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Thema: Simson springt nicht mehr an.. Hitzeproblem?


  1. #1

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    Standard Simson springt nicht mehr an.. Hitzeproblem?

    Hallo liebe Gemeinde,
    bis vor kurzer Zeit lief meine Simson S51-B2/4 Elektronik noch sehr gut. Dann fing sie aber an, sobald sie warm wurde und ich z.B an ein Stoppschild herangerollt bin einach von alleine aus zu gehen. Danach ließ sie sich auch nicht mehr ankicken, erst wenn man ca. 5 min gewartet hat. Zudem kommt, dass sie immer schlechter Gas annimmt und so zusagen erst 1s wartet bevor sie hochdreht. Meine Vermutung war, dass sie zu viel Benzin bekommt. Deswegen habe ich die Hauptdüse von 72 auf 70 gewechselt, hat aber auch nichts geholfen.
    Mir ist auch aufgefallen, dass die Ansaugung aus Richtung des Vergasers sehr ölig ist und das bis zum Luftfilter hoch kommt. Den habe ich schon Sauber gemacht. Ich habe nun die Zündkerze gewechselt, weil ich auch 2 Fehlzündungen hatte. Mein Vater hat ein bischen an der Spanneinstellung von Gas und Starterzug gespielt.
    Das Resultat ist dass sie jetzt gar nicht mehr anspringt. Die Zündkerze ist nach ein paar mal kicken schon komplett schwarz.

    Ich frage mich jetzt woran es liegen könnte. Das zuviel Benzin ankommt habe ich immer noch nicht ausgeschlossen. Der Auspuff wurde vor knapp 500km erst ausgebrannt und die Simmerringe sind auch neu. Das Getreibeöl riecht auch nicht nach Benzin. Meiner Meinung nachsollte mit der Zünding auch alles stimmen, aber die werde ich heute nochmal nach der Anleitung aus dem Forum überprüfen.

    Achso. Interessant ist vielleicht noch dass ich mein Moped vorher ohne choke und Gas starten konnte (aus der kalten).

  2. #2
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Standard

    Moin Niklas
    und willkommen im Nest.

    Alle Symtome deuten darauf hin, dass das Benzin-Luft-Gemisch zu fett ist.
    Das der Papa jetzt noch die Spannung der Züge erhöht hat, macht die Sache insofern schlimmer, weil jetzt wahrscheinlich der Starterkolben ständig geöffnet ist. Die Gaszüge sollen aber mindestens 2mm Spiel haben.
    Guck auch mal hier im Wiki unter Senfglasmethode und stell deinen Vergaser entsprechend ein.

    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  3. #3

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    Standard

    Vielen Dank für die schnelle Antwort!
    Das lockern der Bowdenzüge hat geholfen und sie ist wieder angesprungen. Muss also wirklich am Luft/Benzingemisch liegen. Die Probleme vom Anfang sind aber weiterhin da. Also schlechte Gasannahme und ausgehen sobald sie warm ist.

    Ich habe leider gar keine erfahrung mit dem einstellen des Vergasers....

  4. #4
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Standard

    Komm mit der Simme bei mir vorbei, ich werd Dir schon helfen.

    Peter

  5. #5
    Schwarzfahrer Avatar von G Man
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    Standard

    Zündkabel?
    Mein Vater hatte dasselbe Problem mit seinem MGB.

  6. #6
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Zitat Zitat von niklasehrlich Beitrag anzeigen
    Ich habe leider gar keine erfahrung mit dem einstellen des Vergasers....
    Dann guck mal hier: Kategorie:Vergaser
    Für den allerschlimmsten "ich hab zwei linke Hände" Fall - schreib Deinen Wohnort in's Profil - vielleicht findet sich ein hilfreicher Mitnestling in der Nähe.
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  7. #7

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    Danke für das Angebot, ist aber zeimlich weit weg von mir (06905 Bad Schmiedeberg). Zündkabel und Zündkerzenstecker habe ich gewechselt, liegt meiner Meinung nach jetzt aber sicher am Vergaser. Viel kann ich ja dort nicht verändern. Die Lerlaufgemisch-Schraube war nur 1/4 Umdrehung rausgedreht, sobald ich sie aber weiter rausdrehe stottert der Motor beim beschleunigen. Normal wären da ja aber schon 1-2 Umdrehungen nötig...
    Könnte es denn irgendeine Dichtung am Vergaser sein? Und macht es einen Unterschied auf welcher Höhe ich die Gasnadel einhänge (von oben gesehen im 2. und 3. Ring)?
    Macht es vielleicht Sinn eine noch kleinere Düse (68er) einzubauen?

  8. #8
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Du kannst aber nicht nur "an den Schrauben drehen",
    sondern auch den Spritpegel im Vergaser beeinflussen.
    Dazu habe ich die Senfglasmethode empfohlen (Wiki).
    Stell den Pegel etwas niedriger und lass vorerst
    die Finger von den Düsen und der Nadel.
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  9. #9
    Kettenblattschleifer Avatar von Schwalben_BK
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    Zitat Zitat von niklasehrlich Beitrag anzeigen
    Danke für das Angebot, ist aber zeimlich weit weg von mir (06905 Bad Schmiedeberg).
    Jo, für den Kai und den Peter, aber die schreiben das ja nicht umsonst, hier gucken ja mehr als die zwei rein....

    Zitat Zitat von niklasehrlich Beitrag anzeigen
    Viel kann ich ja dort nicht verändern. Die Lerlaufgemisch-Schraube war nur 1/4 Umdrehung rausgedreht, sobald ich sie aber weiter rausdrehe stottert der Motor beschleunigen
    doch, du kannst viel verändern, wenn der Schwimmerpegel korrekt eingestellt ist!

    Zitat Zitat von niklasehrlich Beitrag anzeigen
    Könnte es denn irgendeine Dichtung am Vergaser sein? Und macht es einen Unterschied auf welcher Höhe ich die Gasnadel einhänge (von oben gesehen im 2. und 3. Ring)?
    Macht es vielleicht Sinn eine noch kleinere Düse (68er) einzubauen?
    1. Vergaserdichtung kann es sein, eher unwahrscheinlich aber muß natürlich in Ordnung sein.
    2. Ja, oben magerer unten fetter. Macht aber nur Sinn, wenn der Schwimmerpegel bekannt ist bzw. in irgendeiner Form annähernd korrekt ist.
    3. ne. macht kein Sinn, da wir ja nicht wissen ob der Schwimmer korrekt arbeitet!
    Sorry, da muß man aber ansetzen / anfangen, egal von welcher Seite du den Vergaser anschaust und von außen rumschraubst. Bevor innen nix stimmt ist der Rest - Rille...

    Grüße Boris
    SR2E, Bj. 1960; Schwalbe KR 51/1 K, Bj. `80; S51B2-4, Bj.`88

  10. #10
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    Zitat Zitat von niklasehrlich Beitrag anzeigen
    06905 Bad Schmiedeberg
    Bitte ins Profil eintragen.

    Wenn da nix steht, dann hoffe ich immer, dass derjenige bei mir umme Ecke wohnt

    Peter

  11. #11
    Kettenblattschleifer Avatar von Jackalized
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    Zündfunke ist aber schon da, oder? Bei einer Elektronikzündung ists auch nicht schlecht mal die Widerstände mit einem Multimeter zu checken.

    Zündspule: Zwischen Klemme 1 und 15 -> um die 2 ohm; zwischen Klemme 1 oder 15 und Zündkabelanschluss -> etwa 7 Kilo-Ohm (wenn du an einen 1k Zündkerzenstecker misst dann halt + 1 kilo-Ohm)
    +/- einwenig ist nicht schlimm, Hauptsache es bleibt bei wenigen ohm zwischen 1 und 15 und paar kOhm an der Zündkerzenverbindung

    Geber: blaues Kabel das zum Steuergerät geht vs Motormasse -> um die 30 Ohm bei DDR Gebern, um die 16 Ohm bei neueren Gebern und Nachbaugebern

    Primärspule/Ladespule: rotes Kabel zum Steuergerät vs Motormasse -> um die 600 Ohm



    Der Geber auf der Grundplatte kann trügerisch sein. Der kann gerne auch schonmal Widerstand anzeigen (und zwar korrekt) aber trotzdem einen Wackelkontakt oder irgendwas haben was ihn nicht funktionieren lässt.



    Mach die Hauptdüse mal wieder normal wie vorgesehen. Die ist einzig und alleine für Vollgas zuständig :) Nachher magert dir die Karre beim Volllastbetrieb und beim Rumheizen noch zu krass ab und das wird nicht gesund
    Die Nadel (und Nadeldüse) steuert dein Gemisch bei Halbgas...
    Und dein Leerlauf wird durch das Leerlaufsystem mit der tollen Leerlaufgemischschraube gesteuert (ok, das wirkt sich bei N1-x Vergasern auch noch auf Teillast und Volllast aus, aber da fällt es kaum ins Gewicht).
    Der Schwimmerstand hingegen beeinflusst das Gemisch in allen Bereichen! Der muss erstmal korrekt stimmen bevor man sich an die anderen Einstellungen ranwagen sollte.

    Planer Flansch ohne Falschluftmöglichkeiten & nicht völlig zugesauter Luftfilter vorausgesetzt ;3

    Und ja, die Vergaser spucken auch schonmal in Richtung Luftfilter zurück... schwingende Gassäulen und so
    Ist kein Ding, der Luffi ist ja eh ein Nassluftfilter, kriegt er halt wieder bissl Filteröl rein
    Was glaubste wie permanent Ölig so'n kurzer T-Luftfilter an den pre /1 Vogelserie Fahrzeugen ist.

  12. #12

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    Also dann werde ich die Wiederstände gleich mal überprüfen, eine Rückmeldung gibt es dann nachher. Zündfunke ist da.

    Ich habe mir die Senfglasmethode schon angesehen, verstehe auch das Prinzip, aber weiß nicht wie mir die helfen soll, also wo ich den Schwimmer jetzt einstellen (verbiegen??) soll und welcher Abstand wo eingehalten werden muss damit es stimmt.

    Vielen Dank für die zahlreiche Hilfe von euch!

  13. #13
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    Immer wieder "Widerstände"! Wenn ein Funke da ist, dann musst Du da nix messen.

    Schwimmerpegel:
    Das ist doch im Wiki beschrieben, welche der beiden Laschen wofür einzustellen sind.
    Die Abstände stehen im BUCH (Simson Ratgeber ...), aber auch in der Vergasertabelle (Wiki)

    Peter

  14. #14

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    Klemme 1/15 2 Ohm,passt
    Klemmen/Zündkabelanschluss 7 Ohm, passt
    Zümdkerze und Zündkerzenstecker 5 Ohm
    Blaues Kabel Elektronikbauteil und Motormasse 16 Ohm, also neueres Bauteil (83er Baujahr)
    Rotes Kabel und Masse schwankt zwischen 1.2 KOhm und 2 Ohm...

  15. #15
    Kettenblattschleifer Avatar von Jackalized
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    Zitat Zitat von niklasehrlich Beitrag anzeigen
    Rotes Kabel und Masse schwankt zwischen 1.2 KOhm und 2 Ohm...
    Dieses sollte so nicht sein.
    Dreh das Polrad mal an eine andere Position und miss nochmal, schließe eventuelle Messfehler aus.
    Misst du ständig wechselnden Widerstand dann -> checke mal ob das Kabel einen Wackelkontakt hat. Nein? -> Checke die Lötverbindungen an der entsprechenden Spule (kannst davor auch mal direkt am angelöteten Kontakt gegen Masse messen).

    Zum letzten Punkt muss natürlich das Polrad runter und die Grundplatte abgeschraubt werden :3

  16. #16
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Widerstandmessungen darf man nur bei stillstehendem Polrad machen.

    Peter

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