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Thema: Zuverlässigkeit der Simson-Mopeds


  1. #1
    Zündkerzenwechsler Avatar von Schwalbenbändiger
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    Standard Zuverlässigkeit der Simson-Mopeds

    Hi zusammen,

    wenn man mal im Technikforum ein bisschen herumliest, fällt doch auf, dass die Simson-Mopeds vor allem z.B. an Zündung und Vergaser nicht wartungsfrei und teilweise Störanfällig sind. Jede Konstruktion hat ihre Schwachstellen...

    Gut, wenn man bedenkt, dass die Mopeds teilweise 30 Jahre und mehr auf dem Buckel haben und in großer Stückzahl noch in Betrieb sind, was für sie spricht, kann man verstehen, dass sich in diesem Forum viele technische Probeme sammeln. Damit relativiert sich alles...

    In Anbetracht meiner geplanten Tour (Bottrop - Bremen und Retour, werde ich hier unter Reiseberichte dokumentieren) habe ich mal über mögliche Störungen und Abhilfen während der Fahrt nachgedacht damit im Fall der Fälle nicht die Tour beendet ist.

    Ich würde gerne mal von anderen eine Meinung über die Zuverlässigkeit ihres Mopeds erfahren, wie viel Vertrauen sie in ihr Moped stecken, was sie damit schon für positive und negative Sachen erlebt haben. Ist euch der Karren schonmal so arg verreckt, das gar nichts mehr ging und ihr schieben musstet?

    Ich fange mal mit der Krankenakte meiner Schwalbe an:

    Ich selbst bin nun, seit ich die Schwalbe besitze (blaue KR 51/1 F von 1976), etwa 750 km damit gefahren.
    Positiv ist auf jeden Fall anzumerken, dass beim M53 die "Hauptverdächtigen für eine kleine Störung" sehr offen liegen und lecht zugänglich sind, was kleine Reparaturen erleichtert. Verglichen mit einem Plastikroller, wo man sich für einen Kerzenwechsel dreimal die Finger brechen muss, ist dies auf jeden Fall ein Vorteil. Beispielsweise hatte ich zwischendurch Probleme mit dem Sprit, ein undichter und zusitzender Benzinhahn hat neben dem zusitzenden Auspuff bei Geschwindigkeiten jenseits der 50 für einen ruckelden Motor gesorgt. Das sind z.B. Probleme, die, einmal behoben, nicht mehr so schnell auftauchen und sich auch recht schnell beheben lassen. Weiterhin habe ich es mit einem sich andeutenden Getriebeschaden geschafft, bis nach Wesel und zurück zu kommen (Von 2.Gang in Leerlauf -> 1.Gang, letzterer Sprang öfters mal raus, zuletzt kratzende Geräusche). Daher musste ich den Motor neben dem Kolbenklemmer wechseln, der neue Motor befindet sich in Arbeit. Fuhr zwar zuletzt wie ein "kranker Köter", ließ mich aber nie im Stich.

    Nun bin ich mal gespannt, was ihr so an Erfahrungen mit der Schwalbe - auch in Hinsicht auf Störungen - erlebt habt.

    Gruß


    Matthias

  2. #2
    Moe
    Moe ist offline
    Moderator Simsonschrauber Avatar von Moe
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    Standard

    Ahoi!

    Eine gut gewartete Simson rennt zuverlässig von Hannover nach Suhl und zurück. Schieben musste ich schön mehr als einmal, das lag aber daran das ich kein Werkzueg mit hatte. Ein einziges Mal musste der ADAC kommen, da hat´s mitten inner Pampa den hochgelobten MZA-Zylinder zerschossen.

    Man sollte immer etwas Werzeug mithaben um Vergaser un Zündung bearbeiten zu können. Ne Zündkerze und nen Kontakt, und schon kann´s losgehen. Schwerwiegende Probleme kündigen sich meist an...

    Gruß Moe
    Das Geistige kommt hier zu kurz!

  3. #3
    Flugschüler Avatar von Alex74
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    Standard

    Die Hauptprobleme an Zündung und Vergaser sind die typischen Symptome für einen Großteil der Simmen, die ungefähr folgendem Zustand entsprechen:

    1. jahrelang im Schuppen gestanden (Vergaser verdreckt, Schwimmerventil hin, Dichtungen porös)

    2. schon zu DDR-Zeiten verbastelt (falsche Vergaser/Düsen verbaut da nix anderes da war, grottenschlechte Elektrik), in der Folgezeit meist irgendwo eingemottet (siehe 1.)

    3. schon zu DDR-Zeiten oder auch noch nicht zu lange her Lager oder Kolben verschlissen, der Besitzer (meist jugendlich) kein Geld und keine Lust das zu machen, wird in Schuppen gestellt (siehe 1.).

    4. von heutigen Möchtegerns gewollt aber nicht gekonnt einigen Tuningmaßnahmen ausgesetzt, meist resultierend in falschen Düsen, falschen Vergasern, falschen Kolben und häßlichen Umbauten am Äußeren. Oft sind Opfer dieser Umbauten Simsons aus Punkt 1, 2 oder 3.

    5. Die oft fehlende Wartung, die heutige Jugendliche den Mopeds zukommen lassen, die vergessen, daß ein 30 Jahre altes Gefährt diese eben dringend nötig hat. Wenn dann Reparaturen fällig werden, sind diese oft dilletantisch oder falsch ausgeführt. In der Folge vor allem kaputte Gewinde.

    Hat man eine Simme in gutem Zustand und läßt ihr die nötige Wartung zukommen und repariert sie im Falle eines Defekts ordentlich, hat man genausowenig Probleme mit ihr wie mit einem Neufahrzeug...zumindest ist das meine Erfahrung...und...ja, ich war auch mal so ein Jugendlicher, der dilletantisch dran rumgemurkst hat...

    Gruß Alex
    MZ Saxon Country: [img]http://images.spritmonitor.de/141664.png[/img]

  4. #4
    Museumsdirektor Avatar von Airhead
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    Standard

    Die Zuverlässigkeit einer Simson, hängt immer von dem Besitzer und seinen fähigkeiten zu Schrauben ab (bzw. von seiner Werkstatt).

    Wowir dabei wären warum soviele Mopeds ständig kaputt gehen.
    Wer schneller schraubt steht länger in der Werkstatt.

  5. #5
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Eine Simson die überholt worden ist , und dann schön gewartet wird
    läuft zuverlässig.
    mfg
    Immer schön den Auspuff freihalten

  6. #6
    Restaurateur Avatar von Lebowski
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    Standard

    moin,

    das stimmt der zustand und die wartung bestimmen die alltags- und tourentauglichkeit!

    es ist kein thema mit ner simme täglich pünktlich zur arbeit zu kommen, oder lange urlaubstouren zu machen! regelmäßige kontrolle vorrausgesetzt!

    und das das technikboard nur mit problemen bestückt ist liegt ja in der sache der natur ;-) und verfälscht wohl das bild des ewig fahrenden simsonreiters,....

    werkzeug gehört aber immer unter die sitzbank, dazu is hier auch grad nen thema aktuell.

    mfg
    lebowski

  7. #7
    Kettenblattschleifer Avatar von midi
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    Standard

    So wie man seine Simme pflegt so treu ist sie dir auch.
    Wenn man den Frühjahresputz durchzieht sollte man auch gewisse teile mal mitdurchchecken(Zündung/Vergaser etc)
    Anfags benötigte meine alte Dame etwas mehr an pflege.Aber seit 2Jahren fahre ich damit jeden Tag zur arbeit und zurück(20km)
    Am Wochenende ist meist ein größere Ausflug dann drann(von 100-300km)
    In diesen 2Jahren hat sie mich noch NIE in stich gelassen nach 13000km im Jahr ist das mehr als zuverlässig.
    Bei meinen anderen Rollern die ich hatte war schon nach3000km(und das war viel)schluß.Das doofe man kann halt nicht sehr viel selber machen bei den Jogurtbechern.Bei einer Simme sieht das da ganz anders aus.Selfmade mit Erfolg.Mitlerweile habe ich und die alte Dame ein ziemlich gutes Verhältnis aufgebaut.Sie weiß was ich mag umgekehrt auch.
    BIn halt ein guter Altenpfleger

  8. #8
    Flugschüler Avatar von Simsonmichel
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    Hallo,

    wenn man ein Museunsstück fährt, muss man es eben auch ab und zu pflegen, und dank SIMSON kann man alle Arbeiten selbst erledigen. Habe vor einiger Zeit das Fahrlicht beim Joghurtbecher meiner Frau gewechselt, ohne Werkstatthandbuch kriegst du nicht mal die Verkleidung geöffnet.
    Dass es so viele Probleme mit Ost-Vergasern und Unterbrecherzündungen gibt, liegt in der Natur der Sache. Mein Tip: Bau dir einen Bing Vergaser und ne PVL- oder ne VAPE-Zündung ein, und deine Probleme sind Geschichte (kostet dich neu ca. 200 Eurodollar, kriegst du im grossen Auktionshaus aber deutlich billiger).

    Habe übrigens, nachdem ich die Sünden des Vorbesitzers beseitigte, seit 1,5 Jahren keine Ausfälle gehabt (bei gutem Wetter fahre ich 48km am Tag).

    Gruss vom Michel

  9. #9
    Museumsdirektor Avatar von Airhead
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    Zitat Zitat von Simsonmichel
    Dass es so viele Probleme mit Ost-Vergasern und Unterbrecherzündungen gibt, liegt in der Natur der Sache.
    An den Besitzern und ihren Mangel an technischem Verständniss und Wissen.
    Gegen die Technik an sich kann nix sagen.

    Mein TIP ein Reparaturhandbuch und unzählige Seiten und Imformationsbeschaffungen die das Internet bietet.
    Wer schneller schraubt steht länger in der Werkstatt.

  10. #10
    Schwarzfahrer
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    Standard

    Moin ²

    wie Simsonmichel schon sagt BING , Vape , am besten gleich den Kabelbaum neumachen (wie oft hatte ich probleme weil irgendwo kontaktprobleme waren)
    UND Regelmässige Wartung !!!

    Fahre jetzt seit 8000 KM problemlos

    MfG HeDDy

  11. #11
    Flugschüler Avatar von Simsonmichel
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    Standard

    Hallo,

    @airhead:
    hast ja im Prinzip vollkommen recht, aber technisches Verständnis benötigt man auch, um festzustellen, dass der Vorbesitzer die Zündung und den Gaser getötet hat. Darum habe ich zeitgemässe und robuste Komponenten verbaut. Übrigens: das Reparaturhandbuch ist sehr gut und bei Arbeiten am Motor hilft das Video und vor allem das Schwalbennest.

    Gruss vom Michel

  12. #12
    Flugschüler Avatar von Lector
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    Nicht zu vergessen ein entrosteter oder auch versiegelter Tank schützt vor Verstopfungen.
    Schwalben sind schon komische Vögel.

  13. #13
    Urgestein Avatar von Dummschwätzer
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    Standard

    Eigentlich wurde alles bereits gesagt.
    Simson Mopeds sind sehr zuverlässig, vollgasfest und voll langstreckentauglich. Voraussetzung: alles ist gut gepflegt und gewartet. Alex74 hat auch sehr schön aufgezählt, warum manche Mopeds nicht laufen. Vom Vorbesitzer verbastelt, nie gepflegt oder gewartet, sinnlos "getunt oder der Besitzer hat keinen Durchblick von gar nix und hört dann auf irgendwelche Deppen, die meinen sie hätten Ahnung von Motoren und geben dann Ratschläge, daß sich die Zehennägel kringeln.
    Originalteile sind in der Regel die besten. Wer meint, nur eine VAPE-Zündung oder ein BING-Vergaser seien das Wahre, der liegt falsch.
    Sicher ist eine moderne elektronische Zündung gut und wartungs- bzw. pflegeleichter aber mit einer Unterbrecherzündung kommt man auch prima um die ganze Welt (siehe Schrader/Langer und König).

    Auch wir haben in den letzten Sommern schon unzählige Langstreckentouren gemacht und haben keine VAPE und keinen BING (allerdings eine elektronische Zündung von Simson). Jedes Jahr mehrfach zur Nordsee und Ostsee und selbst in Dänemark, Schweden, Polen, Tschechien, Österreich, Frankreich und Italien waren wir schon mit den Mopeds. Einziger blöder Ausfall war am coolen Star ein kaputter Schwimmer am Mittelmeer kurz vor Nizza, den mir ein Freund, der Zugang zu meinem heimischen Ersatzteillager hatte, dann aus Deutschland nach Frankreich zugeschickt hat. In dieser Woche Wartezeit sind wir halt zu zweit auf einer Schwalbe an der Cotè Azur unterwegs gewesen. Ging auch

    Lödeldödelööö, macht euch alle fröh! :)

  14. #14
    Flugschüler Avatar von Lector
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    Wenn ich das vom Dummschwätzer lese bekomme ich gleich mehr Vertauen.
    Ich denke das ein sauberer Tank und eine wartungsfreie Elektronikzündung schon Grundvorraussetzung für Zuverlässigkeit sind.
    Schwalben sind schon komische Vögel.

  15. #15
    Kettenblattschleifer Avatar von midi
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    Nur mal so, ich hoffe alle mit BingVergaser haben den auch schön eingetragen, sonst gibt es ärger vom Schnittlauch.(Versicherungsschutz futsch)
    Hatte bisher noch nie Problem mit meiner Kontakzündung.Ob strömender Regen oder 34Grad im Schatten,alles kein Problem.Nach ca.5000km wird der Unterbrecher dann mal gecheckt und alles ist wieder in Butter.Habe aber von ein paar Leuten hier im Nest mal gehört,das die neu hergestellten UNterbrecher einfach nur sch.... sind.ALso back to East!!!


    P.S.Hoffe meine Kinder werden auch noch viel Freude an dem Naturschauspiel haben "Vogelflug"!!!!

    Allzeit gute Fahrt!!!
    midi

  16. #16
    Flugschüler Avatar von Simsonmichel
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    Hallo,

    schau mal im BING-Forum den Beitrag vom 17.10.2005:

    "Eine Überprüfung der Gesetzeslage hat folgendes ergeben:
    Nach Paragraph 19 der StVZO erlischt die Betriebserlaubnis nicht, wenn für das neue Teil ein Teilegutachten vorliegt und mitgeführt wird.
    _________________
    Mit freundlichen Grüßen

    Robert Schwarz
    Technik / Entwicklung
    BING Power Systems GmbH"


    Gruss vom Michel

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