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Thema: Lager richtig drin?


  1. #1
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard Lager richtig drin?

    Mein Motorzusammenbau M 541 stellt mich immer wieder vor neue Fragen. Nun habe ich gerade das linke Lager der Kupplungswelle eingeschlagen. Lagersitz warm, Lager eisgekühlt. Ging auch einigermaßen gut, nur war irgendwann Schluss, und der Klang beim Schlagen veränderte sich auch. Ich dachte, yes!, geschafft, aber beim Blick auf die Gegenseite fällt mir ein gleichmäßiger Spalt auf. Das Lager scheint noch gar nicht auf Anschlag zu sitzen, obwohl ich wirklich recht doll zugehauen habe. Mehr mag ich nicht. Ich will nun nicht ohne Not das Lager wieder ausziehen, wegen der Belastung für das Lager, habe aber auch die Tiefe vorher nicht gemessen, um sicher zu sein, wann das Ding wirklich auf Anschlag drinnen sitzt. Traut sich das jemand per Anschauen zu, was zu sagen? Bild 1 ist die linke Motorhälfte von links, Bild 2 ist von der Gegenseite.

    MfG Matthias
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    Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden. Aber sie schießen damit.

  2. #2
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    Hmm also in DEM VIDEO ist da nicht allzuviel zu erkennen (ungefähr bei 23:10).

    Allerdings scheint es mir auf deinem zweiten Bild, als wäre das Lager verkantet und schräg drin. Siet das nur so aus?

    Womit hast du das Lager eingeschlagen?
    Schwalbe mit Alarmanlage? --> http://bit.ly/VKh4rI (geht wieder!)

  3. #3
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    Zitat Zitat von damaltor Beitrag anzeigen
    Womit hast du das Lager eingeschlagen?
    Mir stellt sich nicht nur die Frage womit er zugeschlagen hat, sondern eher "warum"?
    Sind die Lager wirklich gekühlt und die Motorhälfte wirklich "auf Temperatur", flutscht das ohne wenn und aber bis zum Anschlag in den Sitz.
    Scheinbar waren Temperaturunterschiede und/Hammerschläge so (sorry) jämmerlich, das das Lager zügig im Sitz blockiert ist!
    Lösung ist relativ einfach:
    Motorhälfte so wie sie ist im Backofen (stinken tut da nix, so wie du geputzt hast) aufheizen, sodass das Lager wieder locker und "verschiebbar" ist! Langsam abkühlen lassen und nicht etwa abschrecken wie ein Frühstücksei.
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  4. #4
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Nee, nee, das mit dem Verkanten sieht nur so aus. Dr Spalt ist gleichmäßig, das irritiert mich ja auch. Und geflutscht hat das schon beim Ausziehen der alten DDR-Lager nicht. Die kamen - alle - mehr oder minder, nur sehr schwer raus, bis auf das Lager 6000 auf der Gegenseite der Kupplungswelle. Das kam am besten. Das neue Lager, ein SKF übrigens, kam aus dem Tiefkühlfach, den Lagersitz habe ich mit Heißluftpistole auf Temperatur gebracht. Einen Fehler bei mir kann ich nicht erkennen, trotzdem hat da gar nichts geflutscht. Das ging nur schwer einzuschlagen, aber es ging bis zu einem gewissen Punkt. Vielleicht habe ich einen Motorblock, der etwas an der unteren Toleranz liegt, was die Bohrungen angeht. Eingeschlagen habe ich mit einem etwas kleineren, rechtwinklig abgelängten Stück Stahlrohr und 300 g-Hammer. Leider habe ich nichts Passenderes als das Rohr, es sitzt nicht ganz auf dem Außenring auf, und so habe ich rundherum immer die Position gewechselt, damit es eben, so weit als möglich, nicht verkantet. Also doof bin ich ja nun auch nicht. Ging auch gut, wenngleich schwer, und dann war eben Schluss. Darf ich das Ganze so deuten, dass das Lager wirklich noch nicht drin ist?

    Dann kann ich es ja noch mal mit kräftig aufwärmen versuchen (geht ja gut mit der Heißluftpistole), und weiterschlagen?
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  5. #5
    Chefkonstrukteur Avatar von Harzer
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    ich habe gerade bei einen zerlegten Motor geschaut, das sieht völlig Normal aus.
    Vor das Lager kommt ein 40er Seegering wenn der rein passt sollte alles i.O. sein.

  6. #6
    Restaurateur Avatar von y5bc-der alte Sack
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    heisluftpistole....mmmmhhhh. ungern
    ich leg die hälften immer auf ne kochplatte, dann wird das vernünftig durchgewärmt. mit der pistole könnt ich mir vorstellen, das nur oberflächlich gewärmt wird und sich das material zu schnell abkühlt, wenn das kalte lager reinkommt.
    ich hab jetzt schon einige motoren gemacht und ein lager hat noch nie geklemmt und nen hammer hab ich auch noch nicht benutzen müssen
    manche kennen mich, manche können mich

  7. #7
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    @ Harzer: Heh, klasse . Dann frag ich mich zwar, wo der Spalt herkommt, aber was soll´s. Kannst Du da auch mal den Abstand zwischen Lageraußenring und der Kante von dem Lagersitz messen (wie auf Bild 1 zu sehen); mit Messchieber-Tiefenmaß ? Nur so zur Kontrolle, das wär super. Den Seegering müsste ich jetzt suchen, um zu probieren, sieht aber schon mal so aus, als würden Nut und Lager glatt abschließen.

    @ y5bc: Keine Sorge, Alu ist ein exzellenter Wärmeleiter; selbst wenn man die Luft nur auf einen Punkt hält - es wird praktisch der ganze Motorblock heiß, das habe ich schon festellt.

    MfG Matthias

    EDIT: Also den Ring habe ich gerade gefunden - er lässt sich einsetzen, aber die Nut ist relativ breit, so dass er eigentlich etwas Spiel haben müsste. Hat er aber nicht so recht. Geht das trotzdem?
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  8. #8
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    Wie y5bc schrieb, ist das erwärmen mit einer Heißluftpistole nicht ausreichend, um den Block vernüftig zu dehnen.
    Vor allem das einschlagen mit Hammer und STAHL-Rohr ist Murks, ein Stück Holz, wenn es schon sein muss, wäre besser gewesen. Aber es geht, wenn man ordentlich erhitzt ganz ohne schlagen.
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  9. #9
    Chefkonstrukteur Avatar von Harzer
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    das Maß beträgt 5,6mm

  10. #10
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    Zitat Zitat von Gonzzo Beitrag anzeigen
    Vor allem das einschlagen mit Hammer und STAHL-Rohr ist Murks, ein Stück Holz, wenn es schon sein muss, wäre besser gewesen. Aber es geht, wenn man ordentlich erhitzt ganz ohne schlagen.
    Natürlich geht es ganz ohne schlagen, aber wenn das Lager einmal minimal verkantet, ist es vorbei mit reindrücken.

    Bei der Montage von Lagern ins Gehäuse wird mit einen passenden Rohr nur auf den Außenring geschlagen ( wobei der Ausdruck "schlagen" mit Vorsicht zu genießen ist ) das Rohr sollte auch nur ein paar Zentel kleiner sein als der Außendurchmesser vom Lager, der Innendurchmesser sollte so groß sein das man auf keinen Fall den Innenring trifft, weil sonst das Lager verspannt wird.

    Optimal wäre so ein Werkzeug, der Außendurchmesser ist 39,5mm, der Führungszapen ist 16,5mm und die Planfläche ist freigedreht.


    Foto0103.jpg

  11. #11
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Also - bevor es noch mehr Kritik hagelt - so weit es ging, habe ich das Lager ja mit einem größeren Stück Holz eingeschlagen. Wie gesagt - ich bin ja nicht doof. Nur als das Lager so weit im Sitz drin war, dass das nicht mehr ging, musste ich mir was anderes überlegen. Wollte schon ein Werkzeug aus hartem Quittenholz drechseln (exakt so was wie das abgebildete schwebte mir vor!), aber habe mich dann doch gegen den Aufwand entschieden. Ja, Harzer, hätt ich so was wie den abgebildeten Einschlagdorn, und das in allen benötigten Größen, ja dann wär´s top, das ist mir auch klar. Hab ich aber nicht.
    Das Lager ist ja nun heil drinne, und bei der Tiefe komme ich sogar auf knapp über 6 mm. Scheint also alles tutti paletti zu sein.

    Die Baustelle betrachte ich also hier erst mal als erledigt, es kann weitergehen. Vielen Dank!
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  12. #12
    Zündkerzenwechsler
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    Ich hatte das gleiche Problem. Deutz40 hat mir das Problem gelöst...

  13. #13
    Simsonschrauber Avatar von Jörn
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    Warum nehmt ihr zum leichten einschlagen keine qualitativen Nüsse? Ich hab in meinem Kasten Nüsse genug in allen Größen, die im Simson Motor verwendet werden... Die liegen tiptop auf dem Außenring auf.
    Fährt mittlerweile Habicht, Bj. 1974. Vorher Kr51/1, S50, SR50.

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