einer ebenen Platte auf den Dichtflächen etwas hin und her kippelst.


    Auf jeden Fall muss der Motor noch mal auseinander.

    Sinnvoll ist es schon, auf den DDR-Standard aufzurüsten, wenn du die 60 km/h-Bretriebserlaubnis haben willst. Entscheidend ist, dass du den Prüfer davon überzeugen kannst, dass die Schwalbe aus der DDR stammt und somit die 60km/h Regelung aus dem Einigungsvertrag greift.


    Aber selbst bei nur 50km/h machen Blinker, Hupe und Aufblendlicht Sinn.

    VAPE ist erst mal nicht so wichtig. Das kannste später nachholen, falls du Papiere bekommen hast.


    Für die 60 km/h-Umbau brauchst du den Vergaser 16N1-5, den richtigen Auspuff mit Krümmer, möglicherweise einen neuen Schwalbe-Zylinder und halt Blinker, Hupe, Aufblendlicht, Fußrasten hinten (je nachdem was bei dir verbaut ist).


    Zu den Kosten für Neuteile musst du halt bei den einschlägigen Händlern gucken. Schrauben kannste selber, das kostet nix. :)

    Wenn du im Osten wohnst, dann kannst du vielleicht Glück haben und der Prüfer kennt die Schwalbe als 60 km/h Roller. Dann stellt er dir nach der Prüfung vielleicht die Papiere für 60 km/h aus und du musst sie nur noch bei der Zulassungsstelle abstempeln lassen. Kannst ja vorher mal (ohne die Schwalbe) zum Prüfer gehen und fragen, ob das möglich ist, und natürlich ohne ihm zu erzählen, dass es eine Exportschwalbe ist.

    Falls der Prüfer nur 50 km/h (oder 45 km/h) bescheinigen will, weil er die Exportregelung kennt und die fraglichen Rahmennummern da hat , dann kannst du da leider wenig machen. Dann lässt du die Schwalbe halt mit 50 km/h zu (oder versuchst es vorher einfach nochmal bei einem anderen Prüfer).

    Ich hab schon einige "neue" Endschalldämpfergehäuse gesehen, bei denen schlicht ein Anschlag für den Dämpfereinsatz fehlt. Dadurch kann der Einsatz nach hinten rutschen und das Auslassröhrchen blockieren. Der Effekt ist wie bei einem verstopften Auspuff.

    Das habe ich leider auch schon mal vor Jahren auf einer "Fernfahrt" erlebt. Mein Star wurde erst immer langsamer, nahm immer weniger Gas an und ging letztlich aus. Dreimal habe ich den Auspuff auf der Landstraße abmontiert, geprüft und wieder montiert, bis ich den losen Schalldämpfereinsatz vorm Endröhrchen als Ursache entdeckte.

    Ich bin dann erstmal ohne den Einsatz laut knatternd weitergefahren, damit nicht auf dem Highway übernachten musste. ^^

    Da hat einer ein zusätzliches Massekabel zum Rücklicht gelegt um dessen Massekontakt zu verbessern. Original läuft die Rücklichtmasse über den Rahmen/Panzer/"diesen Bügel" und dessen Schraubverbindungen zum Rücklicht. Letzere können aber oxidieren oder lose sein und der Kontakt bricht ab.

    Das zusätzliche Massekabel kann deswegen also nicht schaden. Das mach ich auch meist so. Mach da ruhig einen ordentlichen Kabelstecker dran und lass es.


    Das Bremslicht bekommt seine Masse über das Bremslichtkabel das zum hinteren Bremsschild führt, wo beim Bremsen der Kontakt geschlossen wird. Die Bremslichtmasse kannst du nicht über "diesen Bügel" legen, weil du dann Dauerbremslicht hast.


    edith meint: Kai war schneller. :)

    Einen Dremel oder ähnliches würde ich da auch auf keinen Fall verwenden. Da stimme ich Makersting voll zu. Das versaut nur die Laufflächen in der Schale.

    Wie gesagt, erst mal den Schwingenträger trocken, also noch ohne Fett einbauen, stramm anziehen und dann ein paar mal hin und her bewegen. Dann nachsehen, ob und was von dem spröden Lack aus der Schale innen abgeplatzt ist. Die Lauffläche wie empfohlen mit Messingbürste abbürsten ist auch o.k.

    Notfalls mehrmals trocken einbauen und bewegen und sehen, was geht ...

    Splittert die Pulverbeschichtung auf der Lauffläche des Laufringes am Schwingenträger nicht von alleine ab, wenn man den Schwingenträger mal trocken mit alten Lagern einbaut, stramm anzieht und ein bisschen hin und her bewegt? Das Zeug ist doch so spröde.

    Notfalls mal eine kurze Fahrt machen. Dann den Träger wieder ausbauen, die Lacksplitter mit einem Pinsel entfernen oder ausblasen und dann erst richtig fetten und montieren.


    Dass die Lagerschale von außen gepulvert sind, würde mich nicht stören. Die sieht man bei der Schwalbe doch sowieso nicht.

    Die Lagerschalen zu wechseln würde ich nur im Notfall, wenn die wirklich schon schlecht oder eingelaufen sind. Andernfalls sehe ich auch die bereits genannten möglichen Gefahren wie aufgeweiteten Lagersitz im Stirnrohr oder die neuen Schalen passen nicht oder werden schief eingesetzt und müssen deshalb nochmal raus usw ...

    Bezüglich der Betriebserlaubnis war mein erster Gedanke beim Anblick dieses Lappens ebenfalls "Urkundenfälschung". Dort hat keiner drauf rumzuschmieren, außer dem originalen Aussteller dieser BE oder einer anderen befugten Person (z.B. die Zulassungsstelle, TÜV, DEKRA usw.). Alles andere erfüllt wohl möglicherweise schon mal den objektiven Tatbestand der Urkundenfälschung. Da wird wohl auch sofort jeder Sheriff genauer hinsehen und sich eventuell in obigem Sinne seine Gedanken machen und möglicherweise weitere "Ermittlungen" vornehmen. :S

    Ich sehe das genau so wie Kai.

    Das Typenschild ist nicht original befestigt, sondern mit anderen Nieten. Das wäre aber schon mal ein Grund, da genauer hinzusehen, als Polizist. Da würde ich auch mal schauen, ob die Nummer am Rahmen eventuell auch manipuliert ist, z.B. überschlagen wurde.

    Zum Schlagbild der Ziffern kann man wenig sagen, da man auf den beiden Bildern diesbezüglich nur wenig erkennt.

    Dann wäre das mit den Exports ja alles sehr einfach.

    Nein, Export-Stare haben ja keine gültige 60 km/h-ABE für Deutschland, alte DDR-Stare dagegen schon.


    Es geht hier ja im engeren Sinne eigentlich nicht um die Neuerteilung einer Einzel-Betriebserlaubnis, sondern lediglich um die Ersatzausstellung eines Abdrucks der bestehenden Allgemeinen Betriebserlaubnis aus DDR-Zeiten und die Anbringung des Typenschildes.

    In welcher Welt gibt es denn mit 21er noch eine 60km/h Zulassung?


    Hier in der Gegend ist mir keiner bekannt, der das in der letzten Zeit geschafft hat :(

    Der Simson Star hat ja eine gültige "Allgemeine Betriebserlaubnis" für zugelassene 60 km/h. Im Prinzip muss es doch nur durch einen Sachverständigen bestätigt werden, dass es sich um ein solches Fahrzeug handelt, und dass es technisch in Ordnung ist. Dann kommt das Typenschild dran und dann erteilt die Zulassungsstelle die Betrieberlaubnis.

    Ruf doch einfach mal beim KBA an und frag nach, welches Baujahr diese Rahmenummer ist. Vielleicht haste ja Glück. Mehr als "Nein" sagen oder Nichtstun können die ja auch nicht. Oder frag dort in Flensburg schriftlich nach, damit sich jemand damit befassen muss. Gegebenenfalls wird eine Bearbeitungsgebühr fällig.

    Wenn du das Baujahr dann weißt, geh' zum TÜV/DEKRA/GTÜ ...,lass die Einzelabnahme machen und hole dir dann bei deiner Zulassungsstelle die 60 km/h Betriebserlaubnis.