Also wenn z.B. Alu auf Spiegelglanz poliert werden soll, ist das schon eine sehr aufwändige Geschichte.

Zuerst müssen alle Grate, Kitschen, Kratzer und Lunkerstellen herausgeschliffen werden, da man sie später sehr gut sehen würde. Es muss so geschliffen werden, dass die originale Kontur nicht verfälscht wird. Also, z.B. keine Dellen in eine Rundung schleifen, um einen Kratzer weg zu bekommen! Die Rundung muss erhalten bleiben.

Wenn man hier mit 400er Papier beginnt, schleift man wahrscheinlich bis zum Ende der Welt! Gerade beim Motorgehäuse. Je nach Zustand beginnt man mit einer 100er- Körnung. Das Ganze endet dann bei 180-240er Körnung. Dann werden die Teile mit einer Sisal-Scheibe und dem entsprechenden Polierwachs weiter vorpoliert. Hier erfolgt ein relativ starker weiterer Abtrag des zu polierendenden Metalls.

Wenn alle Vorarbeiten korrekt waren, erfolgt danach das Polieren mit einer Polier-Scheibe und entsprechenden Wachs. Zum Schluss erfolgt das sogenannte Abklären mit einer weiteren Scheibe und Wachs. Erst beim Abklären wird der Spiegelglanz erzeugt.

Das Glasperlenstrahlen kannst du dir Sparen. Hiervon gehen keine Vertiefungen und Kratzer raus. Wenn man aber im Ergebnis mit einer unförmigen, oder welligen Oberfläche zufrieden ist, kann man sich die Schleiferei auch schenken. Das machen die meisten schließlich auch so.

Dann hättest du nur noch die bereits zuvor genannten Arbeitsgänge: Vorpolieren (Sisalscheibe), Polieren und Abklären. Mit den im Handel angebotenen Sets (ca. 40€) für die Bohrmaschine darf man da allerdings keine Wunder erwarten.

Gruß Peter