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Thema: das alte Stromproblem


  1. #1
    Glühbirnenwechsler
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    Standard das alte Stromproblem

    Ja servus, ich noch mal. Ich hab an meiner Schwalbe (Kr51\2E) immer noch das Stromproblem. Wenn ich im warmen wie kaltem Zustand das Licht an habe und auf die Bremse trete geht der Vogel aus! Bis jetzt habe ich folgendes gemacht:

    - alle möglichen Leitungen gecheckt- sind ok
    - Kabelschuhe gecheckt- sind sauber und ok
    - Birne Bremslicht von 6V 21 Watt auf 18 bzw. 15 Watt umgestellt
    -Batterie ist neu und ok

    Das einzige was mir noch im Kopf rumschwirrt wäre die Spule der Zündanlage die für das ganze Licht verantwortlich ist.!???
    Aber da gibt es doch auch nur kaputt oder ok, oder? Wenn die Spule kaputt wäre würde ja gar kein Licht gehen oder?

    Wäre schön wenn mir endlich mal jemand helfen kann, da es nervig ist an einer Kreuzung zu bremsen und immer Zwischengas zu geben (denn mit ein bissl Gas, geht sie nicht aus)

  2. #2
    Simsonfreund Avatar von Hauptstadt-Schwalbe
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    Hey,

    Vielleicht kann man das Problem schon beheben, wenn man lediglich das Standgas ein bissel höher dreht...

    Gruß schwalbenraser-007

  3. #3
    Glühbirnenwechsler
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    ja hab ich ja auch schon gemacht,aber damit das funktioniert muss ich die Schraube fast ne halbe Umdrehung rein drehen und das ist dann so viel das man das am Spritverbrauch merkt. Die Frage ist ja eigentlich nur ob es nicht an der Spule liegen könnte? Aber dann müsste ja die Batterie dann bald leer sein oda?(diese Spule läd doch die Batterie?)

  4. #4
    Museumsdirektor Avatar von Airhead
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    Zitat Zitat von pollux82
    (diese Spule läd doch die Batterie?)
    Aber nur dann wenn nicht gebremst wird.
    Die Spule ist praktisch 2 geteilt..... wenn die Ladung/Rücklicht funktioniert ist kein def. über den Bremslichtstormkreis ausgeschlossen.
    Wer schneller schraubt steht länger in der Werkstatt.

  5. #5
    Tankentroster Avatar von Hille
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    Hallo,

    die erhellende Auskunft von Airhead zwar völlig korrekt, aber leider überhaupt nicht problemlösungsrelevant.

    Ich habe neben einigen anderen Durchhängern in der Elektrik genau dasselbe Problem:

    Beim Betätigen der Fußbremse im Leerlauf geht (manchmal) der Motor aus!
    Außerdem verlischt beim Bremsen das Rücklicht nicht vollständig (wird nur etwas dunkler) und das Bremslicht wird nicht richtig hell.
    Im Leerlauf glimmt der Frontscheinwerfer kaum wahrnehmbar, beim Gasgeben wir das Licht aber heller!

    Ich habe das schöne Wetter ausnutzend gestern auf der Terasse Leitungen durchgemessen und Kontakte gesäubert wie blöde, bei der anschließenden Probefahrt stellte sich dann heraus, dass nun das Fernlicht nicht mehr funktioniert und die Batterie nicht mehr geladen wird! Und dafür 5 Stunden Arbeit! X( X( X(

    Aber zurück zu dem Partikularproblem mit dem Bremse: Warum um alles in der Welt kriegt die Zündung nicht mehr genügend Strom ab, wenn der Bremslichtschalter betätigt wird? Soweit ich durch die Schaltpläne steige, haben doch beide Stromkreise überhaupt nichts miteinander zu tun. Gibt es keinen Elektrikfachmann/frau der/die sich darauf einen Reim machen kann?

    Gruß Hille

  6. #6
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Hallo Hille,

    Du hast recht, die Stromkreise in jeder SImme sind weitestgehend getrennt für Zündung, Scheinwerfer und der Rest vons janze.

    Gemeinsamkeiten gibt es bei der Masse, die ist für alle gleich und eine ganz besonders hintertücksche Fehlerquelle. Die behebt man am leichtesten, wenn man vom Motorgehäuse zu jedem Verbraucher eine Masseleitung zieht. Rahmen, Schutzblech und was sonst so ab Werk als Masse genutzt wird, kann durch zuviel Farbe oder Korrosion in Laufe der Zeit zu einem Schlecht- bis Nichtleiter mutieren. X(

    Die andere Gemeinsamkeit liegt im Polrad, über das der magnetische Fluß fliessen soll. In jeder besseren Schwalbeanleitung steht dazu, dass dort sechs oxidkeramische Magnetsegmente ihren Dienst tun, die auch nach langer Betriebszeit keiner Nachmagnetisierung bedürfen. Aber was ist lange? Und wie kann man das überprüfen? Leider bin ich nur mit dem Kupferwurm befreundet und habe kein gutes Verhältnis zum Magnetismus (Spökenkiekerei für meinen Geschmack)
    Aber vielleicht gibt es ja hier jemanden, der dazu einen Tip auf Lager hat.

    Peter aus Braunschweig

  7. #7
    duopa
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    Moin,

    da würd ich auch das Polrad verdächtigen. Die Permanentmagneten sind zwar ziemlich unempfindlich, aber z.B. sehr häufiges Montieren/Demontieren oder starke Hitzeeinwirkung können den Magnetismus merklich schwächen.
    In älteren KfZ-elektrowerkstätten gibts möglicherweise noch Apparate zum Aufmagnetisieren, das war früher durchaus üblich. ich habe so ein Teil für diverse Bosch-Polräder, aber noch nie gebraucht, die Simson-Polräder sind dafür leider zu klein.
    Sicher kann man auch messen, in der Simson-Reparaturanleitung werden die Spulen definiert belastet und dann die erzielten Spannungen gemessen, da liegen mir aber nur werte für die SLMZ vor, bei Nichterreichen der Vorgabewerte kann das dann natürlich sowohl an der Grundplatte als auch am Polrad liegen..
    Zur Messung der Magnetstärke könnte man sich aus einem Hallsensor ein einfachesd Meßgerät basteln, dazu gibts Anleitungen im Netz, das taugt dann aber auch nur vergleichend gegen ein intaktes, und wenn man das hat, kann man es auch gleich montieren ;-)

    Norbert

  8. #8
    Tankentroster Avatar von Hille
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    Standard

    erst mal Danke für die Antworten.

    Habe ich das richtig verstanden, dass bei ermüdeten Magneten im Polrad die Leerlaufdrehzahl nicht hoch genug ist, um in den Spulen eine ausreichende Spannung zu induzieren, um Zündung und Bremslicht gleichzeitig zu versorgen und deshalb die Karre dann ausgeht?


    Da also Magnete im Laufe der Zeit abbauen können, hätte ich noch eine Frage zur Lagerung von Polrädern:
    Ich habe einige (von anderen Möps) in einem Stahlschrank liegen, d.h. die saugen sich so richtig schön am Einlegeboden fest. Kann das dazu führen, dass der Magnetismus eher flöten geht und sollte ich sie besser inz Holzregal legen?

  9. #9
    duopa
    Gast

    Standard

    Moin Hille,

    so sieht das aus, auch wenn die Stromkreise verkabelungstechnisch voneinander getrennt sind, beeinflussen sich die Anker gegenseitig bei Belastung. Das kann bei grenzwertigen Polrädern dazu führen, daß im Leerlauf kein ausreichender Zündfunke produziert wird.
    Was man in solchen Fällen noch kontrollieren kann: Wie groß ist der Abriß, also der Abstand zwischen Polkante und Zündankerkante im Zündzeitpunkt? Wenn der eher im oberen Toleranzbereich liegt, kann das auch zu einem schwachen Funken bei niedrigen Drehzahlen führen. Beispiel SLMZ, Abriß soll 1mm sein, darf aber zwischen 0 und 3mm variieren.
    Wenn man also bei Auftreten des Phänomens "Motor aus beim Bremsen und Licht an" feststellt, der Abriß liegt eher bei 3mm, dann kann man probieren, ob eine Verminderung schon was bringt ohne weitere Maßnahmen. Zündzeitpunkt korrigieren nicht vergessen.
    Die Systeme sind insgesamt recht fehlertolerant, aber wenn mehrere Parameter gleichzeitig grenzwertig sind, merkt man das schon.

    Norbert

    Zur Lagerung hab ich in meinen Unterlagen nicht so recht was gefunden. Wie lagern Händler denn neue Polräder, die sollten doch vom Hersteller spezielle Instruktionen haben, wenn die nicht in einem Blechregal liegen dürfen.

  10. #10
    Tankentroster Avatar von Hille
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    Hallo Norbert,

    Danke nochmal. SLMZ war wenn ich mich recht erinnere an der KR 51/1 ich habe eine /2 mit SLPZ. Die beschriebene Kontrolle mit Abrissabstand im Zündzeitpunkt ist mir ehrlich gesagt zu wiggelig, zumal die Zündung zur Zeit gut funktioniert und ich Angst habe sie wieder zu verstellen.
    Ich habe jetzt wie empfohlen eine zusätzliche Masseleitung vom Frontscheinwerfer zum Motorblock gezogen, zumindest kann man jetzt auch im Leerlauf erkennen, dass der Scheinwerfer angeschaltet ist. Licht im Fahrbetrieb, d.h. unter Gas ist auf jeden Fall hell genug, ich war gestern in der Dämmerung unterwegs und habe es ausprobiert.
    Bezüglich der Fußbremse, die im Leerlauf manchmal den Motor absterben lässt, helfe ich mir, in dem ich das letzte Abbremsen bis zum Stillstand nur mit der Handbremse vollziehe (dafür reicht sie gerade).
    Also ich denke, ich werde den Rest erst mal so lassen freue mich aber über die "erhellenden" Einsichten in die Ursachen des Problems.

    Gruß Hille

  11. #11
    Tankentroster Avatar von betbow
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    Standard

    Also wenn es an der Masse liegt sollte doch auch der Frontscheinwerfer beim Bremsen dunkler werden, oder
    Damit könntet Ihr es etwas einkreisen
    Das Ihr im Stand wenig Licht habt, weißt auf ein defektes Polrad hin.

  12. #12
    Urgestein Avatar von Shadowrun
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    Standard

    ALso bevor ihr die Magnetfelder beschuldigt mal ganz sachlich.

    Die Zündung der /2 mit außenliegender Zündspule hat einen gravierenden Nachteil ( den die S51 / SR50 / Kr51/1 zB nicht hat )

    Der Massepunkt der Spule ist oben am Rahmen.

    Probiert folgendes: Kabel 1.5er Querschnitt mit einer Ringöse an eine Schraube am Motor ( Seitendecke / Kupplungsdeckel)

    Das Kabel direkt an die Zündspule ( Kontakt 31 ) und das alte Massekabel ab.

    -------------

    Geht immer noch der Motor aus dann nehmt euch das Grws Kabel. Am Verbinder zw Motor und Kabelbaum abnehmen und verlängern zur Zündspule. Dort an den anderen Kontakt.

    Fertig. DIe Zündung ist komplett vonder restlichen Elektrik getrennt. Habt ihr weiterhin den Fehler ist unten in der Lima ein Problem vorhanden ( Kabel / Lötstellen usw )

  13. #13
    Restaurateur Avatar von Schwalbenchris
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    Zitat Zitat von duopa Beitrag anzeigen
    Wie groß ist der Abriß, also der Abstand zwischen Polkante und Zündankerkante im Zündzeitpunkt?
    Kann mir das jemand bitte etwas genauer erklären?

    1. Die Polkante ist zwischen den Magnetsegmenten?!
    2. Wo ist die Zündankerkante? Ist sie dort, wo die Wicklung der Zündspule anfängt / aufhört?
    3. Auf welcher Seite der Zündankerkante wird der Abstand zur Polkante gemessen? Rechte Kante oder linke Kante?
    4. Ist mit Abstand gemeint, wie viel Millimeter der Weg der Drehung des Schwungrads mit Polkante bis Zündankerkante noch braucht?

    Grüße,
    Schwalbenchris
    BLECH STATT PLASTIK!

  14. #14
    Zahnradstoßer Avatar von oldispezi
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    @ Schwalbenchris

    in Drehrichtung wie weit der Magnet von eisenkern der Zündspuhle entfernt ist wenn es gerade zündet.
    Den moment der Zündung ermittelt man am einfachsten mit Zigarettenpapier(weil sehr dünn) , Zwichen die Kontakte klemmen und wenn man das Papier gerade eben raus ziehen kann das ist der Zündzeitpunkt.
    Man sagt der Citroen XM schwebt über die Straße,die Schwalbe fliegt ;-)

  15. #15
    Restaurateur Avatar von Schwalbenchris
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    Aber wie weit muss der Magnet (Magnetkante?!) vom Eisenkern der Zündpule (das ist der mit Draht umwickelte Teil?!) entfernt sein, damit der Abriss optimal ist?

    Grüße,
    Schwalbenchris

    EDIT: Das Problem hat sich erledigt! Ich habe die Anleitung im BUCH gefunden.
    Danke auch an oldispezi!
    Geändert von Schwalbenchris (21.03.2013 um 22:14 Uhr)
    BLECH STATT PLASTIK!

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