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Thema: Unfall an Baustelle - Chance auf Wiedergutmachung?


  1. #1
    Tankentroster Avatar von ThorstenS
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    Standard Unfall an Baustelle - Chance auf Wiedergutmachung?

    Hi Leute,

    ich hatte neulich einen sehr schmerzhaften Unfall bei Regen.
    An einer jeweils zweispurigen Strasse mit zwei Gleispaaren für die Strassenbahn in der Mitte wird gebaut.
    Dafür wurde der Verkehr stadteinwärts nach links verlegt und weiter unten über die Gleise wieder nach rechts.
    Und dieser zweite Teil ist in einem verdammt spitzen Winkel geführt und recht holprig (auch mit dem Auto).

    Als es neulich ordentlich regnete, bin ich recht langsam da drüber gefahren und mir sind die Räder weggeschmiert. Drei Schienen hab ichs hinbekommen, bei der letzten Schwelle wars das, ich bin nach rechts gestürtzt und hab einige Prellungen und nen ausgekugelten Arm davon getragen. Die Schwalbe ist wieder grob ausgebeult, hat aber nach 36Km nen Motorschaden bekommen (Teile des Kolbens haben ping-pong zwischen Kolben und Zylinderkopf gespielt...). Damit ist der Vogel erstmal aus dem Verkehr gezogen.

    Die Sache ist jetzt 3 Wochen her, mein Arm ist fast wieder i.O. und ich hab einige Kosten vor mir.
    Im Krankenhaus war die Baustelle bekannt, weil sich auch schon ein Arzt mit seinem Zweirad dort zerlegt hat.

    Jetzt meine eigentliche Frage: Habe ich die Chance von irgendjemandem Schmerzenzgeld oder etwas für meine Schwalbenreparatur zu bekommen? Wie müsste ich vorgehen, an wen kann ich mich wenden?

  2. #2
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Standard

    Finde heraus, wer für die Baustelle verantwortlich ist und erkundige dich da. Grundsätzlich muss man aber die Fahrweise immer der Situation anpassen und es bedarf schon grober Fahrlässigkeit seitens des Verantwortlichen, dass da für irgendwas gehaftet wird. Auch die Tatsache, dass dir das nach drei Wochen einfällt, dürfte sich da eher kontraproduktiv auswirken.

    MfG
    Ralf
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  3. #3
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Wenn, dann müsstest du dich mit anderen zusammentun, die an der gleichen Stelle gescheitert sind ... dann sieht's nicht mehr völlig nach individueller Unfähigkeit aus. Ansonsten gilt, was Prof gesagt hat: Grundsätzlich (das juristische "grundsätzlich", Ausnahmen sind möglich) musst du als Fahrer für dich selbst entscheiden, wie du an solchen Gefahrstellen fährst und ob überhaupt.

  4. #4
    Tankentroster Avatar von ThorstenS
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    Standard

    Danke euch beiden für die Antwort.
    Ich bin auch davon ausgegangen, dass ich halt Pech hatte und selbst daran Schuld bin. Nach Insgesamt 18 Jahren unfallfreien Fahrens ist das mein erstes Maleur und ich habs unter "shit happens" abgetan. Aber immer mehr Bekannte in meinem Umfeld meinen, dass ich d durchaus mal aktiv werden sollte.
    Ich wende mich mal an den zuständigen Bauleiter bei der Stadt. Evtl. kann ich ja doch was erreichen - wenn nicht: shit happens ;-)

  5. #5
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    Zitat Zitat von Schwarzer_Peter Beitrag anzeigen
    wie du an solchen Gefahrstellen fährst und ob überhaupt.
    Als wenn man bei dem "ob überhaupt" eine Wahl hätte. Man weiß ja bevor man in die Baustelle reinfährt nicht ob diese spezielle Baustelle jetzt Zweirad-geeignet ist oder nicht. Und umdrehen vor einem "plötzlichen unüberwindbaren Hindernis" in der Baustele ist meist auch nich. Gerade wenn Strassenbahngleise im Spiel sind ist es oftmals sehr gefährlich.
    Ich hab jetzt seit einer Woche ne Baustelle vor der Nase wo die auch die Gleise raus reißen und da hab ich keine Wahl lang zu fahren weil das die einzige Möglichkeit ist zu meiner Wohnung zu kommen!

    Ich weiß nicht ob es Vorschriften gibt das Baustellen auch für Zweiräder befahrbar sein müssen, eine abgerissense Frontschürze beim tiefergelegten Golf zB ist ja auch "persönliches Pech".

    Setz dich doch mal mit dem Arzt und anderen Betroffenen in Verbindung und versucht gemeinsam vorzugehen.
    R.I.P. Ronny, nur die Besten sterben jung!

  6. #6
    Kettenblattschleifer
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    Zitat Zitat von Froschmaster Beitrag anzeigen
    Als wenn man bei dem "ob überhaupt" eine Wahl hätte. Man weiß ja bevor man in die Baustelle reinfährt nicht ob diese spezielle Baustelle jetzt Zweirad-geeignet ist oder nicht. Und umdrehen vor einem "plötzlichen unüberwindbaren Hindernis" in der Baustele ist meist auch nich. Gerade wenn Strassenbahngleise im Spiel sind ist es oftmals sehr gefährlich.
    Ich hab jetzt seit einer Woche ne Baustelle vor der Nase wo die auch die Gleise raus reißen und da hab ich keine Wahl lang zu fahren weil das die einzige Möglichkeit ist zu meiner Wohnung zu kommen!

    Ich weiß nicht ob es Vorschriften gibt das Baustellen auch für Zweiräder befahrbar sein müssen, eine abgerissense Frontschürze beim tiefergelegten Golf zB ist ja auch "persönliches Pech".

    Setz dich doch mal mit dem Arzt und anderen Betroffenen in Verbindung und versucht gemeinsam vorzugehen.
    Ich vermute einfach mal dass das nichts geben wird. Der gesunde Menschenverstand hätte mir in der Situation mitgeteilt:

    Stahl+Wasser+Dreck=Scheisse glatt

    Schätze mal Höchstgeschwindigkeit ist in der Baustelle eh auf maximal 30 km/h begrenzt, wenn nicht sogar noch langsamer. Kann mir keiner erzählen das man es nicht schafft unfallfrei da durch zu fahren. Als ich "damals" den Autoführerschein gemacht habe, war die Straßenbahnschienen-Frage(glatter, holpriger Untergrund), ne 5-Fehlerpunkte Frage...Grundlegendes Wissen.

    Nächstes mal einfach langsamer fahren, lass die anderen doch hupen.

    Gute Besserung!

  7. #7
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Ich weiß selber, wie verantwortungslos Baustellen im Straßenverkehr aufgestellt werden. Trotzdem - ich gebe Dir keine Chance, irgendeinen Pfennig von den Verantwortlichen zu bekommen. Du wirst nie darlegen können, dass es nicht möglich war, die Gleise sturzfrei zu überqueren. Es wird halt sofort gesagt werden, jeder Kraftfahrer hat seine Fahrweise den Straßen- und Witterungsverhältnissen anzupassen, so, wie´s irgendwo auch in der StVO steht. Auf der anderen Seite gibt´s hier leider ziemliche Narrenfreiheit.
    Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden. Aber sie schießen damit.

  8. #8
    Zahnradstoßer Avatar von Olaf1969
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    Ohne Fotos (Beweissicherung) oder gut dokumentierte Polizeiliches Unfallprotokoll wirst Du ziemlich auf Deinen Kosten sitzen bleiben.

    Ansprechpartner wäre wohl das Straßenbauamt/Straßenverkehrsbehörde (NICHT zulassungsstelle) um rauszufinden wer da gebuddelt hat.

    Toitoitoi
    Olaf
    =/\= ...see us out there... =/\=

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