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Thema: Motorrad ohne Papiere kaufen was ist zu beachten


  1. #17
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    @SchwalbenDirk
    Guck mal - so wird jemand konkret angesprochen.

    Was das Sachenrecht angeht hast Du Recht.
    "Besitzer ist, wer die tatsächliche Gewalt ... ausübt."
    Und was y5bc-der alte Sack meint -
    niemand anderes kann rechtmäßiger Besitzer sein.

    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  2. #18
    Glühbirnenwechsler Avatar von SchwalbenDirk
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    @ kai
    Danke für die Verbesserung. Du meinst rechtmäßiger Eigentümer. Rechtmäßiger Besitzer gibt es so nicht so weit ich weiß. Fakt ist Eigentümer hat Motorrad per Handschlag verkauft ohne Papiere aus Unwissenheit oder nach altem recht das wenn man eine vollabnahme machen läßt einen neuen brief bekommt. Ergo sein eigentum an den Käufer abgeben. Dieser hat angefangen die emme aufzubauen hat sie aber nicht vorführen können da sie noch nicht fertig ist. Hat keine Zeit und will sie jetzt weiter verkaufen.

    So das Problem das Fahrzeug ist seit ca 13 jahren eher länger nicht im Straßenverkehr bewegt worden ist bzw abgemeldet.

    Klar sollte man die Finger davon lassen zu heiss und oder ärger mit dem amt sind vorprogrammiert. Aber ich finde so ein Schätzchen gehört wieder auf die Straße und versuche jetzt dieses mit euren Erfahrungen zu bewerkstelligen.

    Vielen dank für eure hilfe da ist licht am ende des Tunnels.

    P.s vielleicht hatte die emme zuletzt ddr nummerschild wie sieht es dann aus selbst wenn man einen ddr Brief hätte

  3. #19
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    das der Besitzer nicht gleich Eigentümer ist, ist mir auch klar. dafür brauch ich keine meisterschule.
    Eigentümer kann nur der sein, der auch die entsprechenden ansprüche hat und nicht der der eine Sache sieben jahre auf dem dachboden versteckt und es dann vorholt.
    wenn der offizille weg gewählt wird, kann da aber schon ein schuh draus werden. ich hab ja auch ein Fahrrad gefunden und beim Fundbüro abgegeben. nach einem halben jahr, konnte ich es abholen und es war meins.
    falls es mich jetzt einer vom Fahrrad boxt und beweisen kann, das es seins ist und es ihm geklaut worden ist, muss ich es aber trotzdem hergeben. denn entweder gehört es ihm nach wie vor oder es gehört der Versicherung wenn die ihm den schaden beglichen hat.
    manche kennen mich, manche können mich

  4. #20
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    @schwalbendirk,

    mit dem DDR-Brief bist Du rechtmäßiger Eigentümer. Zumindest war das bei meiner TS vor Jahren so.

    qdä

  5. #21
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    Zitat Zitat von y5bc-der alte Sack Beitrag anzeigen
    das der Besitzer nicht gleich Eigentümer ist, ist mir auch klar. dafür brauch ich keine meisterschule.
    Eigentümer kann nur der sein, der auch die entsprechenden ansprüche hat und nicht der der eine Sache sieben jahre auf dem dachboden versteckt und es dann vorholt.
    wenn der offizille weg gewählt wird, kann da aber schon ein schuh draus werden. ich hab ja auch ein Fahrrad gefunden und beim Fundbüro abgegeben. nach einem halben jahr, konnte ich es abholen und es war meins.
    falls es mich jetzt einer vom Fahrrad boxt und beweisen kann, das es seins ist und es ihm geklaut worden ist, muss ich es aber trotzdem hergeben. denn entweder gehört es ihm nach wie vor oder es gehört der Versicherung wenn die ihm den schaden beglichen hat.
    Ich dachte nach Ablauf der Frist ist man auch rechtmäßiger Eigentümer der Sache - Was bringt das ganze mit Dem Fundbüro sonst? Fahrräder werden ja auch üblichrweise nach nem halben Jahr versteigert .. Oder ist man dann nach Fundbüroauktionen auch nicht der Eigentümer?!

  6. #22
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    @ICKEvK

    Das Problem bei Fundsachen sind die ungeklärten Eigentumsverhältnisse.
    Im Fall des Erwerbes vom Fundbüro wird man rechtmäßiger Besitzer.

    @SchwalbenDirk

    Ein Beispiel:
    Ich kaufe ein Fahrzeug vom Eigentümer = jetzt bin ich Eigentümer
    Meine Frau fährt mit dem Fahrzeug = Sie ist rechtmäßige Besitzerin
    Jemand stiehlt das Fahrzeug = er ist unrechtmäßiger Besitzer

    Neuer Eigentümer wird man nur durch
    rechtskräftige Einigung mit dem alten Eigentümer,
    also z.B. durch Kauf, Erbe oder Schenkung.
    Eigentum kann also nicht unrechtmäßig sein.

    Besitzer kann man werden, indem man eine Sache nimmt.
    So ist z.B. der Dieb zwar Besitzer des Diebesgutes,
    aber der Besitz ist fehlerhaft, also unrechtmäßig.
    (Ohne Wissen und Wollen des Eigentümers)

    LG Kai
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  7. #23
    Kettenblattschleifer
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    Okay, wenn das wirklich so ist finde ich aber den Sinn und Zweck von Fundbüroauktionen fragwürdig. Der Staat (oder Wohl eher die Komune/Stadt) Verdient also Geld durch den Verkauf von Besitz, ohne das sich Eigentumsverhältnise ändern .. Gut zu wissen - hast du irgendeinen Beleg dafür zur Hand? Ich werde auch mal googeln ..

    EDIT: erstes Ergebnis vom Fundbüro Leipzig:

    Sie können bei Abgabe der Fundsache mitteilen, dass Sie nach Ablauf von sechs Monaten das Eigentum an der Fundsache erwerben möchten.

    Kann innerhalb von sechs Monaten kein Eigentümer ermittelt werden oder werden die Fundsachen nicht abgeholt, so haben Sie die Möglichkeit, das Eigentum an der Sache zu erwerben. Hierfür wird eine entsprechende Verwaltungsgebühr fällig.

    Ein Eigentumserwerb ist ausgeschlossen bei Verkehrsfunden, Schlüsseln, persönlichen Dokumenten/Unterlagen.
    EDIT2: Weitere Städte und dieverse Pressemitteilungen/Zeitungsberichte sagen auch eindeutig aus, dass Man Eigentümer wird und der alte Eigentümer bestenfalls noch anspruch auf den Auktionserlös gegenüber der Stadt Komune hat!

    So ist das in meinen Augen auch sinnvoll - weil man sonst ja immer Gefahr läuft die frisch erworbenen Sache wieder abgeben zu müssen ..

    EDIT3: BGB §973 Absatz 1
    Mit dem Ablauf von sechs Monaten nach der Anzeige des Fundes bei der zuständigen Behörde erwirbt der Finder das Eigentum an der Sache, es sei denn, dass vorher ein Empfangsberechtigter dem Finder bekannt geworden ist oder sein Recht bei der zuständigen Behörde angemeldet hat. Mit dem Erwerb des Eigentums erlöschen die sonstigen Rechte an der Sache.

  8. #24
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    @ICKEvK

    Dein Edit 2 trifft den Nagel auf den Kopf.
    BGB §979 Abs.2 Öffentliche Versteigerung sagt dazu:
    "Der Erlös tritt an die Stelle der Sache."

    @SchwalbenDirk

    BGB §937 Abs.1 Ersitzung
    "Wer eine bewegliche Sache zehn Jahre im Eigenbesitz hat, erwirbt das Eigentum."

    Wenn die MZ also 13 Jahre bei dem letzten Verkäufer stand, war er Eigentümer.

    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  9. #25
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    Man muss IMHO auch unterscheiden zwischen all dem üblichen Krempel aus dem Fundbüro, für den es in aller Regel ja gar keine offiziellen Eigentumsnachweise in Form irgendwelcher Dokumente gibt und zulassungspflichtigen Kraftfahrzeugen, bei denen die Eigentumsverhältnisse amtlich dokumentiert sind.
    Disclaimer: Beiträge können Ironie und unsichtbare Smileys enthalten.

  10. #26
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    @ Kai71 ja genau den paragraphen meinte ich hab auch noch mal mein altes BGB rausgekramt und die §929 und §932 ausgegraben

    Kurze Zusammenfassung wie ich die lese (bin ja kein Jurist)

    Wenn ein Eigentümer ein KFZ an den Erwerber übergibt und beide sich einig sind wird der Erwerber Eigentümer der sache.

    Und wenn der Eigentümer gar nicht der Eigentümer ist und der Erwerber glaubt aber das er Eigentümer ist wird der Erwerber nach dem Satz oben dann Eigentümer.

    Nä is Jura kompleziert

    So wenn ich jetzt einen Kaufvertrag mache mit Klauseln aus dem BGB und verweise auf § 929,932 und 937 kann mir kein STVa in Deutschland die abschrift der zulassungsbescheinung teil II verwären.

    Heute hab ich wieder was gelernt eine KFZ-Brief ist kein Traditionpapier also bestätigt nicht das Eigentum eines KFZ.

    In diesem Sinn Danke Leute für eure Mühe

  11. #27
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    Wer noch ein bisschen was dazu lesen möchte: Zulassung ohne Fahrzeugpapiere: So geht's Schritt f

    mfg Gert

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