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Thema: Dringend ;( Vorderradbremse bremst nicht


  1. #17
    Tankentroster
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    Also ich weiß ja nicht. Hinten habe ich halt den Hebel ein wenig gegen den Uhrzeigersinn verdreht - jetzt knallt die Bremse bis zum sofortigen Blockieren rein - mit uralten Belägen. Ich sollte mal das Rad runter machen, aber ich habe davor so einen Schweinehund...

    Und vorne - mit neuem Rad und EBC-Belägen war es eine Katastrophe. Erstens musste man die Beläge ganz derb einschleifen, damit diese komische Radlager-Konstruktion der Simson überhaupt halbwegs schleiffrei läuft, dann bremste sie nahezu gar nicht. Dann habe ich solange den Bowdenzug nachgestellt, bis ich auf Anschlag war, und selbst da bremste die Bremse eher lächerlich. Irgendwann hat es mir so gereicht, dass ich eine Zwischenhülse für den Bowdenzug angefertigt habe, der den Zug schon soweit vorspannt, dass ich den Bremsgriff endlich auf die 2 cm einstellen konnte. Das Ergebnis war dann allerdings, dass zwar endlich die Bremse bremste, aber leider halt immer... Irgendwann hatte ich so die schnauze voll, dass ich trotz schleifender Bremse ne Tour von 20km gemacht habe. Jetzt ist die Trommel zwar randvoll mit Bremsenstaub, aber jetzt bremst die bremse wenigstens halbwegs und schleift nicht mehr.

    Kurzum: Keine Ahnung was sich Simson bei dieser Rotz-Konstruktion gedacht hat - viel kann es nicht gewesen sein! Gute 30m Bremsweg sind schlichtweg eine Zumutung. Und selbst in der DDR hätte man die Möglichkeit gehabt, die Bremstrommel auf die andere Seite zu montieren; dann würden die Beläge wenigstens in die auflaufende Trommel bremsen. Oder man hätte gleich eine Duplexbremse verbaut. 60km/h sind nicht so langsam, als dass man das noch notfalls mit den Füßen bremst...

    Langer rede, kurzer Sinn: Es geht uns allen genauso wie Dir. Eine wirklich gut eingestellte Simson-Bremse ist eine Dauerbaustelle. Wenn man nicht alle Nase lang korrigiert, dann leidet die Bremskraft binnen kürzester Zeit gewaltig. Das Problem ist halt, dass sie nicht nachstellt.

  2. #18
    Restaurateur Avatar von y5bc-der alte Sack
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    wie jetzt ????? das Problem ist nach dem 17ten( incl. meinem nichtssagenden ) beitrag schon gelöst ?????


    wo ist mein Rotstift und mein Kalender????? das ich das noch erleben darf.......
    manche kennen mich, manche können mich

  3. #19
    Zahnradstoßer Avatar von Sturmkraehe
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    Moin,

    also an alle die hier so gegen die Simson Bremsen stänkern: Ich weiß nicht, was ihr für einen Unfug mit euren Bremsen treibt. Ihr könnt gerne mal bei mir vorbeischauen und euch davon überzeugen, dass es möglich ist eine Simson Bremse dazu zu bringen, eine vernünftige Verzögerung zu leisten.
    Alle meine Hinterradbremsen blockieren, wenn man richtig in die Eisen geht.

    Zugegeben sind die EBC-Backen teilweise etwas zu groß, ich schleife aber lieber was ab, als von vornhinein Zwischenlagen einzubauen.
    Und Plug&Play ist das mit neuen Bremsen eh nie. Die müssen angepasst werden. Wie schon erwähnt, mache ich das mit der Kreide-Methode.

    Auch richtig: konstruktiv bedingt sind die Schwalbe- Vorderradbremsen nicht die besten, aber dennoch ausreichend!
    Der außenliegende Bremshebel der S51 schafft da Abhilfe. Wenn ich mit meiner S51 vorne stark bremse, muss ich mich ordentlich festhalten, damit ich nicht in den Lenker beiße!

    Gruß
    Carl
    Bleibt dein Moped fast schon stehn, musst am Gashahn etwas drehn.

  4. #20
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    Aber mal ganz ehrlich, wenn man beide Bremsen (vorn + hinten) aus der Fahrt heraus parallel bedienen würde, steht das Moped. Das Motörchen bremst ja auch noch zusätzlich, wenn man nicht auf die Idee kommt, in einer Gefahrsituation den Kupplungshebel zu betätigen.
    Und wer hofft, sein Vögelchen dauerhaft nur mit der vorderen Bremse zum Stehen zu bekommen, sollte mal überlegen, wie die kleinen Bremsbeläge dies schaffen sollen....

  5. #21
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    Hallo,

    mach ich halt noch einen 20ten!

    kleine Bremsbeläge? Die sind doch hinten wie vorn gleichgroß.
    Und Motorbremse im 3ten...

    Ich würde gern mal nach Marschacht kommen (wirklich. Eine Lösung des Problemes liegt mir tatsächlich am Herzen) werde ich aber nicht, würdest du mit der Schwalbe quer durch die Republick gurken um dir von jemandem zeigen zu lassen wie er seine Bremsen einstellt.

    Hier ging es ja auch nicht um die S51, wenn ICH mit meiner S51 vorn oder hinten voll bremse ist Feierabend, egal auf welchem Untergrund, daran ändern auch da völlig abgenudelte Bremsnocken nix aber: Schwalbe war das Thema und da waren bei mir die DDR Bremsbeläge der Ausgangspunkt, die hatten zu 100% Trommelkontackt-Bremswirkung wie gesagt, jetzt mit den EBC und ca. 75% Trommelkontackt Bremswirkung wie gesagt.

    Für mich wird's demnächst mal der Versuch mit den außenliegenden Bremhebeln sein, die sind ja immerhin ca. 2x so lang wie die innenliegenden.

    Ende und schönes WE, Frank!"

  6. #22
    TO
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    Ich würde gerne noch was ergänzen:

    Schlecht für die Bremsen sind auch die Nachbau-Radnaben mit Stahl-Bremsring. Die schmeisst man am besten gleich raus. Testen kann man das mit einem Stück weißen Papier. Bremsring mit Bremsenreiniger intensiv reinigen. Mit dem Stück Papier am Bremsring reiben. Bleibt das Papier weiß oder verfärbt sich nur minimal, hat man einen Stahlring. Färbt sich das Papier grau (Kohlenstoff), hat man einen Grauguss-Bremsring. Grauguss-Bremsringe erzeugen mehr Reibung, bremsen also auch besser. In originalen DDR-Radnaben sind Grauguss-Bremsringe. Mit Stahlring und schlechten (neuen) Belägen kriegt man kaum Bremswirkung.

    Der Bremszug trägt auch einen Teil zum Bremserfolg bei. Wobei falsche Längen von Zug und Hülle ein Problem sind. Ein anderes ist die Federwirkung der Hülle. Wenn man einen Zug zu stark biegt oder gar knickt, wird die Spirale des Außenzuges auseinandergezogen. Man hat dann eine Feder gebaut, die jedesmal bei Betätigung erst zusammengedrückt werden muss bevor Bremswirkung einsetzt. Der Bremshebel befindet sich dann meist schon am Handgriff. Man kann dann natürlich mit der Einstellschraube nachregulieren. Das führt dann aber dazu, dass auch bei nicht gezogenem Handgriff schon etwas gebremst wird. So einen Bremszug entsorgt man besser. Und beim Neukauf sollte man einen qualitativ hochwertigen Bremszug verwenden. Schlechte Qualitäten federn auch im Neuzustand mehr.

    Folgender Test ist auch interessant: Ist die Bremswirkung der Bremse beim Rückwärtsfahren besser als beim Vorwärtsfahren? Stichwort auflaufende Bremsbacke. Eine der beiden Bremsbacken kriegt zuerst Kontakt mit dem Bremsring. Wenn es die ablaufende Bremsbacke ist, verschlechtert das die Bremswirkung. Dafür gibt es nun aber wieder mehrere Ursachen, z. Bsp. unterschiedlich dicke Bremsbacken, ein unsymmetrischer Spreiznocken etc.

    Wenn die Bremswirkung abhängig von der Stellung der Achse ist: Achse tauschen. Die ist krumm.

    Wenn vorhanden, mal einen anderen Bremsschild testen.

    Ich empfehle: EBC Bremsbacken, Grauguss-Bremsring, hochwertige Bremszüge und, wenn möglich, Umbau auf aussenliegenden Bremshebel. Dann bremst es ganz ordentlich.

    Übrigens bremst der SR50 mit den gleichen Bremsen wesentlich besser: Wegen der kleineren Räder.

    Viel Erfolg

    Theo

  7. #23
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    Danke für den Hinweis(SR50) ! Dachte schon ich bin der einzige,welchersein Hinterrad jederzeit mit geringem Druck zur Blockade bringt und welcher sogar vorne mit einer uralt DDR Konstruktion den Reifen bei trockener Fahrbahn fast zum Pfeiffen bringt!
    (Mache im Frühjahr,bei Saisonbeginn zu aller erst immer Bremsübungen. Aus 20 aus 30 und aus ca 45km/h. Vollbremsungen!Damit ich wieder weiß wie sie reagiert und wie weit der Bremsweg trocken ist!)
    LAcht ruhig,aber mache ich seit 1978!
    Andreas
    HS1 12 Volt 35/35 Watt, electronikzündung.4 Gang. Sr 50 /1 c

  8. #24
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    Hi,

    @andi deine heilen Knochen geben dir recht

    Nochwas zu den Bremszügen: meinen schlechtesten hatte ich aus einer Motorrad/Roller/Simson Werkstatt mit 10 Angestellten.
    Als die Fahrzeuge, die Preise gesehen hatte, mit denen Sprach etc. hatte ich eigentl. keinen schlechten EIndruck, der Zug hat 9,- gekostet und war nach der ersten Woche mit zweimal NAchstelllen nach erkennen der Ursache austauschwürdig.

    Was sind denn gute Züge? Ich wollte schon fast bei Johnson Rohmaterial kaufen und selber machen...

    Grüße!

  9. #25
    Flugschüler Avatar von Schwalben-Toby
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    Wo bekommt man Grauguss Stahlringe und wie kommen die in die Nabe?
    viele Grüße Toby-vom Schwalbefieber gepackt,total fasziniert KR51/1S

  10. #26
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    Hallo,

    die bekommst Du nirgends !

    In den alten Radnaben waren Grauguss Ringe verbaut (eingepresst), in den neuen werden Stahlringe verbaut !

    Gruß Andi

  11. #27
    Tankentroster
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    Zitat Zitat von MyRessort Beitrag anzeigen
    In den alten Radnaben waren Grauguss Ringe verbaut (eingepresst), in den neuen werden Stahlringe verbaut !
    Früher war halt doch alles besser - zumindest bei der Schwalbe. Leider haben die jetzigen Hersteller drastisch das Sparen angefangen, sodass bei Material und Herstellung an jeder Ecke und Kante gespart wird (Kolbenplanflächen existieren nicht, Laufbuchsen haben nicht mehr Ansatzweise die hohe DDR-Qualität usw...). Daher: Altteile besorgen. Das hat nicht nur den Originalitätsfaktor - die Qualität ist auch weitaus besser!

    Zitat Zitat von andi-dussel Beitrag anzeigen
    LAcht ruhig,aber mache ich seit 1978!
    Wieso sollte man darüber lachen? Wer sowas nicht macht, ist selbst schuld! Auch beim Autofahren ist es ausgesprochen wichtig (z.B. beim ersten Schneefall) wieder ein Gefühl für die Grenzen der Physik zu bekommen!

  12. #28
    TO
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    Es gibt auch in den neuen Radnaben Graugussringe:

    Zum Beispiel:
    Radnabe mit Kugellager (-ZZ / Top Gussqualit

    oder da:
    http://www.1a-shops.eu/cgi-bin/shops...3&subid=184547

  13. #29
    Tankentroster
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    Eine kleine Ergänzung für Bremsenbastler:
    Wenn die Bremsleistung unzufrieden ist, sollte man auch die Verschleißmaße überprüfen.
    Der Trommeldurchmesser hat 125 mm. Der Backendurchmesser sollte 124,6 mm sein, also für jede Backe 0,2 mm Luft. Dickere Beilagen sollte man spätestens bei 123,6 einsetzen.
    Werden die Backen ausgebaut, dann sollte man sie rechts und links markieren. Bei diesem Bremsentyp gibt es eine auflaufende und eine ablaufende Backe. Beide nutzen sich unterschiedlich ab. Werden sie beim Einbau vertauscht, dann wird die vorher Auflaufende zur Ablaufenden, so das nur noch eine Backe bremst. Die Bremswirkung ist dann auch dementsprechend.
    Sportbremsbacken haben schräg eingefräste Schlitze im Belag. Diese sind meiner Meinung nach zu breit, da hier auch Bremsfläche verloren geht. Ich habe bisher in alte Backen schräge schmale Schlitze eingesägt, die den entstehenden Bremsschmirgel abstreifen.
    Sind die Backen bis auf 2 mm abgenutzt, sollte man die auch wechseln. Ich glaube Simson hat hier mal 1,5 mm vorgegeben.
    Wenn die Einstellschraube oben am Lenker nicht mehr zur Regulierung reicht, hilft hier die Einstellschraube von der MZ. Die ist 1 cm länger. (Simson 2 cm, MZ 3 cm)

    vielleicht helfen diese Hinweise ja bei Probleme weiter

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