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Thema: Mein erster M541 - Was muss ich beim Regenerieren beachten?


  1. #1
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    Standard Mein erster M541 - Was muss ich beim Regenerieren beachten?

    M53 und M54 baue ich mittlerweile recht routiniert neu auf. Nun steht der erste M541 vor der Tür. Da ich mit diesem Motor wenig Erfahrung habe bitte ich euch, einmal über meien Plan drüber zu lesen und mir zu sagen ob ich noch weitere Bauteile tauschen sollte.

    Der Motor bekommt neue:
    - Garnitur
    - Kurbelwelle
    - Primärtrieb & Kupplung (weil aktuell gar nicht vorhanden)
    - Ziehkeil (starkes Pitting)
    - Schnurfeder und Kugeln
    - Sprengringe und Sicherungsbleche
    - Lager und Dichtungen sind ja eh selbstverständlich

    Ich habe noch Ausgleichsscheiben für Kurbelwelle und Abtriebswelle von den diversen m53 liegen. Passen die von den Maßen her auch für m501?
    Wo müssen sonst noch Ausgleichsscheiben hin? Auf dem Schirm habe ich:
    - zwischen Kupplungskorb und Lager
    - unter den Sprengring der Schaltwalze
    - Axialspiel von Kurbel- und Abtriebswelle

    Was habe ich vergessen?
    ..shift happens

  2. #2
    Chefkonstrukteur Avatar von Harzer
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    Sollte alles dabei sein, schau mal in die Hohlschaltwelle, viele sind da ganz übel von der Oberfläche und lassen den O-Ring gleich sterben.

    Gruß
    Frank

  3. #3
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    die wollte ich mit einer verstellbaren reibahle innen planen, danach ausmessen und die o-ring nut in der kickstarterwelle mit teflonband soweit "auffüllen" dass das quetschmaß des o-rings wieder passt.

    auf meiner abtriebswelle ist nur noch in den bereichen, wo die losräder innen hohl sind, eine verkupferung zu erkennen. muss die neu?
    ..shift happens

  4. #4
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Rossi
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    Zitat Zitat von moeffi Beitrag anzeigen

    auf meiner abtriebswelle ist nur noch in den bereichen, wo die losräder innen hohl sind, eine verkupferung zu erkennen. muss die neu?
    Nach der Aussage der Reperaturanleitung ja:

    http://www.zweiradteile-shop.de/Bild...inbaumasse.jpg

    Verschleisskontrolle verkupferter Bereich, heisst für mich, wenn Weg, dann weg, dann neu.

    Auswendig sage ich, dass die Ausgleichscheiben auf der rechten Gehäuseseite gleich dem M53 sind. Der Rest ist anders.

    MfG

    Tobias

  5. #5
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    Wobei rechte und linke Seite der Kurbelwelle die gleiche Größe Ausgleichsscheiben benutzt.
    Es lohnt sich ein paar Ausgleichsscheiben verschiedener Stärken für Kupplungswelle und vor Allem für die Schaltwalze liegen zu haben. Wer das Spiel an der Schaltwalze so weit wie möglich reduziert wird mit wunderschönen Gangwecheln belohnt.
    Noch ein paar Tipps:
    - Miss VOR dem Montieren der Kurbelwelle aus, was für eine Ausgleichsscheibe auf die linke Seite gehört damit die KW mittig läuft.
    - Losradwelle solltest du neu machen
    - wenn du das rechte Lager der Kurbelwelle in Endposition bringst (Dorn und Hämmerchen) dann mach alle Hintergrundgeräuche aus und höre genau hin. In dem Moment in dem sich das Geräusch ändert (wird heller) sitzt das Lager bündig. Jeder weitere Schlag richtig den Rundlauf der KW hin und führt zu verspannten Lagern
    Viel Erfolg
    Sirko
    Ich wünschte ich wäre eine Lorbeere, dann hätt ich nichts zu tun als auf mir auszuruhn!!!

  6. #6
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    danke sirko,
    -Miss VOR dem Montieren der Kurbelwelle aus, was für eine Ausgleichsscheibe auf die linke Seite gehört damit die KW mittig läuft.
    - wenn du das rechte Lager der Kurbelwelle in Endposition bringst (Dorn und Hämmerchen) dann mach alle Hintergrundgeräuche aus und höre genau hin. In dem Moment in dem sich das Geräusch ändert (wird heller) sitzt das Lager bündig.
    das habe ich bei meinen m53 auch nicht anders gemacht und weil ich eben die axialspiele alle so gut wie möglich einstellen will frage ich ja vorher für welche stellen ich mir was hinlegen muss.

    leider hat sich bei der zwischenzeitlichen bestandsaufnahme ergeben, dass so ziemlich alles an dem motor ausser dem gehäuse mausetot ist. teilekosten für eine regeneration lägen dann haarscharf an 400€. ich glaube ich muss mich erst mal nach einem würdigeren kandidaten umsehen...
    ..shift happens

  7. #7
    Simsonschrauber Avatar von K.P.
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    Zitat Zitat von totoking Beitrag anzeigen
    - wenn du das rechte Lager der Kurbelwelle in Endposition bringst (Dorn und Hämmerchen) dann mach alle Hintergrundgeräuche aus und höre genau hin. In dem Moment in dem sich das Geräusch ändert (wird heller) sitzt das Lager bündig. Jeder weitere Schlag richtig den Rundlauf der KW hin und führt zu verspannten Lagern
    Sollten die Lager mit deiner Methode lieber vorm Verschrauben der Gehäusehälften eingesetzt werden oder danach?
    Im Lehrvideo werden die Lager ja vorm Verschrauben eingesetzt.
    Was ist besser und führt zu weniger Risiko auf Verspannung?

    Gruß,
    K.P.
    Wer Reifen auf die Straße brät, braucht ein 2 Takt Heizgerät...

  8. #8
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    Ich verschraube zuerst und setze danach die Lager ein. Ich habe noch keine verspannten Lager gehabt.
    Ich wünschte ich wäre eine Lorbeere, dann hätt ich nichts zu tun als auf mir auszuruhn!!!

  9. #9
    Simsonschrauber Avatar von K.P.
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    Nachdem ich nun auch meinen ersten M501 fertig regeneriert habe und er sogar funktioniert, kann ich ja mal darauf hinweisen, worauf ich das nächstemal besonders achten würde und was ich anders machen würde.
    Als kleine Info:
    Ich habe den gesamten Motor nach der Anleitung im Lehrvideo regeneriert.
    Habe mir zu erst jeden Schritt einzeln rausgeschrieben, andere Schritte noch ergänzt und ein PDF erstellt mit nun 4 Seiten, welche ich Schritt für Schritt abgearbeitet habe.
    Falls Interesse besteht, kann ich dies gerne weiter geben.

    Bei mir hat eigentlich alles wunderbar funktioniert.
    Das einzige was ich beim nächstenmal anders machen würde, wäre das Eisetzen des Abtriebswellenlager rechts 6004 und des Kurbelwellenlagers rechts 6204.
    Laut Video sollen die Lagerinnenringe ja mit einem Heizpilz angewärmt und dann in die warmen Lagersitze montiert werden.
    Das ist zwar auch möglich, jedoch würde ich das nächstemal die Lagerinnenringe anheizen und dann auf die kalten Wellenstümpfe stecken, bevor die rechte Gehäusehälfte montiert wird!

    Sonst war eigentlich alles problemlos möglich.

    Des Weiteren sollten alle Sicherungsringe für den Motor bereit liegen.
    Bei mir hatten besonders die Außensicherungsringe an Spannkraft verloren und mussten demnach ersetzt werden. Also ich habe alle Sicehrungsringe ersetzt, aber die hatten es auf jeden Fall nötig im Vergleich zu den anderen Innensicherungsringen.
    Und Ausgleichsscheiben für nötige Stellen sollten in verschiedenen Stärken ebenfalls vorhanden sein.

    Was ich noch gelernt habe ist, dass manche Spezialwerkzeuge wirklich sinnvoll sind und auch nicht ersetzt werden können. Dafür sind andere meiner Ansicht nach nicht ihr Geld wert und man kann somit getrost auf diese verzichten. Hierzu gehört m.E. nach der Kickstarterfederspanner...
    Viele Werkzeuge lassen sich auch selbst mit etwas Geschick herstellen.
    Zum Beispiel der Kupplungswellen-6000-Lagerabzieher und die Kurbelwellenenziehvorrichtung. Mit passenden Rohrgrößen und Gewindestangen lassen sich diese Werkzeuge für schmales Geld nachbauen. Somit spart man das so begehrte Wertpapier für Ersatzteilkäufe

    Übrigens:
    Zitat Zitat von moeffi Beitrag anzeigen
    und weil ich eben die axialspiele alle so gut wie möglich einstellen will frage ich ja vorher für welche stellen ich mir was hinlegen muss.
    Hier mal eine Liste mit den Scheiben, welche nötig sind:

    Anlaufscheiben / Distanzscheiben / Ausgleichsscheiben:
    - Ausgleichsscheibe Dichkappe 32x42x...

    - Anlaufscheibe unter dem Kupplungskorb 17x28x1
    - Ausgleichsscheibe über dem Kupplungskorb 17x28...
    - Anlaufscheibe Schaltwalze 12x18x...
    - Distanzscheiben 24x35x1 zwischen Losrädern auf Abtriebswelle
    - letzte Distanzscheibe über dem Losrad 4. Gang 24x35x...
    - Anlaufscheibe unter dem Losrad 1. Gang 20x32x1
    - Distanzringe zwischen den Festrädern auf der Kupplungswelle
    15x22x2,0
    - Anlaufscheibe 10,5x16x1 auf Kupplungswelle über dem Festrad 4. Gang und Lager 6000
    - Ölleitscheibe rechte Kurbelwellenseite 15x22x2

    Bei den Angaben, wo die Stärke eines Scheibenmaßes mit "..." angegeben ist, heißt, dass dort die Stärke je nach Axialspiel gewählt werden muss.

    Gruß,
    K.P.
    Geändert von K.P. (29.12.2013 um 22:18 Uhr)
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  10. #10
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    Standard

    Ich habe auch immer die beiden Kurbelwellenlager vorher montiert und kann auch garnicht nachvollziehen warum ich das rechte Lager erst nach dem zusammenfügen beider Gehäusehälften einsetzen sollte.
    M.M.n. ist das nachträgliche Einsetzen eher ein "Gefahrenpunkt" um Lager zu verspannen.

    Vorher aufgeschoben und dann die rechte Gehäusehälfte gut erwärmt zu montieren hat bei mir steht Erfolg gehabt. Sehr leichter Lauf.

    Toto, k.A. ob ich schonaml nachgehakt habe, aber warum machst du dies auf diese Weise? Kann kir gut vorstellen das ein weniger geübter Schrauber auf deine Weise die Welle zerwixxt bzw. das Lager im Sitz verkantet.
    Gerade beim "Kalt/Warm-Zusammenfügen" ist ja sicherlich jedem aufgefallen will extrem schnell die Teile bei Kontakt zusammensitzen sodass ohne Gewalt (oder entsprechendes Werkzeug ) nichts mehr zu verschieben ist.
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

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