Umfrageergebnis anzeigen: Sollen die Atomkraftwerke abgeschaltet werden ?

Teilnehmer
233. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja abschalten

    122 52,36%
  • Nein laufen lassen

    111 47,64%
+ Antworten
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Ergebnis 321 bis 336 von 610

Thema: Atomkraft für den Umweltschutz


  1. #321
    Zahnradstoßer Avatar von O-1199
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    Die kannste dann aber auch im dunkeln ernten.
    Nen schönen Gruß aus der Kurmark wünscht Marcel

  2. #322
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Zitat Zitat von O-1199 Beitrag anzeigen
    Negativ ist allerdings die fehlende zeitliche und räumliche Datengrundlage dieser Äußerung. Worauf beziehen sich die Verdopplungen? Haben die Verdopplungen einen zeitlichen Bezug?
    In der Ärzte Zeitung gibt es mehr Details:
    Atommüll-Lager Asse - Erhöhte Leukämierate in der Region

    Es ist unklar, wie es zu dieser Häufung an Krebserkrankungen gekommen ist und wieviele Menschen beruflich mit der Asse zu tun haben.

  3. #323
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Das hat aber Niemanden gestört die Dinger weiterlaufen zu lassen .
    Immer schön den Auspuff freihalten

  4. #324
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Es wäre schön, wenn Du Deine Texte so schreibst,
    dass sie jeder verstehen kann.


    Nebenbei: Es gibt eine kleine Fotostrecke mit Fotos zum Thema Asse.
    Rückholaktion ohne Vorbild
    Interessant ist auch der Begleittext. Er weist auf zwei Premieren hin.

    Premiere 1:
    1967 wurden die ersten Fässer im ehem. Salzbergwerk Asse eingelagert.
    Damals gab es angeblich weltweit kein anderes Land mit einer vergleichbaren Lagermöglichkeit.

    Premiere 2:
    Ab ca. 2013 soll erstmals ein komplettes Endlager rückabgewickelt werden. Dazu gibt es vom BfS einen schön gemachten Internetauftritt. --> BfS - ASSE II
    Geändert von Alfred (28.11.2010 um 20:01 Uhr)

  5. #325
    Zahnradstoßer Avatar von O-1199
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    Wie vergänglich ein Endlager doch sein kann...
    "Jetzt kommen Milliarden auf den Steuerzahler zu" -> Ach, der billige Atomstrom...
    Nen schönen Gruß aus der Kurmark wünscht Marcel

  6. #326
    Tankentroster Avatar von betbow
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    Pfeil

    Die Lösung ist ein Energiemix der sich auch so nennen darf. Ich arbeite bei der EWE, dem kleinsten der Energieriesen. Im "Zentrum Zukunft" (http://www.zentrumzukunft.de/vision-energie.php) können sich Besucher verschiedene Lösungen ansehen.
    Die Gesamtlösung ist machbar. In vielen Häusern sind Wärmepumpen, Gasheizungen die mittels Sterlingmotor Strom produzieren, Photovoltaik auf dem Dach oder eine Brennstoffzelle im Keller. An der Küste stehen Windkraftanlagen und an Flüssen lässt sich mit kleinsten Kraftwerken (bin mir nicht sicher ob die Schweizer oder Österreicher diese Minikrafwerke bauen) Strom produzieren. Nebenbei schießen Biogasanlagen wie Pilze aus dem Boden.
    All diese kleinen Stromproduzenten können zusammengefasst unsere Energie liefern. Gespeichert wird der Windstrom aus der stürmischen Nacht im Elektroauto (E3 der Ewe http://www.e3.de/das_projekt) oder im Kühlhaus (eTelligence der Ewe http://www.etelligence.de/). Ein problem sind aber auch die Netze die hierauf nicht ausgelegt sind. (gehen von Groben ins Feine..)
    Aber auch die Verbrauchsseite muss betrachtet werden. Hier sind wir noch immer nicht effizient genug, aber auf einem besserem Weg als in der Produktion.
    Was ich sagen will ist das die Lösung im Detail liegt und nicht in Antomkraft ja/nein. Was hier aber falsch dargestellt wurde ist das Atomkraftwerke die Grundlast tragen und wir Kohlekraftwerke für die Regulierung der Netzschwankungen benötigen. Die Annahme, das AKW's kaum regelbar sind, ist falsch, das Gegenteil ist der Fall. Nur das komplette Abschalten dauert etwas. Daher sind AKWs den Anbietern so wichtig, sie gleichen damit Schwankungen aus.
    Hiervon abgesehen halte ich den Ausstieg aber für richtig. Das Risiko ist zu hoch, die Entsorgung nicht geklärt. Ich finde der obige Artikel mit der Socke erklärt alles.

    Viele Grüße

    betbow
    Geändert von betbow (29.11.2010 um 12:39 Uhr) Grund: ersten Link verbessert

  7. #327
    Zahnradstoßer Avatar von O-1199
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    Und wie sieht`s mit der Effizienz aus? Ohne Subventionen würde kaum Ökostrom produziert werden können.
    Nen schönen Gruß aus der Kurmark wünscht Marcel

  8. #328
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    Zitat Zitat von O-1199 Beitrag anzeigen
    Und wie sieht`s mit der Effizienz aus? Ohne Subventionen würde kaum Ökostrom produziert werden können.
    Red doch nicht stumpf irgendwas daher!
    Mal ehrlich! Mal gefragt wie es ohne Subventionen der Kohle-Gewinnung hier aussehe?
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  9. #329
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Zitat Zitat von betbow Beitrag anzeigen
    ...Die Annahme, das AKW's kaum regelbar sind, ist falsch, das Gegenteil ist der Fall. Nur das komplette Abschalten dauert etwas. Daher sind AKWs den Anbietern so wichtig, sie gleichen damit Schwankungen aus...
    Seltsam...da attestiert eine Studie des BMU von 2009 auf Seite 13 den aktuellen AKWs genau das Gegenteil:

    Zitat:
    ...Atomkraftwerke können kaum Beiträge zum Fluktuationsausgleich leisten. Im Gegenteil führt die geringe Regelbarkeit der Atomkraftwerke zu einem zusätzlichen Regelungsbedarf.
    ...
    Anfang Oktober 2008 war die Stromerzeugung aus Windenergie in Deutschland so hoch, dass der Strom im Großhandel über die Strombörse zunegativen Preisen „verkauft“ bzw. über die Grenzen hinweg in benachbarte ausländische Systeme abgegeben werden musste. Das Überschussproblem trat auch deswegen auf, weil zur gleichen Zeit mit der sehr hohen Windenergiestromeinspeisung auch die Atomkraftwerke mit einer Kapazität von etwa 13 GW vollständig Strom in die Netze einspeisten und nicht schnell genug heruntergeregelt werden konnten.

    ...
    Von den konventionellen Kraftwerken weisen vor allem Gas- und Dampfturbinenkraftwerke hinreichende Flexibilitätseigenschaften auf (Schnellstartfähigkeit, hohe Regelgeschwindigkeit und breites Regelband)...
    Zitat Ende.

    Und das ist bei weitem nicht die einzige Quelle, die die schlechte Regelbarkeit der AKWs beschreibt. Schmeiß mal "regelbarkeit atomkraftwerk" bei Tante gurgel in die Suche...

    Gruß Harald

  10. #330
    Tankentroster Avatar von betbow
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    Zitat Zitat von net-harry Beitrag anzeigen
    Seltsam...da attestiert eine Studie des BMU von 2009 auf Seite 13 den aktuellen AKWs genau das Gegenteil:

    Zitat:
    ...Atomkraftwerke können kaum Beiträge zum Fluktuationsausgleich leisten. Im Gegenteil führt die geringe Regelbarkeit der Atomkraftwerke zu einem zusätzlichen Regelungsbedarf.
    ...
    Anfang Oktober 2008 war die Stromerzeugung aus Windenergie in Deutschland so hoch, dass der Strom im Großhandel über die Strombörse zunegativen Preisen „verkauft“ bzw. über die Grenzen hinweg in benachbarte ausländische Systeme abgegeben werden musste. Das Überschussproblem trat auch deswegen auf, weil zur gleichen Zeit mit der sehr hohen Windenergiestromeinspeisung auch die Atomkraftwerke mit einer Kapazität von etwa 13 GW vollständig Strom in die Netze einspeisten und nicht schnell genug heruntergeregelt werden konnten.

    ...
    Von den konventionellen Kraftwerken weisen vor allem Gas- und Dampfturbinenkraftwerke hinreichende Flexibilitätseigenschaften auf (Schnellstartfähigkeit, hohe Regelgeschwindigkeit und breites Regelband)...
    Zitat Ende.

    Und das ist bei weitem nicht die einzige Quelle, die die schlechte Regelbarkeit der AKWs beschreibt. Schmeiß mal "regelbarkeit atomkraftwerk" bei Tante gurgel in die Suche...

    Gruß Harald
    AKW's haben eine Grundlast die sie bringen müssen. Das wird in der Studie verschwiegen und so die Tatsachen verdreht. Nach einer Suchanfrage kam dies hier zu Tage:EnBW AG: Regelbedarf durch Enerneuerbare und Regelbarkeit von Kernkraftwerken

    Deutsche Windkraftanlagen produzieren derzeit an etwa 100 Tagen des Jahres praktisch gar keinen Strom. An etwa 20 Tagen des Jahres erreichen sie jedoch eine Leistung von 25.000 Megawatt. An den restlichen Tagen schwankt ihre Strombereitstellung zwischen diesen beiden Extremen. Allein innerhalb eines Tages kann es zu Schwankungen von 20.000 Megawatt kommen. Diese aktuellen Zahlen verdeutlichen den Bedarf an Regelleistung im Stromnetz, der bereits jetzt allein durch Windenergie besteht. Und durch den Ausbau weiter steigen wird.

    Dieser Regelbedarf lässt sich sehr gut mit der Flexibilität der Regelbarkeit von Kernkraftwerken verbinden. Alle deutschen Kernkraftwerke zusammen können innerhalb kurzer Zeit mit einer Leistung von etwa 9.600 Megawatt Laständerungen vornehmen und damit bei einer hohen Netzeinspeisung durch Erneuerbare Energien kurzfristig zurückgefahren werden. Zusätzlich sind die Kernkraftwerke technisch in der Lage, die von den Übertragungsnetzbetreibern für einen sicheren Systembetrieb benötigten Regelenergie-Produkte (z.B. Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve) am Regelleistungsmarkt anzubieten und bereitzustellen.

    Oberhalb der anlagenspezifischen Mindestlast kann ein Kernkraftwerk in seiner Leistung bis zu +/- 10% pro Minute geregelt werden. Bei einer Anlage mit einer installierten Leistung von 1.400 Megawatt wären dies beispielsweise bis zu 140 Megawatt pro Minute. Diese technische Möglichkeit ist bereits beim Bau der Anlagen mit Rücksicht auf die Kernüberwachung und Reaktorregelung bedacht worden.


    Viele Grüße

    Betbow

    Edit: Ich habe nach "akw, regelbarkeit" gesucht. Wikipedia sagt: Ein Lastwechsel kann in einem Bereich von 50 % bis 100 % der Nennleistung im Normalbetrieb mit Geschwindigkeiten von ca. 4 bis 5 Prozent der Nennleistung pro Minute vorgenommen werden.
    Ich bin aber nach wie vor gegen AKWs, eben wegen der Risiken und der ungeklärten Entsorgung

  11. #331
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Ahhh ja...Quelle: ENBW AG


    Schade, dass von dieser Regelbarkeit weder das oben zitierte Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit noch das Umweltbundesamt etwas wissen.
    Sollte man Ihnen mal mitteilen.

    Gruß Harald

    Auch recht interessant: Goldener Brennstab 2010

  12. #332
    Tankentroster Avatar von betbow
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    Zitat Zitat von net-harry Beitrag anzeigen
    Schade, dass von dieser Regelbarkeit weder das oben zitierte Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit noch das Umweltbundesamt etwas wissen.
    Sollte man Ihnen mal mitteilen.

    Gruß Harald
    Das sollte man in der Tat, da sie für die Studie scheinbar keinen gefragt haben der davon eine unabhängige Meinung haben könnte. Jedenfalls steht in den Quellen dazu nichts.

  13. #333
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Solange es keine finanzierbare Lösung gibt werden die Dinger weiterlaufen , egal ob wir dagegen sind oder nicht , ich weiß aber nicht wo die Gewinne genau hinfließen
    Immer schön den Auspuff freihalten

  14. #334
    Museumsdirektor Avatar von Alfred
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    Sie wissen es sicher, haben das nur nicht eingebracht.

    Was die Grundlast und Netzschwankungen betrifft, kann ich sagen, dass Atom- und Kohlekraftwerke überflüssig sind. Zwar nicht sofort, aber schon bald, wenn die Politik sich nicht dagegen sperren würde. Beispiele: Für die Grundlast könnten Wasserspeicherkraftwerke sorgen und für die Netzschwankungen gibt es mit Gas (Erdgas/Biogas) betriebene Hauskraftwerke mit einem hocheffektiven Wirkungsgrad von über 90%. Es wird angenommen, dass ca. 100.000 dieser kleinen Kraftwerke rund 2 AKWs komplett ersetzen können.

    Mehr Infos gibts hier: Oekostrom-Anbieter "Lichtblick" startet erste "Zuhausekraftwerke" | tagesschau.de

    Ein großes Problem dabei ist, dass unsere Energienetze veraltet sind und neue Stromtrassen benötigen, um den Strom schnell und flexibel verwalten zu können. 2005 wurde dafür ein neues Gesetz in den Bundesrat eingebracht. CDU/CSU hatten das blockiert und heute versuchen sie den verschlafenen Ausbau des Stromnetzes auf die SPD und die Grünen zu schieben.

    Mehr dazu steht in den folgenden Interview auf Seite 2:
    Juergen Trittin im stern: "Fuer den eigenen Muell traegt man selbst die Verantwortung" - Politik | STERN.DE


    @Deutz Hast Du nicht mitgelesen? Die Gewinne gehen an RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW und Konsorten.
    Geändert von Alfred (29.11.2010 um 16:48 Uhr)

  15. #335
    Zahnradstoßer Avatar von O-1199
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    Red doch nicht stumpf irgendwas daher!
    Mal ehrlich! Mal gefragt wie es ohne Subventionen der Kohle-Gewinnung hier aussehe?
    Da verwechselste was, was du meinst sind die Kosten des heimischen Steinkohleabbaus, die in keinem Verhältnis zur ausländischen Produktion stehen. Anders wäre es, wenn der Betrieb von Kohlekraftwerken subventioniert werden würde.
    Was zählt ist die Nettorechnung, und da sieht`s für alle schlecht aus (Wer bazahlt eigentlich den Rückbau veralteter Windkraftanlagen?).
    Nen schönen Gruß aus der Kurmark wünscht Marcel

  16. #336
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    @Deutz Hast Du nicht mitgelesen? Die Gewinne gehen an RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW und Konsorten.

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ist mir schon bekannt , ich habe nur die Vermutung das da noch Andere etwas abbekommen .
    mfg
    Immer schön den Auspuff freihalten

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