Schwalbe: Kerze durchgehend nass, keine leistung?

  • Tach zusammen,


    melde mich mal wieder mit meinem Kübel der mal wieder das selbe Problem hervorruft.


    Die liebe Schwalbe hat von mir einen neuen Vergaser letztens bekommen, einen 16N1-5, diesen habe ich erstmal noch nicht feineingestellt. Dazu hat die U-Zündung einen neuen Kondensator bekommen, eine neue Zündspule, neues Zündkabel, eine ordentliche Gehäusedurchführung, ein neuen Zündstecker (AKA Elektrik 1 Kiloohm) und eine neue Zündkerze (Isolator M14-260).


    So jetzt wollte ich sie letztens Einstellen weil bereits viel Gemisch bzw nicht verbranntes Öl am Krümmer auslief. Habe sie also so gut wie möglich eingestellt, allerdings hatte sie nie richtig Leistung laut meinem Testfahrer, laut ihm war es wie ein Lottospiel das sie Leistung entwickelt und man in den zweiten kommt und auf Geschwindigkeit kommt. Allerdings habe ich (Beobachter der Testfahrt) nur noch Rauch hinter der Schwalbe gesehen. Also habe ich das Gemisch dünner gemacht allerdings immernoch das selbe Problem: Keine wirkliche Leistung, qualmt. Habe dann mal als vorsichtsmaßnahme alles mögliche getan um zu schauen das die Wellis dicht sind, das sind sie auch! Die Zündkerze allerdings ist selbst wenn man die Leerlaufgemischschraube vom Vergaser fast ganz rausdreht immernoch nass. Wie kann das bitte sein?


    Nochmal ein paar Rand Notizen:



    Kompressionstest: Nicht durchgeführt (kein passendes Werkzeug)
    Zündung: wurde nach Abrissmarkierung am Motorgehäuse eingestellt
    Unterbrecher: sollte auf 0,4mm stehen
    Vergaser: wurde von OstOase voreingestellt gelierfert, Schwimmer wurde von mir nicht überprüft
    Allgemeine Motor Daten: Gebläsemotor, U-Zündung, Handschalter, BJ. ca. 1968, hat komplett neues Zylinderkit von MZA bekommen, Fußdichtung neu, Getriebeöl neu, neue Kupplungsdeckeldichtung, neue Dichtung an der KW bei der Zündung, neuer Vergaserflansch + passende Dichtungen, Kettenritzel ist original.


    Hat jemand eine Idee voran es liegen könnte? :confused:


    Danke im Voraus.
    Luftgekühlte Grüße vom Bodensee!:D
    Flo

  • Also, habe den Schwimmer eingestellt und wieder verbaut. Läuft definitiv besser im Stand und qualmt im Stand nicht so. Vergaser läuft derzeit auf Grundeinstellung! Allerdings bei der Testfahrt keine wirkliche Leistung und im zweiten würgt sie meistens ab! Im Stand ging sie nach ca 9 Min einfach aus. Kerze ist an einer Stelle leicht nass ABER NICHT ANSATZWEISE SO STARK WIE DAVOR, an einer anderen ist gar nichts, Steg ist leicht verußt.


    Ich stelle morgen bzw. die Tage das Gemisch richtig ein und schaue dann.
    Sonst noch ideen?


    Luftgekühlte Grüße!

  • Habe dann mal als vorsichtsmaßnahme alles mögliche getan um zu schauen das die Wellis dicht sind, das sind sie auch!


    Ich tippe trotzdem auf die Wellendichtringe. Zur Sicherheit, würde ich die einfach mal gegen neue austauschen.


    Was ich mir auch vorstellen kann ist, dass der Zylinder am Kopf Nebenluft zieht und daher der Vergaser zu fett eingestellt wurde, um das "Leck" auszugleichen. Daher würde ich auch mal den Zylinderkopf planen.

  • Erstmal danke für die Antworten!


    Habe mich gerade 3 Std. mit dem Unterbrecher beschäftigt. Habe diesen richtig eingestellt so gut wie ich konnte, habe den Zylinderkopf nochmal festgezogen. Habe das Gemisch ebenfalls leicht fetter gestellt wegen der weißen Zündkerze.. Benzinhahn auf das erste was erstmal aus heiterem Himmel passierte: Tonnen an Benzin läuft am Benzinhahn aus..super... Naja der Bock sprang auf jedenfall erstmal gar nicht an, egal ob mit Choke oder nicht. Ein wenig Bremsenreiniger dann im Brennraum hat sie sofort zum starten gebracht. Diesesmal kam gar kein Rauch aus dem Auspuff und sie war vergleichsweiße sehr leise im Stand.


    Allerdings kommt ein bekannter nächstes Wochenende der sich sehr gut damit auskennt, der schaut sich das alles mal an und stellt auch nochmal die Zündung richtig ein.


    Wegen euren Vermutungen auf die Simmerringe, ich kann soviel sagen das die Simmerringe immernoch warscheinlich die Originalen sind da der Motor nie "gespalten" wurde, allerdings hatte der Vorbesitzer mir gesagt das der Motor zwar nicht viel gefahren wurde, allerdings immer mal wieder gestartet wurde damit die Simmerringe nicht fest werden. Sonst meine Testergebnisse: Getriebeöl richt nicht nach Benzin, kein Rauch aus dem Kupplungdeckel wenn an, kein großer Öl-Schwund bleibt relativ gut auf dem selben Niveau, Nebenluft test hat sie soweit bestanden.


    Ich lasse sie jetzt erstmal in der Garage ruhen bis der Spezialist kommt.
    Werde euch danach sein Fazit natürlich berichten!:))


    Schönen Sonntag euch zusammen!
    Flo

  • Der Zylinderkopf muss gar nicht so fest angezogen sein. Wichtig ist, dass er plan aufliegt.
    WeDis noch nie gewechselt: Kann natürlich dann u.U. die Ursache sein. Problem ist halt bei den älteren Motoren, das sie gleich mal gespaltet werden müssen.


    Bin gespannt, was der Spezialist sagt.


    EDIT: Was mich wundert ist, dass du einerseits schreibst, dass die Zündkerze nass ist, aber andererseits die ZK weiß ist. Das passt für mich nicht zusammen.

  • Tach zusammen,
    tschuldigt für die späte Rückmeldung, der Spezialist war gestern erst bei mir.
    Sieht sehr schlecht aus... er sagte auch es werden zu 99% die Simmerringe an der KW sein.
    Weil egal welche Einstellung er am Vergaser einstellt, qualmt das ding, die Kerze ist nass und sie hat keine Leistung. Heißt jetzt dann die Simmerringe zutauschen..


    Jetzt habe ich noch eine andere Frage an euch:
    Ich habe hier ja zwei Motoren, den originalen M53F Motor und den nach gekauften (jetzt anscheinend ebenfalls kaputten) M53H Motor. Der alte M53F hatte ein Riss im Gehäuse wo die Fußschaltwelle reingesteckt wird. Da der Motor damals nie richtig in die Gänge gekommen ist habe ich den Motor auf Grund des Risses in die Ecke gestellt und den anderen gekauft. Was meint ihr sollte ich den Fußschaltmotor mal zusammen bauen (Kolben, Zündung, Öl rein, Kupplung überholen) und ihn mal bei laufenden Motor versuchen in die Gänge zu schalten? (Habe damals nie getestet ob er schaltet wenn er an ist) oder soll ich den Handschalt Motor zur Regenerierung bringen?


    Luftgekühlte Grüße vom Bodensee!
    Flo

  • Moin


    Wenn das Getriebeöl nicht nach Benzin richt sondern nach Öl, sind die KW-Wedis noch dicht.


    Der Wedi hinter der Grundplatte könnte mit verantwortlich sein, den Vergaser nicht richtig in Betrieb nehmen zu können.


    Welche Ansaugung und Zylindertyp ist
    momentan im Betrieb?

  • Moin


    das Öl richt ganz normal (habe es verglichen mit neuen aus dem Kanister)!


    Beim Wedi hinter der Grundplatte ist schon desöfteren Öl ausgelaufen.. Habe ihn bisher nie wirklich abgedichtet.


    Verbaut ist ein MZA Zylinder Kit, große vom Kolben sollte 39,98 sein wenn ich mich noch richtig erinnere, verbaut sind 40 Kolbenringe.


    Ansaugung ist ganz normal über Vergaser.


    Habe heute mal den Zylinderkopf demontiert, wie mir dann aufgefallen ist läuft das Gemisch untenrum am Zylinderkopf raus (zieht dann warscheinlich auf Nebenluft).. Habe einen neuen drauf gebaut und mal getestet, lief aufjedenfall deutlich ruhiger, werde morgen den Krümmer noch ordentlich anbauen und dann nochmal schauen, den Wedi an der Grundplatte werde ich mir heute mal neu bestellen.


    LG

  • Das schein mir ein doch recht planloses rumgebastel.
    Mach das doch einfach vernünftig. Du schraubst hier ein bisschen,. dort ein bisschen, holst Dir einen anderen koch, der dann dort ein bisschen rumrührt.
    Wenn der Motor noch niemals gespalten war, und es ein noch absolut originaler DDr Motor iet, dann SIND die Wellendichringe hart geworden und nicht mehr dicht.
    Das ist Fakt.
    Der alte M53 hat innenliegende Wellendichtringe, die kann man von aussen nicht sehen, oder auch nur Ansatzweise auf Dichtheit prüfen.
    Und der Zylinderkopf einfach mal nachziehen, damit haben schon viele einen Motor total zermurkst!
    Du kannst mit einfachsten Mitteln zuhause prüfen, ob der Kopf gerade ist. Nimm einem Spiegel, und feines Scheifpapier. Das dann auf dem Spiegel fixieren, und den kopf leicht über das Schleifpapier ziehen. Anhand des Schleifbildes sieht man, ob der ganzflächih aufliegt, oder eben nicht.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!