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Thema: Kettenspannung nicht in Ordnung oder rutschende Kupplung ?


  1. #1
    Chefkonstrukteur Avatar von Wessischrauber
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    Standard Kettenspannung nicht in Ordnung oder rutschende Kupplung ?

    Tach Gemeinde,
    nachdem bei uns heute der erste "richtige" Frühlingstag war bin ich mit meiner Schwalbe ein bisschen um die Ecken gedüst.
    Dabei habe ich festgestellt, dass im höheren Drehzahlbereich es sich so anfühlt, als würde die Kupplung nicht richtig greifen.
    Wenn ich ein bisschen Gas wegnehme zieht sie plötzlich besser.
    Kupplungshebel hat ca. 3mm Spiel. Getriebeöl wurde vor 14 Tagen mit der richtigen Füllmenge und oregenoolem Addinol gewechselt.
    Ach ja, und gelegentlich hab ich so ein "rubbelndes" Geräusch beim Beschleunigen.

    Kettenspannung oder Kupplung ???
    Wie prüft man die Kettenspannung am besten ?
    Ich meine, durch die verkapselte Führung kann man das optisch ja nur schlecht beurteilen.
    Vielen Dank für Eure Hilfe !

    Gruß
    Gerhard

  2. #2
    TO
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    Kettenspannung kann man erfühlen. Kette nach oben/unten drücken und gucken wieviel Spiel ist.

  3. #3
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Wenn die Kette überspringt, knackt und rattert es gar garstig.

    Wenn der Kraftschluss geschmeidig und gleitend abreißt, und der Motor sanft hochdreht ohne dass die Fuhre schneller wird, dann ist's die Kupplung.

  4. #4
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Kettenspannung und Kupplung!
    Evtl. vielleicht!
    Denn Ferndiagnose nach der Beschreibung kann nicht sehr genau sein.

    Das rubbelnde Geräusch könnte eine zu feste Kette sein, knackt es mehr, dann ist die Kette zu locker oder die Zähne von Ritzel und/oder Kettenrad sind abgenudelt. Ganz extrem siehe Bild.

    Die Kette ist dann richtig gespannt, wenn man Sie in der Mitte vom Schutzschlauch mit dem Schutzschlauch ca. 2 cm rauf oder runterdrücken kann. Am besten nicht aufgebockt prüfen, wenn jemand auf der Schwalbe sitzt.
    Etwas zu locker ist deutlich weniger schlimm als etwas zu fest.

    Wegen Kupplungseinstellung schau in DAS BUCH* oder nutze hier die Suche.

    Peter
    --
    * Erhard Werner "SIMSON-Roller Schwalbe"
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  5. #5
    Chefkonstrukteur Avatar von Wessischrauber
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    Guten Morgen,

    erst 'mal Danke für Eure Antworten.
    Ich weiß, dass Ferndiagnosen immer schwierig sind. Zuerst werde ich heute ( dank der Tipps :) ) die Kettenspannung überprüfen ( sofern ich ein Opfer finde, dass als " Balast " zur Verfügung steht ).
    Das beschriebene Geräusch ist wirklich mehr ein " Rubbeln " als ein "Knacken".

    Ich melde mich wieder und berichte.

    Gruß
    Gerhard

  6. #6
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    wichtig bei der kette: insgesamt 2cm, also nicht 2 nach oben und 2 nach unten ;-)

    in welchem zustand befindet sich denn deine kupplung? hatteste die schon mal auseinander? evtl sind da ja reibscheiben krumm oder so. ich empfehle airheads exzellentes kupplungstutorial im best of the nest.
    ..shift happens

  7. #7
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    Hallo miteinander,

    gestern habe ich die Kette ein wenig " entspannt ". Das "Rubbeln" is nu wech,
    aber bei hohen Drehzahlen unter Last kuppelt sie aus. X(

    Jetzt werde ich mir zuerst, wie empfohlen, Airheads Kupplungs-Thread zu Gemüte führen.

    Nein, die Kupplung hatte ich noch nicht auseinander und ehrlich gesagt habe ich auch ein bisschen Muffe davor den Motor linksseitig zu öffnen.

    Im Zweifelsfall werde ich wohl auf die Hilfe meines Simsonhändlers ( mit Werkstatt ) zurückgreifen.
    Ich will eigentlich nicht, jetzt wo sie wieder so prima dasteht, zum guten Schluss noch einen richtigen Bock einbauen.

    Nochmals Danke !

    Gruß

    Gerhard

  8. #8
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    keine sorge, das ist kein hexenwerk, sondern nur eine riesige ölsauerei (ein bisschen was bleibt beim ablassen nämlich immer drin.

    machs auf, nimms auseinander und dann wirst du mit ziemlicher sicherheit erschlaffte federn finden. aber versuch doch erst mal die kupplung neu einzustellen (ebenfalls in dem thread dargelegt), vll hilft das schon. dann kannst du dich an die kupplung wagen wenn du dich etwas fitter fühlst.
    ..shift happens

  9. #9
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    Hallo möffi,
    danke für die mutspendenden Worte.
    Ich drucke mir die Teile zur Einstellung mal aus und gehe dann wagemutig ans Möff.

    Ich meld' mich wieder.

    Grüße

    Gerhard

    Edit sagt: Blöde Frage: Bringt die Einstellerei denn ' was, wenn die Kupplung nur unter Last auskuppelt ? Ich meine Speil am Handhebel stimmt ja und anfahren und schalten klappt ja auch !?

  10. #10
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Zitat Zitat von Wessischrauber
    Bringt die Einstellerei denn ' was, wenn die Kupplung nur unter Last auskuppelt ?
    Es ist ein einfacher Versuch.

    Wenn das Schräubchen zur Kupplungseinstellung im "Ruhezustand" schon ein wenig Druck auf die Kupplungsstange gibt und damit für weniger Anpressdruck bei den Kupplungsscheiben sorgt, dann könnte ein Rausdrehen etwas bringen.
    Wenn's nix bringt, dann sollten die Reibscheiben erneuert werden.

    Peter

  11. #11
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    Gestern habe ich die Kupplungseinstellung gemäß Airheads Threat vorgenommen und ( wie Peter schon schrieb ) das Schräubchen etwas herausgedreht, so dass der Hebel in der korrekten Position steht.
    Gebracht hat's leider nix. Jetzt werde ich mir wohl doch das Innenleben etwas genauer ansehen müssen ( Federn, Reibbeläge ).

    Melde mich wieder wenn ich das gemacht habe.

    Grüße und ein schönes Wochenende

    Gerhard

  12. #12
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    Standard

    ich meine mich zu erinnern dass neue kuplungsfedern eine entspannte länge von 30mm haben. meine, die ich rausgeworfen habe, hatten noch 27,5mm. gerutscht ist die kupplung noch nicht (beläge waren schon neu), aber sobald man den kupplugshebel nur streng angeguckt hat, fing sie an zu trennen. war also mit anderen worten kurz vor dem rutschen.

    wenn du den seitendeckel aufmachst, leg auf jeden fall sehr viel zeitung drunter, und bereite dich schon mal auf nen ölfleckstreit mit deiner frau vor ;-)
    prüfen solltest du:

    - reibbeläge auf stärke und verglasung
    - kupplungsscheiben auf planheit
    - verzahnung am primärtrieb auf pitting
    - gleitlager des kupplungskorbs auf verschleiß

    dieses zitat aus dummschwätzers privatarchiv ist auch sehr hilfreich:

    Gerade habe ich mal zu diesem Thema in alten Unterlagen aus "Dummschwätzers Privatarchiv" geschmökert und nachgelesen. Dort steht unter anderem, dass die Kupplung der Vogelserie im Laufe der Jahre mehrfach verändert wurde. Diese Änderungen bezogen sich in erster Linie auf die Federteller und die Dicke der Stahllamellen.
    Um eine einwandfreie Funktion der Kupplung zu garantieren, muß eine Pakethöhe (Stahllamellen, Reibbeläge und Federteller) von 24 mm gegeben sein.

    Nachstehend die Einbaumöglichkeiten und Kennzeichnung der verschiedenen Federteller:

    für 2- und 3-Gang-Motore:

    Federteller 1137406508 - Tellerhöhe 6 mm, ist mit einer aufgeschlagenen 3 gekennzeichnet
    3 Stahllamellen 1137438507 - 2 mm dick, (wird nicht mehr als Ersatz geliefert)
    4 Kupplungsscheiben 1147831505 - Reibbelag Cosid K 155, 3 mm dick
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Federteller 1121407508 - Tellerhöhe 7,5 mm, ist nur mit einer aufgeschlagenen 5 gekennzeichnet
    3 Stahllamellen 1135508507 - 1,5 mm dick
    4 Kupplungsscheiben 1147831505 - Reibbelag Cosid 155, 3 mm dick
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    für 4-Gang-Motor M54 (Sperber):

    Federteller 1121407508 - Tellerhöhe 4,5 mm (ohne Kennzeichnung)
    3 Stahllamellen 1135508507 - 2 mm dick, (wird nicht als Ersatz geliefert)
    4 Kupplungsscheiben 1137427504 - Reibbelag mit Stahleinlage, 3,5 mm dick
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Im Bedarfsfall kann in den 4-Gang-Motor des Sperbers auch die Kupplung für den 3-Gang-Motor (Federteller 5) eingebaut werden.

    Bei der Schwalbe mit halbautomatischer Fliehkraftkupplung finden ausschließlich Kupplungsscheiben mit Reibbelag und Stahleinsatz Verwendung.

    Ab April 1977 wurden zum Zwecke besserer Montage ab Werk die Federbolzen des Kupplungsmitnehmers um 1 mm verlängert. Werden diese Mitnehmer für Motore der Baujahre vor 1974 verwendet, sind eventuelle Störstellen an den Befestigungsaugen für den Deckel zum Kupplungsdeckel (Gußtoleranzen) entsprechend nachzuarbeiten.

    Ab Oktober 1984 erfolgte die Ersatzteilproduktion von Teilen der bisherigen M53/M54-Kupplung mit vier Druckfedern nur noch im geringfügiger Stückzahl bzw. wurde komplett eingestellt. In alle Ersatz-Motoren M53/M54 wurde ab diesem Zeitpunkt nur noch ausschließlich die Tellerfederkupplung der Motorenbaureihe M531/541/741 eingebaut. Dies wurde ermöglicht durch die Schaffung eines neuen Mitnehmers (Teile-Nr: 1121487514), der dem Serienmitnehmer der M531/541/741-Reihe (Teile-Nr. 1122481508) bis auf die Nabenbreite gleicht. Die übrigen Teile der Tellerfederkupplung der M531/541/741-Reihe finden entsprechende Verwendung.
    Der neue Kupplungsmitnehmer der M53/M54 Motorenbaureihe ist durch einen Einstich an der linken Stirnseite gekennzeichnet und kann so vom Mitnehmer der M531/541/741-Reihe unterschieden werden.
    ..shift happens

  13. #13
    Chefkonstrukteur Avatar von Wessischrauber
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    Standard

    Hallo möffi,
    vielen Dank für Deine Antwort.
    Sobald es 'mal wieder aufhört mit dem Wasser von oben fahre ich sie warm um das Öl ablassen zu können.
    Wenn ich die "Wunderkiste" geöffnet habe werde ich Bilder einstellen.

    Gruß
    Gerhard

    P.S.: Was ist denn Pitting ?
    ( Petting kenn' ich ja ...aber Pitting )

  14. #14
    Tankentroster Avatar von w900baerodyne
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    wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe ist Pitting das kurzzeitge Festschweißen und anschließende Rausbrechen von Mikroteilchen an der Oberfläche. Tritt bei hohen Oberfächenbelastungen auf.

  15. #15
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Wenn vor 14 Tagen neues Getriebeöl reingekommen ist, und das nun offenbar ein neues Phänomen ist, warum kommt dann niemand auf die Idee, dass das Getriebeöl schuld ist ? Ich kenne zwar kein ore...was weiß ich... Addinol, aber mit besonders gut schmierenden GL5-Sorten (Hypoid-Getriebeöl) haben sich schon manche eine Rutschkupplung eingehandelt ...

    Gruß aus Sachsen

  16. #16
    Chefkonstrukteur Avatar von Wessischrauber
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    Standard

    Hallo Matthias,

    das Problem mit der rutschenden Kupplung ist zwar für mich neu und das Getriebeöl ( Addinol GL 80 ) wurde vor 14 Tagen gewechselt, aber ich habe die Schwalbe in Einzelteilen erworben und seit September 2009 wieder zum Leben erweckt.
    D.h. ich habe sie nach dem Ölwechsel das erste Mal selber über eine längere Strecke gefahren und dabei bin ich auf das Problem gestossen.

    Gruß
    Gerhard

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