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Thema: S 51 B Nässe und Zündung (verdammt noch mal ! ...)


  1. #17
    Tankentroster Avatar von MacHeba
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    Hallo Matthias,

    das mit der Vorfunkenstrecke war nur mal so 'ne Idee. Mir war der Begriff aus dem PKW-Bereich bekannt, im Prinzip ist das eine definierte Luftstrecke in der Zündleitung, also eine Unterbrechung derselben, gerne z.B. im Kerzenstecker integriert.

    Sowas kann man natürlich auch ungewollt dadurch herstellen, daß das Zündkabel nicht richtig befestigt ist und sich somit eine Unterbrechung ergibt.

    Wenngleich ich nicht verstehe, wie

    a) durch eine Vorfunkenstrecke kein "Kompressionsdruck" mehr vorhanden sein kann
    Nein, Nein! Ich sagte, bei der ausgebauten Kerze ist der Kompressionsdruck weg, weil die Kerze halt jetzt neben dem Zylinder an der frischen Luft liegt, und nicht mehr den Zylinder dicht hält Deshalb zeigt die Kerze auch immer einen Funken, wenn sie ausgebaut ist.


    b) eine Spannung durch eine längere Funkenstrecke höher werden kann (häää ... ???? '' - kommt so ein Funken denn keinem zusätzlichen Widerstand gleich ????) Ich versteh´Bahnhof ...
    Ja, die Funkenstrecke IST zunächst mal ein sehr hoher Widerstand, aber erst NACH dem Zündkabel. Damit ein Funke überspringt, muß die Spannung an der Zündspule höher ansteigen, und das macht sie, weil keine Last (in Form eines überspringenden Funkens) dran hängt.

    Im Moment der Zündung steigt die Spannung am Zündkabel sprunghaft auf etliche Kilovolt. Irgendwann (nach Sekundenbruchteilen!!) reicht sie aus, daß zwischen den Kerzenelektroden ein Funke überspringt, es fließt also Strom, welchen man als Funken sogar "sieht". Dieser Strom belastet die Zündspule und die Spannung bricht wieder zusammen.
    Wenn nun die Funkenstrecke größer wird (also Elektrodenabstand der Kerze erhöht ODER eben eine zweite Funkenstrecke irgendwo im Zündkabel / -stecker), muß auch die Spannung an der Zündspule höher steigen, bevor ein Funke überspringt.

    Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten:
    - Die Zündung ist so schlaff, daß diese Spannung nie erreicht wird. Dann geht aber garnix, auch bei trockenem Wetter. Also scheidet das mal aus.
    - Die Isolation des Zündkabels widersteht den hohen Spannungen nicht, und der Zündstrom schlägt durch dieselbige, bevor der Funke an der Kerze überspringt. Und das erscheint mir wahrscheinlich, weil es trocken kribbelt, und naß nichts mehr geht, weil das Wasser den durchschlagenden Zündstrom ableitet.

    Deshalb mein Tip:
    - Besorg Dir ein neues Zündkabel, obwohl das "alte" auch "neu" ist. Sind ein paar wenige Euro, aber die hast Du mit einer gesparten Taxifahrt raus.
    - Nimm mal einen anderen Kerzenstecker, notfalls gebraucht oder vom Schrottplatz, einfach, um mal zu sehen, ob es was bringt
    - Befestige alles richtig und achte auf guten Kontakt des Kabels

    - Und check auch die Sachen vom Harry (Massekabel), wie gesagt, meine Idee war nur so ein Geistesblitz.

    Glück Auf aus DO!

    Mac Heba

  2. #18
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard Ich hake da noch mal ein:

    Ja, liebe Grüße, Ihr beiden,

    net-harry + MacHeba

    jetzt hab´ ich´s gerafft, vor allem das mit der ansteigenden Zündspannung ( ... BEVOR es funkt, ahaaaa ... ), und es erscheint mir sehr logisch. Aber korrekt aufgeschraubt ist der Kerzenstecker jedenfalls, keine Frage. MacHeba, erklär´ doch noch mal, wie man mit einem Ohmmeter den Kerzenstecker "durchmisst". Habe so was noch nicht gemacht.

    Das mit der Masseverbindung der Zündspule habe ich jetzt auch gerafft. Heißt das, wenn das Massekabel zum Rahmen - sagen wir - einen Kabelbruch hätte, würde die Zündspule trotzdem ihren Dienst tun, und dafür mehr Strom ausspucken ? Nee, oder ? Werde es mal überprüfen...

    Nun muss ich aber noch mal an einer ganz anderen Stelle einhaken, weil mir da noch ein völlig anderer Gedanke kommt: Mir hat es jetzt und soeben zum dritten wenn nicht gar vierten Mal in Folge die Zündkerze zerschossen, nach jeweils etwa 500 km. Auch das kann doch wohl überhaupt nicht sein. Bei drei Kerzen davon ging es solange noch gut, als ich gefahren bin, dann aber beim Stehenbleiben an der Ampel von wegen Gas wegnehmen, runterschalten und niedrigeren Drehzahlen ging das Möp aus und war auch nicht mehr anzukriegen. Neue Kerze rein, und es lief wieder. Habe nun ständig zwei neue dabei, geht nicht anders. Der Zündfunken kommt aber auch bei allen Kerzen, die nicht mehr zünden wollen. Da scheint es mir doch auch noch einen Zusammenhang zum stromgewordenen Zündkabel zu geben. Außerdem läuft der Motor (schon immer) sehr unrund im Standgas. Er hat immer wieder (Zünd-) Aussetzer, verhaspelt sich und fängt sich dann wieder. Manchmal aber auch nicht und bleibt stehen. Da half schon immer nur ein höher eingestelltes Standgas. Ich bin da nun, mag´s was damit zu tun haben oder nicht - ich weiß es nicht - auf die Idee gekommen, ob nicht der Kondensator nicht mehr so recht "kondensieren" will ':wink:', jedenfalls hat er einen klaffenden Riss in seiner Plastikabdeckung, wenn man durch das Polrad draufschaut. Funken am Unterbrecher habe ich allerdings im Standgas kaum ausmachen können, nur ab und zu und nur schwach, abgebrannte Kontakte am Unterbrecher sind auch nicht festzustellen. Gewechselt worden ist das Ding - der Kondi - auch schon mal.

    Bringt das jetzt vielleicht noch andere zündende Ideen ??

    Mein Gott das wird ja ´ne lange Session hier '', aber laufen muss es, sonst hüpft mir irgendwann mal´s Huhn aus der Pfanne.

    Liebe Grüße, bis bald Matthias

  3. #19
    Tankentroster Avatar von MacHeba
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    Mahlzeit Matthias!

    Also, Kerzenstecker durchmessen:
    Du besorgst dir ein Vielfachmeßgerät (Multimeter), die digitalen Dinger für 10 Euronen us dem Baumarkt reichen völlig. Stell den Meßbereich auf Widerstand (Ohm) ein, Bereich 20kOhm oder 200 kOhm, was so um den Dreh grad da ist.
    Kerzenstecker abziehen, Zündkabel herausdrehen. Eine Meßspitze des Multimeters drückst Du in die Aufnahme der Zündkerze, und zwar an die Metallklammer, die die Kerzenspitze normalerweise kontaktiert, die andere Spitze hältst Du an den Gewindedorn, in welchen das Kabel geschraubt wird.

    Die Anzeige sollte entweder 0 sein, oder aber 1kOhm - max. 15kOhm. Sind es deutlich mehr, hat der Stecker eine Unterbrechung, die da nicht rein gehört.

    Der Kondensator sollte übrigens keinerlei Risse an keiner Stelle zeigen, sonst zieht der Feuchtigkeit und schlägt durch. Das vermindert die Zündleistung bis zum Totalausfall. Funken gibt es in dem Fall keine am Unterbrecher, die schließt der kaputte Kondensator dann kurz. Ist allerdings ein "Langzeit"effekt und tritt in der Regel nicht bei Regen schlagartig auf.

    Die Masseleitung führt bei Unterbrechung zu keiner Spannungserhöhung, hier fließt ein hoher Strom bei vergleichsweise niedriger Spannung. Wenn diese Leitung allerdings angegammelt ist, vermindert das auch die Zündleistung.

    Der Test, ob die ausgebaute Kerze einen Funken hat, zeigt nur, daß die Zündanlage grundsätzlich nicht komplett ausgefallen ist. Ob die Power ausreicht, auch im Zylinder bei warmen Benzindämpfen unter 10Bar Druck noch einen Funken zu schießen, kann man so nicht direkt sehen.

    Grundsätzlich:
    Den Kondensator würde ich tauschen, wenn er schon einen deutlich sichtbaren Riß zeigt. Prophylaktisch würde ich sogar unbesehen Kerzenstecker und Kabel tauschen, kostet ein kleines Geld und ist in 'ner Viertelstunde getan.
    Jetzt noch die Kabel zur Zündspule kontrolliert, eventuelle Korrosion an den Anschlüssen entfernt, ggf. dei Zündung eingestellt, und dann ist die Zündseite eigentlich über jeden Verdacht erhaben.

    Viel Erfolg!
    Glück Auf!

    Mac Heba

  4. #20
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    Ja, danke, und Mahlzeit zurück,

    na, da bleiben erst mal keine Fragen offen, da hab´ ich schon eine gewisse Menge Brot, bei ein paar Einkäufen angefangen... Doch was zerhaut einem die Zündkerzen ??? Zuviel Strom, würde ich sagen ? An der Zündkerze selbst? Ist doch abartig. Oder sind die "Isolator Spezial" von Beru irgendwie sch... Andere gibt´s aber nicht. Idee ?

    Nur noch so wegen der Feuchtigkeit und dem Kondensator ... was Du jetzt nicht wissen kannst ... bei Regen kommt sicher nichts rein, doch mein Simmerring war durch langes Rumstehen nicht mehr so recht dicht, und es hat sich da mit der Zeit schon ein recht öliger - na, ich würde mal sagen: Komplettbelag - über der ganzen Grundplatte (Spulen usw.) ausgebreitet. Allerdings war dem Kondi selbst nichts anzusehen, der ist ja auch am weitesten mit vorn. Der Simmerring ist jetzt neu, ich hab das ganze Gehäuse trocken gewischt, und, soweit es ging, auch die Grundplatte. Besondere Probleme hat der Siff aber soweit nicht hervorgerufen, ich meine: keine, die nicht schon seit eh´ und je dagewesen wären. Hmm. Nur so nebenbei. Werd´ ihn sicherheitshalber dann doch mal austauschen. Oder kann man da auch was messen ... fällt mir grad so ein ... egal.

    Na, dann vielen Dank ein weiteres Mal, hab´ dann erst mal was zu tun ... '8)'

    Bis demnächst, Matthias

  5. #21
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    Hallo, da bin ich wieder,

    und nur Hiobsbotschaften, soweit das Auge blickt:

    Habe mir nun ein Multimeter für geschlagene 10 € im Markt gekauft, dazu einen Kondensator, und sogar noch einen als Reserve, und wollte nun mit dem Kondensator anfangen.

    An anderer Stelle im Forum habe ich den dringlichen Ratschlag bekommen, es sei mit 100%er Sicherheit der Kondensator, der all den Ärger macht, zumal ich dort auch was von unruhigem Standgas geschrieben habe (war schon immer so) und vom Wärmeproblem (Motor geht einfach auch mal aus bei niedrigen Drehzahlen, und lässt sich dann selten wieder anbekommen, es sei denn, man wechselt umgehend die Kerze). Nur nebenbei: Die Kerzen scheinen doch nicht kaputt zu sein, wie ich neuerlich feststellte, sondern mit abgekühltem Motor laufen sie problemlos wieder. Solange, bis er eben wieder heiß ist.

    Ich wollte also mit dem Kondensator anfangen, in der Hoffnung, der ganze Rest würde sich erledigen. Als ich nun den neuen Kondensator drinnen hatte (ohne ihn mit´m Hammer beim Einbau gleich wieder zu zerstören, wie ich´s anderswo las, haha!), habe ich die drei Pluskabel am Gewinde wieder verschraubt, genauso, wie sie vorher dran saßen, und was hat es nun gebracht? Kommt keiner drauf: Kein Zündfunke mehr! So dumm hab´ ich wirklich lange nicht geguckt! Habe nichts anderes angerührt, nur die Unterbrecherkontakte bei der Gelegenheit noch mal etwas gereinigt. Bis zum Vortag ist das Ding ohne Ärger gelaufen! Gibt´s denn so was !!! Was ist denn nun kaputt, dachte ich mir. Liefert die Primärspule vielleicht, weiß der Geier warum, zu wenig Spannung, und der Kondensator schluckt zuviel weg? Oder ist der schon so einfach mal kaputt? Wollte das umgehend überprüfen, habe den Kondi wieder vorsichtig ausgebaut, und die Pluskabel mit ´ner Schraube verbunden, und sie einfach mal in der Luft hängen lassen. Natürlich ohne Massekontakt, klaro. Ergebnis: Zweimal dürft ihr raten, mehr Möglichkeiten gibt´s ja nicht: Trotzdem kein Funke ! Was soll ich denn nun noch machen? Habe dann noch mal spaßenshalber wie geraten den Massekontakt der Zündspule überprüft, ist o.k. Habe weiterhin überprüft, ob ich durch das Umbiegen der Kabel vielleicht einen Kabelbruch verursacht habe. Scheint aber nicht der Fall zu sein. Die Dinger sind völlig steif und widerspenstig gegen jede Bewegung. Habe sogar zwei ausgetauscht, ohne Ergebnis. Und den zweiten neuen Kondi eingebaut. Ergebnis: 3 schwache Zündfunken beim Betätigen des Kickstarters, danach wieder nichts mehr. Die Schwungscheibe hatte ich in dem Fall nach dem Aufsetzen noch kein bisschen bewegt.

    Nun hab´ ich aber die Nase voll. Ich werd´s definitiv nicht in die Werkstatt schaffen, damit die sich dort stundenlang einen Wolf suchen, und mir dann eine saftige Rechnung präsentieren. Da schmeiß ich doch glatt die ganze Elektrik raus und setz mir lieber eine Elektronik rein, da ich von Unterbrechern, Kondensatoren, Schwungscheibe abmontieren, Zündung nachstellen, 6 Volt Fuselbeleuchtung ... hab´ ich was vergessen ? ... nun wirklich die Nase voll habe. Nur wüsste ich momentan nicht, ob die originale Elektronikzündung oder eine Vape die bessere Wahl wären. Hat jemand noch einen rettenden Gedanken? Oder sagt mir, welche Elektronik zuverlässiger oder sonstwie besser ist. Jedenfalls ist die Vape ein ganzes Stück teurer.

    Leidende Grüße aus Dresden, Matthias

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