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Thema: Deutschland schafft sich ab !


  1. #33
    Kettenblattschleifer
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    Laut den Bewertungen bei Amazon soll das Buch ja ganz gut sein, andere reden mit dem Argument dagegen, Befürworter von Sarazin hätten einen "beschränkten Horizont" und er würde seine Argumente so wählen das sie schnell übernommen werden ohne das darüber nachgedacht würde. Also quasi Texte wo man gleich sagt bzw denkt: Ja, ganz meine Meinung, musste mal lange angesprochen werden, darüber hinaus werden die so häufig verwendeten Statistiken die Sarazin verwendet als halbwahrheiten bezeichnet - was durchaus auch stimmen mag.
    Ähnlich siehts mit der DVU aus, die sagen wir mal ähnliche Ansichten hat. Hab früher mal öfters auf deren Website rumgelesen. Sarazin war zu der Zeit meist Top-Thema. Auch der andere Inhalt der seite, also die Texte, schienen vom Inhalt her ganz vernünftig zu sein, sodass man als Leser schlussfolgert, das es sich hier um eine wählbare Rechtspartei handel - im Gegensatz zu anderen Rechtsparteien - ihr wisst schon was ich meine. Schaut man sich aber mal die Leute näher an bzw deren Hintergründe so wird man mit der Zeit erkennen das man diese Partei getrost mit der NPD in eine Schublade packen kann. Gute Argumente - der Hintergedanke ist aber ein anderer und wird schön verpackt rausgebracht. Sowas ähnliches vermute ich bei Sarazin. Also eine gute mitte-rechts Partei gibt es nicht mehr, so wie es die CDU in den Nachkriegsjahren war....

  2. #34
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    Sorry, ich wollte damit nicht sagen, dass Sarrazin ein Patriot wäre. Das war allg. gemeint.
    Ob sich Thilo nun aber des Populismus bedient stell ich auch mal in Frage. Zumindest tritt er für mich in erster Linie nicht als Politiker auf. Vorwerfen könnte man ihm vielleicht eine, sagen wir mal agressive PR-Strategie.
    Liegt des Bauern Uhr im Mist, weiß er nicht, wie spät es ist.

  3. #35
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    Um sich populistischer Mittel zu bedienen, muss man kein Politiker sein. Die Verwendung von Vokabeln wie "kleine Kopftuchmädchen" oder das Geschwafel über ein "Juden-Gen" reichen da meiner Meinung nach völlig aus.

    Der Mann spricht ein paar unbequeme Wahrheiten aus, zweifellos. Aber er überzieht maßlos und macht sich damit selbst lächerlich, was der Debatte nicht zuträglich ist. Sein Handeln ist also im Grunde kontraproduktiv, weil sich niemand mehr mit dem Thema auseinander setzt, sondern nur noch mit der Person Thilo Sarrazin. Dazu kommt, dass er aus seinen "Fakten" und Statistiken die falschen Schlüsse zieht.

    Ich sehe im Übrigen ein ähliches Problem wie Tuelle91. Es gibt seit einiger Zeit rechts von der CDU keine seriöse politische Kraft. Unabhängig davon, ob man die nun wählen würde oder nicht, fehlt hier definitiv etwas im Parteienspektrum. Man überlässt dieses Themenfeld den Spinnern und Populisten, was ich für problematisch halte. Denn einige Fragen müssen diskutiert werden. Nur eben nicht von Neonazis, Pseudowissenschaftlern oder Thilo Sarrazin.

    Beste Grüße
    Ralf
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  4. #36
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    Wenn man aber mal den Hintergrund der "Genetik-Frage" beleuchtet, müsste die Aussage den Juden eigentlich gefallen. Bedenkt man allerdings das Juden eine Religionsgemeinschaft sind wie Christen und kein Volk im eigentlichen Sinne, ist die Aussage natürlich völliger Quark.
    Liegt des Bauern Uhr im Mist, weiß er nicht, wie spät es ist.

  5. #37
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    Dabei ist aber noch wichtiger: WARUM macht man überhaupt erst so eine Aussage?

    Edit: Genauer warum macht Sarazin diese Aussage? Das muss doch für ihn irgendeine Bedeutung haben. Und genau das bemängel ich an ihm: Sie ist völlig irrelevant.

  6. #38
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    Damit sind wir wieder bei "Sarrazin hat den Schuss nicht gehört".
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  7. #39
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    Zitat Zitat von Tuelle91 Beitrag anzeigen
    Dabei ist aber noch wichtiger: WARUM macht man überhaupt erst so eine Aussage?

    Edit: Genauer warum macht Sarazin diese Aussage? Das muss doch für ihn irgendeine Bedeutung haben. Und genau das bemängel ich an ihm: Sie ist völlig irrelevant.
    Um seine These, dass Deutschland sich abschafft und andere Völker nicht zu bekräftigen?!?
    Liegt des Bauern Uhr im Mist, weiß er nicht, wie spät es ist.

  8. #40
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    Das halte ich ehrlich gesagt für sehr weit hergeholt. Dann müssten die USA ja schon längst abgeschafft sein.

  9. #41
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    Ich weiß ja nicht was ihr bei der Genetikfrage gehört hat, er hat meiner Meinung nach doch nur gesagt das die cleveren Leute untereinander geheiratet haben.
    Klar, ist das Schietkram wenn er das so verkauft weil ich auch der Meinung bin ein "Judengen" gibt es nicht. Gerade beim Thema Juden müssen sich, gerade Deutsche zurückhalten. Wer kennt denn überhaupt einen Juden in Deutschland??
    Ich nur einen... und wenn er das nicht selber von sich sagen würde wüsste ich es nicht mal. Ich gehe mal fast soweit zu behaupten das ich von der dieser Kultur so gut wie gar nichts kenne. Man sieht sie ja auch nicht in Deutschland. Übrigens, die Königshäuser in Europa haben laut dieser Aussage wohl auch ein "Königsgen" (Inzucht möchte ich das jetzt mal nicht nennen). Genauso hätte er sagen können das es ein Kurdengen oder ähnliches gibt, so weit auseinander haben sie sich ja nicht vermehrt, populistisch ?? Sicher ein wenig, aber verflucht noch mal der Mann hat in zuvielen Punkten recht (aus meiner Sicht).
    Wo sind denn die Muslimen die sich integriert haben? Man kann doch Stolz auf seine Kultur und Herkunft sein und trotzdem das neue akzeptieren.
    Wie kann ein Mann wie Gaddafie sagen "Europa wird fallen ohne ein Schuss". Wo wir wieder bei der Statistik wären.
    Solche Sätze erzeugen in mir Angst vor der Zukunft. Als Nichtmoslem ist man deren Welt nichts Wert und mir fehlt der erste Schritt von dieser Religion die angeblich so friedlich ist.
    Auch Frage ich mich, welche Erfahrungen habt ihr denn gemacht?
    Wenn ihr aus Potsdam, Dresden oder Schwerin kommt freut euch das in euern Grundschulen noch deutsche Kinder zur Schule gehen, in Hamburg, Dortmund oder München sieht das anders aus....

  10. #42
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    Zitat Zitat von Tuelle91 Beitrag anzeigen
    Das halte ich ehrlich gesagt für sehr weit hergeholt. Dann müssten die USA ja schon längst abgeschafft sein.
    in der USA kannst du auch deine Flagge hissen und du wirst nicht als Nazi verschrien, obwohl sich das in Deutschland (West), (Ost kann ich nicht beurteilen, ich weiß nur das uns mehr oder weniger Nationalstolz und Patrotismus in der Schule aberzogen wurde) dank der WM 2006 auch etwas geändert hat

  11. #43
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    Zitat Zitat von Tuelle91 Beitrag anzeigen
    Das halte ich ehrlich gesagt für sehr weit hergeholt. Dann müssten die USA ja schon längst abgeschafft sein.
    Schönes Beispiel, denn wenn man mal rein geografisch gesehen anschaut wer dort eigentlich das Volk ist, stellt man fest, dass es nämlich abgeschafft wurde. was in den USA grösstenteils lebt, sind Einwanderer seit eh und jeh.
    Liegt des Bauern Uhr im Mist, weiß er nicht, wie spät es ist.

  12. #44
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    Sicher hat er in einigen Punkten recht. Aber nochmal: Die Beobachtungen mögen richtig sein, die Schlüsse daraus sind Mumpitz. Was erreicht er denn mit seinem Buch? Er bedient Vorurteile, schürt diese und vertieft die Gräben zwischen "den Deutschen" und "den anderen". Das geht doch völlig in die falsche Richtung. Wenn seine Annahmen wirklich richtig sind und die Übernahme Deutschlands quasi kurz bevor steht, wäre es dann nicht wirkungsvoller, die Integration wirklich mal konsequent voran zu treiben und die Gründe für die Differenzen zu beseitigen? Denn seien wir mal ehrlich: Da kann Thilo poltern, so viel er will, alle Muslime rausschmeissen wird auch er nicht können.

    Ja, ich kenne auch Leute, die in Parallelgesellschaften leben. Ja, ich sehe auch, dass es Fehlentwicklungen in diesem Bereich gibt. Und ja, ich kenne sogar Juden. Aber dann frage ich mich, ob das wirklich was mit irgendeiner Form von "Rasse" oder sonstigen genetischen Faktoren zu tun hat, ob es solche Entwicklungen nicht auch unter Nicht-Ausländern gibt, ob hier nicht mit geschickt gewählten Beispielen ein völlig falsches Bild von der Allgemeinheit gezeichnet wird und komme zu dem Schluss, dass die Thesen des Thilo S. vielleicht doch ein wenig an der Realität vorbeigehen und mehr schaden als dass sie nützen. Gut, er hat (mal wieder) die MIgrantendiskussion befeuert. Aber die sollten dann doch lieber Leute führen, die noch nen klaren Kopf bewahrt haben und nicht aus irgendeinem Wahn heraus blindem Populismus hingeben.

    Nochmal was zur Einwanderergeschichte. Deutschland schafft sich nicht ab. "Deutschland" gibt es in dieser Form seit nicht einmal 150 Jahren, und bis heute halten viele das Fähnchen ihres lokalen Völkchens hoch, seien es nun Hessen, Sachsen oder Preußen. Diejenigen, die Angst davor haben, dass dieser Vielvölkerstaat sich abschafft, verkennen nur die Tatsache, dass Deutschland schon immer von Einwanderung geprägt war und diese auch verschiedene Einflüsse mitgebracht haben. Als Beispiel seien nur die Hugenotten genannt. Man muss nur irgendwann akzeptieren, dass Gesellschaften einem stetigen Wandel unterworfen sind. Wenn man allein einem Menschen von 1950 erzählt hätte, wie es hier heute zugeht, würde er die Hände überm Kopf zusammenschlagen. Und dafür haben wir nichtmal böse Islamisten gebraucht.

    Beste Grüße
    Ralf
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  13. #45
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    @Olympiablau: Ich wollts gerade schreiben. Ja du hast Recht, die USA sind ein schlechtes Beispiel. Die Nation ist im Gegensatz zu Europäischen Nationen sehr jung. Das Land ist ja erst durch Einwanderer entstanden. Engländer, Franzosen, Deutsche, PolenSpanier, später auch Menschen jüdischer Abstammung - wobei es hier genau so Deutsche wie wir waren bzw. sind (siehe Nachnamen - Bernstein, Spielberg usw). Meine Frage nun: In welchem Kontext war jetzt diese Aussage gemeint? Befürwortet Sarazin jetzt die Politik Israels oder geht es in genau die andere Richtung um mal ganz vorsichtig Antisemitismus zu nennen? Nachdem was ich gelesen hab eher zweites (wobei es sich hier, wie wir schon festgestellt haben, um Infos sog. Qualitätsmedien handelt).

    Edit: Noch ein Anstoss: Kann man zwischen Sarazins Buch und dem ehem. Jugoslavien Parallelen ziehen? Es ging hier zwar nicht um Einwanderungspolitik sondern vielmehr um einen Vielvölkerstaat. Ist sowas nicht mit mangelnder Integration zu vergleichen - wenn auch in kleinerem Rahmen? Genau dieses Problem spricht Sarazin richtig an aber die Lösung? Andererseits halt ich auch nicht viel vom glorifiziertem Multi-Kulti-Geschwafel hier ist man wiederum zu unkonsequent und lässt den Dingen ihren Lauf. Es muss doch einen Mittelweg geben....

  14. #46
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    Zitat Zitat von Tuelle91 Beitrag anzeigen
    Meine Frage nun: In welchem Kontext war jetzt diese Aussage gemeint? Befürwortet Sarazin jetzt die Politik Israels oder geht es in genau die andere Richtung um mal ganz vorsichtig Antisemitismus zu nennen? Nachdem was ich gelesen hab eher zweites (wobei es sich hier, wie wir schon festgestellt haben, um Infos sog. Qualitätsmedien handelt).
    Ich persönlich sehe weder die Befürwortung der israelische Politik, noch Antisemitismus in der Aussage.
    @Prof: 25.000 Hugenotten hatten sicherlich keinen messbaren Einfluss auf Genetik anderer Völker *lach*
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  15. #47
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    Zitat Zitat von olympiablau Beitrag anzeigen
    @Prof: 25.000 Hugenotten hatten sicherlich keinen messbaren Einfluss auf Genetik anderer Völker *lach*
    Ach, sind wir jetzt doch bei Thilos Vererbungslehre hängen geblieben? Dann klink ich mich aus, das ist mir zu blöd.
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  16. #48
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    Ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass ich das Beispiel mit den Hugenotten als nicht passend bzw. vergleichbar empfinde.
    Aber mal was anderes, was haltet ihr davon "Dummschwätzer" als Populisten zu beschimpfen? Der hat schliesslich den Stein ins rollen gebracht.
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