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Thema: Hilfe für Anfänger, Verständnis Elektronik


  1. #1
    Glühbirnenwechsler Avatar von Rauchauspuff
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    Standard Hilfe für Anfänger, Verständnis Elektronik

    Guten Tag liebes Forum,
    ich bin gerade dabei einen Simson Spatz zu restaurieren. Leider hab ich in Sachen Elektronik so meine Probleme und wollte mal fragen ob mir jemand bisschen unter die Arme greifen kann und erklären kann was spezifisch genau ich so wissen sollte über die Elektronik in den Mopeds. Die Grundlagen wie z.b was Gleichstrom, Wechselstrom ist oder einzelne Bauteile und ihre Aufgaben sind Kenntnisse die ich schon besitze.
    Ich hoffe jemand findet sich der mir helfen kann

  2. #2
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Moin

    Vielleicht nimmt es Dir schon etwas von Deiner Angst zu wissen,
    das wir es hier nur mit Elektrik zu tun haben - nicht mit Elektronik.
    Hinzu kommt, das der Spatz eine Minimalelektrik hat,
    also keine Blinker, Gleichrichter, Ladeanlage und Akku.
    Hier beim Harald hats nen guten Schaltplan: Homepage Familie Moser

    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  3. #3
    Glühbirnenwechsler Avatar von Rauchauspuff
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    Elektrik, mein ich, sorry. Kann den mir jemand vielleicht kurz erklären? Ich weiß nämlich nicht ob ich das alles so richtig verstanden hab... :)

  4. #4
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Welchen Teil verstehst Du nicht?
    Die Bauteile sind doch alle beschriftet.
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  5. #5
    Zündkerzenwechsler
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    Bin jetzt zwar nicht der Fachmann was Elektrik angeht, aber eigentlich ist das ganze, vor allem beim Spatz, extrem simpel aufgebaut.

    Wir setzen einfach voraus, dass der Motor läuft. Warum das so ist ist ein anderes Thema, auf jeden Fall wird dadurch, dass sich die Welle im Motor dreht ein Polrad angetrieben. Das dreht sich um die Grundplatte, auf der 3 Spulen sind, eine für die Zündung und zwei für das Licht. Lernt man glaube ich sogar in der Grundschule, gewickelter Draht (=Spule) + Magnet = Strom. Dadurch, dass sich also das Polrad (mit Magnet) um die Spulen dreht, erzeugen diese immer abwechselnd Strom. Rauscht der Magnet an der Zündspule vorbei, erzeugt diese Strom für die Zündkerze (was den Motor am laufen hält), beim Licht wird ein Kondensator aufgeladen (eine Art Batterie, die sich schnell auflädt aber langsam entlädt) und dadurch für relativ gleichbleibende Spannung gesorgt, sonst würde das Licht ja flackern.

    Du hast jetzt also 2 Kabel, die aus dem Motor raus kommen und jeweils positiv geladen sind. Dass Strom fliesst braucht es aber auch einen Minus Pol der wieder zur Stromquelle zurück läuft. Das ist das dritte Kabel und das ganze passiert über den Rahmen, also die Massepunkte. Du brauchst also nicht von jedem Verbraucher ein Kabel, das zur Grundplatte zurück geht, es reicht, wenn der Verbraucher irgendwo am Rahmen angeschlossen ist, der Rahmen ist wiederum mit dem braunen Kabel das zur Lichtmaschine zurück führt verbunden.

    Wenn du jetzt auf dem Schaltplan schaust, geht das rot-gelbe Kabel zum Rücklicht, bzw. wird aufgespalten und läuft noch über die Schlusslichtdrossel. Die sorgt dafür, dass beim bremsen das Rücklicht (wenn es eingeschaltet ist) aus geht, weil die erzeugte Spannung nicht reicht um beides ausreichend zum leuchten zu bringen. Das Rücklicht ist permanent mit dem Rahmen verbunden, das Bremslicht bekommt in dem Moment Masse, in dem du bremst und somit den Stromkreislauf schliesst. Dadurch geht das Rücklicht dann, Schlusslichtdrossel sei dank, aus.

    Das rot/weiße Kabel geht über das Zündschloss zum Lichtschalter am Lenker. Der Schalter steuert nur, welche der beiden Glühdrähte in der Birne Strom bekommt für Fern und Abblendlicht.
    Darunter ist noch der Schalter für die Hupe, die ist als einziges Teil an der Batterie (die in dem Fall wirklich eine Batterie ist, weil sie während der Fahrt nicht geladen wird) hängt. Batterie ist ebenfalls mit dem Massepunkt verbunden, Stromkreislauf wird geschlossen wenn du den Schalter drückst.

    Ist eigentlich sehr einfach zu verstehen, man kann das auch noch minimaler halten, sich den Schalter am Lenker sparen, permanent mit Abblendlicht fahren, Batterie raus, Hupe raus, Bremslicht raus, dann brauchst du auch keine Schlusslichtdrossel mehr und hast im Endeffekt zwei Kabel in deinem Moped - eins für's Vorderlicht, eins für's Rücklicht. So war's als ich meine Schwalbe gekauft hab. Nicht verkehrssicher, aber wartungsarm.


    Dass beim Spatz die Batterie gar nicht geladen wird ist mir neu. Und dass es kein Standlicht gibt irgendwie auch - war das nicht Vorschrift in der DDR?

  6. #6
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    @sejoki

    Ist mir völlig neu, daß der Scheinwerfer-Lichtstrom über nen Kondensator läuft.
    Wo ist der denn verbaut?
    Oder glaubst Du wirklich, das man 6000 mal flackern pro Minute sehen kann!?

    Deine Aussage, daß das Rücklicht wegen der Drossel ausgeht, ist falsch.
    Die Drossel sorgt dafür, das die Rücklichtbirne nicht durchknallt-
    Die für Rücklicht und Bremslicht zuständige Spule erzeugt nämlich 18 Watt.
    Die Bremslichtbirne nimmt das gerne an aber fürs Rücklicht wäre es zuviel.

    Übrigens hatten SR 1 + 2, KR 50 und Spatz kein Standlicht.

    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  7. #7
    Simsonschrauber Avatar von ElGonzales
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    Naja, die Spule der Drossel mit ihrem (Blind-)Widerstand (Wunderwelt Wechselspannung) ist dem Strom etwas im Weg auf seiner Reise von der Rücklicht/Ladespule zur Masse.
    Ähnlich meiner Wenigkeit nimmt er immer den Weg des geringsten Widerstands und denkt sich bei getretener Bremse so: och, ich geh mal direkt durch den Glühfaden vom Bremslicht, is viel einfacher.
    Das andere ist mir zu anstrengend, erst ewig weit im Kreis rum bergauf und dann auch noch durch so'n dürres heisses Fädchen quetschen...
    Gruß, André (OMG jetzt auch mit Zschopower!!!1!)

  8. #8
    Glühbirnenwechsler Avatar von Rauchauspuff
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    Ok, also für mich ist das noch bisschen freaky, aber ich kapiers so langsam. Ich schau mir das alles nochmal durch und schreib dann wie ich es verstanden hab. :)

  9. #9
    Flugschüler Avatar von mcfly2001
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    Mach das mal.
    Wenn du noch einen richtigen Wohnort angibst,
    kann dir vielleicht auch jemand vor Ort helfen.

    Gruß
    Markus

  10. #10
    Glühbirnenwechsler Avatar von Rauchauspuff
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    Also ich hoffe ich blamiere mich jetzt nicht.



    1: Durch die Bewegung des Polrads entsteht eine magnetische Spannung und dadurch auch Strom.
    Der Kondensator im Polrad speichert Strom bzw leitet den Strom weiter
    2. Von der Bremslichtspule fließt der Strom der entsteht über ein Leitungsverbinder Richtung Stoplicht. Von dort aus fließt Strom noch Richtung Stopplichtschalter.
    3.Lichtspule leitet Strom Richtung Kondensator, Kondensator speichert Strom und leitet Strom weiter an den Ablendschalter und von dort aus fließt Strom weiter Richtung Scheinwerfer
    4. Vom Leitungsverbinder fließt Strom zur Schlusslichtdrossel und von dort zur Rücklicht
    5. Von der Batterie fließt Strom Richtung Signalhorn und an einen Massepunkt (Rahmen)

    Ist das so richtig?
    Fragen:
    1. Ist das Bauelement wo von dem Strom der von der Lichtspule fließt überhaupt ein Kondensator oder ein Relai?
    2. Was bedeuten die weißen Punkte z.b im Abblendschalter? Lg Rauchauspuff
    Geändert von Rauchauspuff (24.11.2015 um 22:54 Uhr)

  11. #11
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Der Kondensator sitzt auf der Grundplatte (Stator), nicht im Polrad (Rotor).
    Und nochmal, der hat nichts mit dem "Lichtstrom" zu tun, sondern mit der Zündung.
    Vereinfacht gesagt fängt der Kondensator die Spannung zwischen den Zündfunken auf und gibt sie zum Zündfunken wieder ab.

    Durch Rotation der Magneten des Polrades entsteht um die feststehenden Spulen ein Magnetfeld, welches eine Spannung in die Spulen induziert.

    Ansonsten grundsätzlich richtig.
    Spulen "erzeugen" Strom, dieser fließt durch Leitungen, Verbindungen, Schalter und Verbraucher letzlich immer zurück zur Masse.
    Auf der Grundplatte sind 3 Spulen:
    Zündspule, Lichtspule und Rück-/Stoplichtspule
    Die Lichtspule versorgt über den Schalter Abblend/Aufblendlicht den Scheinwerfer. (Die weissen Punkte auf dem Schaltplan sind Schalterstellungen)
    Die Rück-/Stoplichtspule versorgt über eine dauerhafte Verzweigung das Stoplicht (bei geschlossenem Bremslichtschalter) direkt
    und das Rücklicht über die Drosselspule.

    Jetzt klar ? Sonst frag ruhig nochmal.

    LG Kai d:)
    Geändert von Kai71 (24.11.2015 um 23:03 Uhr)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  12. #12
    Glühbirnenwechsler Avatar von Rauchauspuff
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    Ich habe es jetzt kapiert, danke! :) Noch paar Fragen hab ich aber. Was ist das für ein Teil wo 2 Licht, 1 ein 0 aus steht? Und es fließt ja Strom Richtung Ablendschalter. Wieso läuft der Strom da über die Leitung die mit 56a gekennzeichnet ist und nicht über 56b? Und wenn ich quasi auf die Bremse trete geht quasi der Schalter zu und die Lampe leuchtet auf ?

  13. #13
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Das mit den Bezeichnungen/Stellungen 0=aus, 1=ein und 2=Licht
    ist der Zündlichtschalter, im Volksmund auch Zündschloss genannt.
    0=Zündung aus (durch Ableitung des Zündstromes gegen Masse),
    1=Zündung ein (der Motor kann gestartet werden)
    und 2=jetzt sollte bei laufendem Motor auch Licht an sein


    Der Lichtschalter hat zwei Stellungen Abblendlicht auf 56a und Fernlicht auf 56b.
    Es kann natürlich immer nur eins leuchten.
    Die Entscheidung liegt bei Dir, b.z.w. in Deinem linken Daumen.
    Das nur eine Schalterstellung auf dem Schaltplan dargestellt wird
    hat sich einfach als übersichtlicher erwiesen.


    Und ja, wenn Du die Bremse betätigst sollte der Bremslichtschalter
    den Massekontakt herstellen und (bei laufendem Motor) das Bremslicht leuchten.


    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  14. #14
    Glühbirnenwechsler Avatar von Rauchauspuff
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    Okey perfekt. Habs jetzt aufem Schirm. Danke Kai :)

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