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Thema: Achtung Netzteil


  1. #1
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard Achtung Netzteil

    Ja, ich habe heut mal wieder am Computer gebastelt, und einige (für mich) überraschende Erkenntnisse gewonnen, aber auch Fragen haben sich aufgedrängt.
    Weil ich mal eine neue Hauptplatine gekauft habe (zwecks Prozessoraufrüstung), und dabei feststellen musste, dass mein alter Netzteilstecker nicht mehr auf die neue Platine passte, habe ich frustriert auch noch ein (wahrscheinlich zu schechtes) neues Netzteil gekauft, obwohl es gar nicht so billig war. Na, ja, das Ding gab schon beim Einschalten des Hauptnetzschalters einen "Hup"ton von sich; nicht sonderlich laut, aber nervtötend. Unter Prozessorlast und selbst manchmal nur bei Gedrückthalten der linken Maustaste einen Brummton, der alle Lüftergeräusche übertönte (Die Geräusche kamen also nicht vom Lüfter - der war schon - genau wie vorher beim alten Netzteil - durch meinen guten alten Verax ersetzt, der praktisch lautlos arbeitet). Ich hatte die Nase schon lange voll von dem Ding (mittlerweile 3 Jahre!), und nun zufällig entdeckt, dass ich mein altes Netzteil hätte weiterverwenden können, da es Adapter für die Stecker bzw. Buchsen mit 20/24 Kontakten gibt. Also schnell bei Conrad für 5 € so ein Ding mitgenommen, und mein geliebtes altes Netzteil wieder eingebaut. Dabei stellte sich hinsichtlich des Stromverbrauches Erstaunliches raus. Hier mal die Daten:

    Netzteil alt (Ultron): 300 W, Standby Verbrauch: 11W, Leerlauflast eingeschaltet: ca. 54 W, Vollast Prozessor ca. 75 W

    Netzteil neu (Noname, Made in China) 350 W, Standby Verbrauch: 4 W, Leerlauflast eingeschaltet: ca. 76 W, Vollast Prozessor ca. 100 W

    Abgesehen vom Standbyverbrauch ist also mein altes Netzteil rundherum besser, und dazu geräuschlos. Auch kann man mal weiterdenken: Der schlechtere Wirkungsgrad müsste ja noch in entsprechend mehr Wärme umgewandelt werden (oder wohin verschwindet die gemessene, verbrauchte, aber vom Computer nicht benötigte Mehrleistung?), was wiederum sogar noch mehr Ansprüche an die Kühlung des Netzteiles selber stellt. Was mich dabei sehr wundert, ist, dass der Computerstromverbrauch immer so bei 200 - 300 W angesiedelt wird, und meine Werte überdeutlich darunterliegen. Der Rechner ist aber auch simpel; Grafik on Board, eine Festplatte, ein Diskettenlaufwerk, ein DVD-Brenner. Prozessor ist ein AMD Athlon 64 3200+. Tja, ob da Messfehler vorliegen können?

    Interessante Infos im Netz: Hier steht, warum uns nur noch überdimensionierte Netzteile verkauft werden (etwa in der Mitte der Seite).
    Und hier hat auch jemand gemessen und kommt auf vergleichbare Werte wie ich. Also hat es doch seine Richtigkeit ... ?

    Na, ja, ich kann jedem nur raten: Augen auf beim Netzteilkauf! :wink: Auch hier macht es nicht die Masse (der Nennleistung), sondern die Klasse. Es bisschen gespartes Geld wird am Ende wegen miesen Wirkungsgrades sehr viel teurer.

    MfG Matthias

  2. #2
    Urgestein Avatar von Shadowrun
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    Standard

    Du darfst nicht vergessen dass die angegeben Lasten Spitzenlasten sind.

    Wenn also dein PC im Durchscnitt 100 Watt verbrät kann es schon sein dass während des Laden eines Spieles kurzzeitig vom Netzteil 150 bis 200 Watt entnommen werden. Schafft es das nicht gibts Unterspannung und dein PC hängt bzw geht aus :wink:

  3. #3
    Chefkonstrukteur Avatar von southpole
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    Das ist das gleiche wie mit Lautsprechern, da hats auch nichts zu sagen ob die Lautsprecher nun was taugen oder nicht, nur weil 10 000 Watt draufsteht

    Sehr gute Netzteile bauen z.B.:
    Corsair, Enermax oder seasonic

  4. #4
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Zitat Zitat von southpole
    Das ist das gleiche wie mit Lautsprechern, da hats auch nichts zu sagen ob die Lautsprecher nun was taugen oder nicht, nur weil 10 000 Watt draufsteht
    Wie wahr, wie wahr. Müsste ich heut noch mal ein Netzteil kaufen, wäre es wahrscheinlich so was oder so was. Enermax beispielsweise wird dann schon etwas teurer, macht aber auch durchweg ´n sehr guten Eindruck. Generell kann ich da nur raten, immer schön auf einen guten PC-Händler achten, und auf die Datenblattinfos. Wenn da keine bei sind, ist schon mal schlecht, dann gibt´s wohl auch nichts Positives über das Gerät zu erzählen ... :wink:.
    Ich würde nur zu gern wissen, wie mein "gutes" altes Netzteil im Vergleich mit so einem neuzeitlichen mit über 80 % Wirkungsgrad dasteht. Nur extra kaufen tu ich deswegen nicht noch eines ...

    MfG Matthias

  5. #5
    Chefkonstrukteur Avatar von experimentator
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    Ich habe seit Jahren Enermax-Netzteile und bin sehr zufrieden, vorher hatte ich ein Noname-Netzteil welches nach einem halben Jahr das zeitliche segnete, das Austausch-Netzteil hielt auch nicht viel länger.

    mfg Gert

  6. #6
    Flugschüler Avatar von KielerSchwalbe
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    Standard

    Naja - wer sich heutzutage kein 80+ Netzteil holt, der hat den Punkt des Stromverbrauchs wohl auch noch nie interessiert. So liest sich zumindest das Ursprungsposting. Wer sich mit Stromsparsystemen befasst (Mini-Home-Server, Router, NAS, ...) der wird sicherlich auch in unteren Wattbereichen mit der PicoPSU eine extrem effiziente Variante finden.

    Und jedes moderne System, das nicht mit massig Festplatten oder einer Gaming-Grafikkarte zu kämpfen hat, findet in diesen Netzteilen hervorragende Kandidaten:

    Enermax PRO82+
    SEASONIC Seasonic S12II 80+
    HEC-300TE-2WX
    oder das passive Fortron Zen 400 (teuer!)

    Gruss,
    KielerSchwalbe

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