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Thema: Leistungsabbruch nach ca. 8km


  1. #1
    Zündkerzenwechsler
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    Standard Leistungsabbruch nach ca. 8km

    Hallo Simson Freunde.

    Ich habe mir vor ca. 4 Wochen eine KR 51/1 zugelegt und 550€ dafür gezahlt. Stammte aus einer privaten Sammlung in Ungarn und wurde vor der Überführung von "Mechaniker" dort, ich nenne es mal notdürftig, instand gesetzt. Überlackiert (teilweise sogar mit Sprühlack der sich beim ersten Kontakt mit Bremsenreiniger verabschiedet ), laut Verkäufer müsse man nur den Vergaser reinigen. Dass das nicht alles gewesen sein dürfte war mir schon klar, zumal sich schon während der Probefahrt der Kupplungsbowdenzug in seine Bestandteile auflöste.
    Trotzdem erschienen mit die 550 fair, also Papiere beantragt, Kennzeichen besorgt (es gibt tatsächlich noch Versicherungen, die Schilder auch im August auf Lager haben und nicht alles Online und per Post geht), Kupplungszug bestellt und das Teil abgeholt.
    Die Fahrt nach Hause gestaltete sich schon als Abenteuer, starkes Ruckeln, immer wieder Leistungseinbrüche bis sie schliesslich aus gegangen ist und nicht mehr ansprang.
    Also als erstes Vergaser ausgebaut, siehe da, 16N1-11, da hätte ich wohl so viel putzen können wie ich will, wäre nicht gelaufen. Erst einmal den richtigen N1-5 bestellt, eingebaut und die Probleme waren erst einmal weg.
    Das Wochenende danach ging's mit Freunden auf eine kleine Tour, die 60 km/h hab ich nicht geschafft, aber sie lief flüssig und mit gleichbleibender Leistung. Dürften so um die 50 Kilometer gewesen sein, auf den letzten 3 Kilometern fingen die Probleme wieder an. Leistungsabbruch bei höheren Drehzahlen und immer wieder Stottern. Teilweise ziemlich gefährlich, da ich natürlich mehr Gas gegeben hab ohne dass Leistung kam, dann zwischendurch plötzlich ein kurzer Schub kam und dann wieder nichts.
    Danach habe ich nur kleinere Fahrten unternommen, mal zum Supermarkt um die Ecke etc. und zwischendurch stand sie eine Weile, weil mir auch noch die Kette gerissen ist.

    So. Lange Vorgeschichte… Nachdem das Kettenproblem behoben war, Reifen, Bremsen und Bremszüge gewechselt waren (war mir echt nicht geheuer dass sich der Kupplungszug aufgelöst hat) lief sie wieder wie eine Eins. Bin dann ein paar Tage frühs damit zur Uni gefahren, was ca. 5 Kilometer sind und Abends wieder nach Hause. Die Hinfahrt lief immer problemfrei, hatte Leistung und konnte locker mit den Autos im Stadtverkehr mithalten. Auf der Heimfahrt kommen die Probleme dann nach ca. 3 Kilometern.
    Muss ca. 1 Kilometer bevor ich daheim bin über ein Brücke, gestern ging's da im ersten Gang in Schrittgeschwindigkeit hoch (wurde von mehreren Fahrrädern überholt…) und sobald ich oben war ging sie aus. Fehlzündungen hatte ich (deutlich hörbare zumindest) bisher eine einzige.

    Ich bin mittlerweile ziemlich ratlos, da das Problem zuerst mit dem falschen Vergaser auftrat, dann nach dem Vergasertausch (neu) weg war, und jetzt wieder kommt. Was mich noch mehr wundert, die Strecke IN die Uni ist die gleiche wie zurück, auf dem Hinweg habe ich keine Probleme, auf dem Rückweg, was eine Gesamtstrecke von 8km ausmacht, dagegen schon. Klar, würde sie ausgehen wenn sie warm wird wär's der Kondensator. Aber sie läuft ja auf dem Hinweg genauso warm wie auf dem Rückweg. An der kleinen Steigung kann's nicht liegen, die Probleme sind schon vorher da.
    Dass die Zündung falsch eingestellt ist bezweifle ich, nicht, weil ich dem ungarischen Mechaniker vertraue, sondern weil sie ja erst einmal läuft bevor die Probleme kommen. Vergaser schliesse ich jetzt auch mal aus, der ist neu und eingestellt. Luftfilter gereinigt, Benzin ist im Tank, Krümmer getauscht (7,50€ für einen neuen war es mir wert die Drecksarbeit zu sparen - im Nachhinein hätte ich ihn auch säubern können, Hände waren nach der Kettentauschaktion sowieso schwarz).

    Habe das Forum mal durch gekämmt - zum Thema Leistungsabbruch bei hohen Drehzahlen gibt es einige Threads die die Simmerringe als Ursache nennen. Was mich aber bei meiner Schwalbe so wundert, ist dass ich eine Fahrt mit warm gelaufenem Motor problemfrei schaffe, die Rückfahrt aber nur zur Hälfte.

    Ist sicher nicht leicht per Ferndiagnose, ich hoffe ich habe mein Problem und die unternommenen Schritte so geschildert, dass man's versteht und wäre für eure Einschätzungen dankbar, würde das Teil gern noch den Oktober durch fahren und dann mal über den Winter auseinander legen

    Gruß aus München, Sebastian.

  2. #2
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    Standard

    Schau mal ins Wiki zum Thema: Motor hat keine Leistung. Da werden mehrere mögliche Ursachen genannt.
    Am besten wird es wohl aber sein, Du spendierst Deiner Schwalbe eine wirklich umfassend gründliche Inspektion/Wartung nach Betriebsanleitung oder Wiki. Dabei alle Einstellwerte von Vergaser und Zündung kontrollieren und ggf. nachstellen, dazu eine gründliche Reinigung aller Komponenten vom Tankdeckelbelüftungslöchlein bis zum Vergaser, vom Ansaugkanal bis zum Auspuff.
    Alle Einstellwerte zunächst auf die Grundeinstellung nach Betriebsanleitung oder BUCH.
    Dazu die Bowdenzüge neu fetten und auf Leichtgängigkeit prüfen und auch die Kette sollte ihr Fett abbekommen.

    Peter

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