Knieblech vom Trittbrett ab und Hinterrad versetzt, Bremsenproblem

  • Hallo!


    Ich stelle mich mal ganz kurz vor: Ich heiße Oli, bin 18 Jahre alt, wohne in der Nähe von Köln und meine Ostfahrzeuge sind eine 51/2N Schwalbe BJ 1980 und ein Trabant 601s.


    Ich bin ganz neu hier im Forum angemeldet, hab aber schon öfters mal mitgelesen, und jetzt reicht mein eigenes Wissen nicht mehr aus und ich hoffe hier auf Hilfe :)



    Und zwar:


    1. Meine Schwalbe ist komplett original, und vor einiger Zeit hat es nachts mal gewindet, und da ist sie nachts leider umgekippt. Seitdem ist das rechte Knieblech von der Befestigung am Trittbrett ab und langsam fängt es dort an zu rosten.


    Ich habe leider vergessen ein Bild davon zu machen, werde aber morgen eins hier einstellen.


    Jetzt ist meine Frage, wie ich das wieder fest kriege. Ist das geschraubt oder geschweißt oder einfach zusammengefalzt oder wie? Ich würd das gerne wieder hinkriegen, es fällt so nicht auf da meine Schwalbe so recht gut dasteht aber es ist schon hässlich und ich will nicht dass das da noch schlimmer wird.


    2. Mein Hinterrad ist nach rechts versetzt, wenn man von hinten drauf schaut. Woran liegt das und wie ist das zu beheben? Es stört mich so nicht beim Fahren, aber wenn man versucht freihändig zu fahren zieht sie sofort nach Rechts, da ist keine Chance irgendwie zu balancieren. Die Spur werde ich morgen mal überprüfen


    3. Seit einiger Zeit geht mein Bremslicht nicht mehr. Ich habe noch einen Bremslichtschalter hier neu rumliegen, aber versteh nicht ganz wie das da eingebaut ist. Das Birnchen hinten ist noch i.O., der Glühdraht ist noch ganz und mit einem anderen, neuen Birnchen tut sich auch nichts.


    Und meine Vorderradbremse hat so gut wie keine Wirkung, der Zug ist am Bremshebel schon auf maximale Länge ausgefahren. Ich habe im Handbuch gelesen dass man das Bremshebelchen am Bremsteller um einen Zahn versetzen soll, dies ist bei mir aber nicht möglich, da ich diese Variante der Bremstrommel habe, wo der Zug schnittig in den Bremsenteller reingeführt wird und direkt an den Bremsbacken angebracht ist (so einen http://www.femo-online.com/Ebay/2012-10/TSC06105--46-.JPG)


    Die Bremsbacken vorne hatte ich noch neu, ich habe sie entfettet, eingebaut, und danach war die Bremswirkung noch schlechter.



    Das ist ein ziemlicher Batzen, Ich hoffe mir wird hier endlich geholfen...
    Ich habe meine Schwalbe seit ich 16 bin und sie hat mich nie im Stich gelassen (ich bin seither 2500km gehfahren OHNE JEGLICHES PROBLEM), aber seitdem ich meinen Trabant hab ist sie ziemlich vernachlässigt worden und ich hab mich nicht um ihre kleinen Wehwehchen gekümmert, aber das hat sie jetzt verdient.



    Auf eine gute Zeit im Forum,


    Gruß, Oli

  • Zu 1.) das Trittblech ist am Knieblech verschraubt denke aber das du du die Aufnahme am Blech meinst diese ist Punktgeschweißt.
    Zu 2.) könnten deine Schwingenlager defekt sein.
    Zu 3.) könnte es reichen den Kontakt nachzustellen.

  • Hi und willkommen im Forum! :)


    Du könntest mit Rostumwandler dein Glück versuchen, ansonsten würde ich es einfach so schweißen. Solang der Rost nur oberflächlich ist, ist das kein Problem.


    zu dem versetzten Hinterrad: Da kommen tatsächlich nur die Schwingenlager in Frage. Es kann natürlich auch sein, dass dein Panzer nicht ganz mittig sitzt. Ist das Hinterrad im Bezug zum Vorderrad versetzt?


    Die Funktionsweise des Bremslichtschalters erklärt sich, wenn man das Hinterrad ausbaut. Durch das Betätigen der Hinterradbremse dreht sich das Kontaktfähnchen auf den Metallstift, an welchem auf der Außenseite das Massekabel angesteckt ist und sorgt so für die Rücklichtmasse.


    Bei der Bremse kannst du 4 Sachen machen:
    1: Bremsbacken mit Zwischenlagen verwenden
    2: Den evtl. verschlissenen Bremsnocken wechseln
    3: Mittels Kreide und Schleifpapier die Bremsbeläge optimal anpassen: Dazu werden diese mit Kreide angemalt, eingebaut und dann wird mit leicht angezogener Bremse das Rad gedreht. Dann ausbauen und dort Material abtragen, wo die Kreide Kontakt mit der Bremstrommel hatte. Das machst du so lange, bis die Kreide gleichmäßig "abgebremst" ist. Dadurch erhörst du die Auflagefläche der Bremsbeläge.
    4. Neue Bremstrommel verwenden, das ist aber eher unwahrscheinlich.
    Eine 5. Maßnahme wäre noch, dass du die Bremse umbaust auf das System von S51 u. co. mit außenliegendem Bremshebel.

  • Du könntest mit Rostumwandler dein Glück versuchen, ansonsten würde ich es einfach so schweißen. Solang der Rost nur oberflächlich ist, ist das kein Problem.


    Es soll mittlerweile Drahtbürsten und Schleifpapier geben. Also seit dem vorletzten Jahrhundert oder so. ;)


    Zitat

    zu dem versetzten Hinterrad:


    ... könnte man sich z.B. hier einlesen und ranhängen.


    Ralf

  • So! Danke für eure Antworten!


    Ich hab die Bremsen hingekriegt. Ich hatte noch solche 1mm-Blechzwischenlagen für auf die Bremsbacken, damit sie sich weiter öffnen. Dann hab ich mit Bremsenreiniger und Sandpapier alles Blitzblank geschliffen und saubergeputzt..Bremst jetzt 1a, hätt ich nie gedacht :o



    Nur das Bremslicht funktioniert immer noch nicht. Egal wie ich es einstell. Mit dem neuen, sauberen Bremslichtkontakt eben so nicht..und das Metallfähnchen berührt den Kontakt, ganz sicher. Ist die masse einfach an der Schwinge? Weil es geht ja kein Kabel nach hinten, außer an die Lichter...ich bin da grad ganz verwirrt




    Die Spur der Räder stimmt überhaupt nicht, die Räder sind vollkommen versetzt und verdreht, ich Wunder mich wie das Ding überhaupt so gut fahren kann, wenn ich seh wie die Räder zueinander stehen. Die Karosserie sieht von hinten sehr gerade aus, ich glaub da ist nichts kaputt dran.


    Also neue Schwingenlagerung? Weil gesund sieht das nicht aus...



    Und wegen dem Knieblech: Ich hab einen Freund kontaktiert, der hat Schweißen gelernt. Mit dem werd ich mich die Tage mal dransetzen, den Rost behandeln, das wieder anschweißen und dann evtl. überlackieren.



    Danke für eure Antworten, das Forum ist echt super!

  • Hast du einen Durchgangsprüfer?
    Damit könntest mal von der Kontaktfahne gegen Masse messen so stelle ich meine Bremskontakte immer ein.
    Vor dem Einbau und dann zum einstellen nach dem Einbau so spar ich mir das Motor laufen lassen.

  • Ich habe eine Schwingenlagerung bestellt und warte noch auf die, das Knieblech hab ich mit Rostumwandler eingeschmiert und das wird dann geschweißt.



    Beim wechseln der Tachowelle ist wohl irgendwas abgegangen, denn jetzt geht die Verdammte Tachobeleuchtung nicht mehr...



    Und das Bremslicht geht auch immer noch nicht. Ich verstehe garnicht wie das überhaupt funktionieren soll, da ist ja nur die Masse für das Bremslicht, und das Fähnchen geht auch auf den Kontakt. Wo kommt diese Masse denn überhaupt her?


    Ich hab da heut fast anderthalb Stunden nur rumprobiert und nie gings. Woran kann das denn liegen? Das Birnchen ist es nicht, und selbst ein neuer Bremslichtkontakt bringt nichts.


    Da muss irgendwo anders der Fehler sein, aber wo?

  • Hallo Oli,
    die Masse kommt vom Rahmen. Mit der Drehbewegung des Bremsnockens beim Bremsen, soll die Kontaktfahne am Bremsnocken die Rahmenmasse auf die Kontaktschraube schalten. Von dort geht dann eine Kabelverbindung zum Massepunkt der Bremslichtbirne.
    Der Bremslichtkontakt ist in diesem Fall die Kontaktfahne in Verbindung mit der Kontaktschraube im hinteren Bremsschild.

    Grüße
    Gerhard

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