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Thema: Lenkungslager Satz gekauft - nicht gehärtet ?


  1. #1
    Schwarzfahrer
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    Standard Lenkungslager Satz gekauft - nicht gehärtet ?

    Hallo zusammen!

    Ich habe jetzt alle meine Star Teile soweit das ich den Vogel wieder zusammenbauen will. Ich habe mir einen Lenkungslagersatz gekauft. Leider hat MZA-Vertrieb mal wieder nicht auf meine Anfrage geantwortet. Deswegen habe ich den Lagersatz einfach mal bestellt. Jetzt will ich das zusammenbauen und Stelle fest das die Teile nicht mal gehärtet sind.
    Hat jemand diese ungehärteten Teile eingebaut? Ist doch eigentlich nicht Sinn der Sache - oder?

    Kacke sowas jetzt komm ich wieder nicht weiter!

  2. #2
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard

    Woran erkennst Du, dass die nicht gehärtet sind, und was genau ist nicht gehärtet?

  3. #3
    Schwarzfahrer
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    Standard

    Das erkennst du wenn du z.b. Mit einem Messer in das Material ritzen kannst. Oder mit einer Feile was abnehmen kannst. Die Originalen Teile sind bis auf ein Teil alle hart.

  4. #4
    Tankentroster Avatar von Svale
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    ich ärger mich gerade, dass ich mal wieder aus den Werkstoffkundevorlesungen nichts mitgenommen habe.

    Dennoch, würde ich sagen, dass du auch gut einen gehärteten Stahl feilen kannst und wenn du die Materielen mit den Originalen vergleichst, kann es gut sein, dass sich die Materialien sehr unterscheiden. Auch kann ein ungehärteter Stahl mit einem anderen gehärteten Stahlsorte mithalten, da würde es auf die Sprödheit ankommen.

    Kann auch sein, dass ich blödsinn erzähle, aber wieso sollte MZA unsichere Materialien verwenden?

  5. #5
    Kettenblattschleifer Avatar von 1gnt23
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    Ich bin der Meinung, das man nur die Kugeln bei dem Satz härten würde.

    Aufgrund der Erschütterungen würden die Sachen wahrscheinlich früher brechen.

    Das man beides härtet (Schale und Lager) währe glaube ich auch nicht so gut.

    Desweiteren kommt die Frage auf ob die Herstellungskosten eine Rolle spielen, da die Größe vielleicht auch bei Fahrräder benutzt wurde.

  6. #6
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Aha , und wer sagt Euch welche Härte da verbaut werden muss , Männer Männer
    macht Euch doch erst mal schlau , bevor Ihr hier rumpostet :wink:
    Immer schön den Auspuff freihalten

  7. #7
    Schwarzfahrer
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    ich ärger mich gerade, dass ich mal wieder aus den Werkstoffkundevorlesungen nichts mitgenommen habe.

    Dennoch, würde ich sagen, dass du auch gut einen gehärteten Stahl feilen kannst und wenn du die Materielen mit den Originalen vergleichst, kann es gut sein, dass sich die Materialien sehr unterscheiden. Auch kann ein ungehärteter Stahl mit einem anderen gehärteten Stahlsorte mithalten, da würde es auf die Sprödheit ankommen.

    Kann auch sein, dass ich blödsinn erzähle, aber wieso sollte MZA unsichere Materialien verwenden?
    @ Svale
    also einen gehärteten Stahl kannst du, wenn er richtig gehärtet wurde, mit einer Normalen Feile, HSS-Werkzeugen oder ner Normalen Säge ganz sicher nicht mehr bearbeiten... Dazu brauchst du dann schon VHM-Werkzeuge, Diamantfeilen und ähnliches.
    Weil man kann Werkstoffe nur mit einem Werkstoff (Werkzeugen) bearbeiten, die Härte als das zu bearbeitende Material sind...
    Sowas lernt man schon im ersten Lehrjahr bei jeder Metallausbildung...

  8. #8
    Kettenblattschleifer Avatar von 1gnt23
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    Zitat Zitat von Deutz40
    Aha , und wer sagt Euch welche Härte da verbaut werden muss , Männer Männer
    macht Euch doch erst mal schlau , bevor Ihr hier rumpostet :wink:
    Das war auch keine sinnvolle Antwort.

  9. #9
    Schwarzfahrer
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    Moin!

    Ich werde heute versuchen die alten Teile nachzudrehen.
    Parallel gebe ich die neuen Teile zum gasnitrieren. Dann wird wenigstens die Oberfläche hart.
    Ansonsten kann ich nur sagen das bei jedem Kugellager sowohl die Lagerschalen als auch die Kugeln eine hohe Härte - zumindest Oberflächenhärte haben müssen.
    Wenn ich jetzt diese Lagerschalen mit den harten Kugeln verbaue, werden sich die Kugeln ganz schnell in die Schalen einarbeiten. Das MateriAl der Schalen würde abplatzen und die feinen Späne dem ganzen den Rest geben.

    Beim Gasnitrieren werden die Teile erhitzt, mit Kohlenstoff und Stickstoff angereichert was den Stahl härtbar macht. Da ich aber nicht weiß was das für'n Material ist wird das wahrscheinlich auch nichts werden.
    Also am besten Versuche ich doch den Verkäufer zu kontaktieren.

    Wenn ich die alten Schalen nicht retten kann und der Händler mir nichts zu dem Material sagen kann, werde ich mir wohl selber welche anfertigen müssen.

    Ich find es halt blöde das man genau um dieses Problem auszuschließen eine Mail an den Verkäufer schreibt wo einfach nicht drauf reagiert wird.
    Also ich schaue mir die ganzen Repliken inzwischen ganz genau an bevor ich die Einbaue.
    Ich hoffe das die Simmeringe die ich da gekauft habe wenigstens Spritfest sind....

    Ich hoffe das das dann geht. Aber die Lagerschalen werde ich auf jeden Fall nicht in diesem Zustand einbauen. Dann nehm ich lieber die alten!

  10. #10
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    wo du dich so intensiv mit der lagerung der gabelbrücke beschäftigst, sei angemerkt, dass ein noch weitaus haltbarerer bau die umrüstung auf kegelrollenlager ist...

  11. #11
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Ja, genau. Jetzt, wo ich Dein Problem verstanden habe, kann ich Dir nur dazu sagen, dass auch die Original-Lenkungslager sich schnell einarbeiten, so dass der Lenker in Geradeausstellung regelrecht einrastet. Jedenfalls kenn ich das so von meiner S51. Hatte deswegen selbst schon mal gepostet. Da scheint es leider keine Abhilfe zu geben, es sei denn, man schnitzt sich, wie toto sagt, Kegelrollenlager.

    Wenn mailen nicht funktioniert, so ruf doch einfach an.

  12. #12
    Flugschüler Avatar von hotze
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    sind die lagerschalen bei euch aus blei oder was habt ihr euch da andrehn lassen ?


  13. #13
    Restaurateur Avatar von Macschwalbe
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    Was machts denn wenns rastet das ist doch wurscht... Also ich seh da keinerlei Beeinträchtigung beim Fahren :wink:

  14. #14
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    also meine lenklagerschalen baujahr 75 sind noch immer top! vll wurde da ja irgendwann mal später am werkstoff gespart...

    @kaschemme: wenn du hier schon mit aufkohlen und nitrieren anfängst, scheinst du ja plan von dem zu haben, was du da tust. in dem fall würde ich mir neue lagerschalen aus einem passenden stahl drehen und zum härten geben. dann weißt du ja was für ein material dort verwendet wurde und kannst die härtekurven entsprechend raussuchen.
    ..shift happens

  15. #15
    Tankentroster
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    möffi

    also meine lenklagerschalen baujahr 75 sind noch immer top! vll wurde da ja irgendwann mal später am werkstoff gespart...
    oder man fährt eine weile mit lockerem Lenkerkopflager durchs Gelände, dann rastet der lenker irgendwann ein


    MfG Offan

  16. #16
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Also keine Ahnung, vielleicht waren ja die Lagerschalen früher tatsächlich mal besser; meine S51 ist Baujahr 1985 und hat ca. 1991 nach einem leichten Auffahrunfall schon mal einen neuen Rahmen samt Steuersatz in der Werkstatt bekommen. Da brauchte es nicht lange, und der Lenker rastete (wieder) ein. Ja, und genauso kenn ich das auch vom Fahrrad mit diesen besch... Kugellagern. Nach ein paar Hundert km kann man schon gar nicht mehr freihändig fahren, weil der Lenker stur geradeaus zeigt. So hab´ ich mir dann mal odentliche Ritchey Kegelrollenlager gegönnt. Die sind nun seit ca. 25.000 km drin und funktionieren wie neu, von Einlaufen keine Spur mehr. Bisher war ich eigentlich der Meinung, dass es prinzipiell ein Fehler ist, solche einfach kugelgelagerten Dinger in einem Lenkkopf zu verbauen.

    @ kaschemme: Wieviel Arbeit willst Du Dir denn noch machen? Wenn Du schon Ahnung vom Härten hast, dann weißt Du sicher auch, wie man auf einfachste Weise die vorhandenen Lagerschalen hart bekommt: Ab auf den heißen Grill, und dann wieder in Öl oder Wasser, danach noch mal anlassen. Warum nicht probieren? Bloß Oberflächenhärte, wenn es drunter weich ist, bringt bestimmt nichts, da ja hier punktuell hohe Drücke auftreten. Ist sozusagen wie eine dünne Eisschicht auf Wasser. Abrasiven Vorgängen mit weicherem Material kann das gut widerstehen, aber keinen hohen Punkt-Druck-Belastungen.

    MfG

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