Preise für Simsons müssen wieder runtergehen

  • Ja, die Preisentwicklung ist schon krass. Mein erster Versuch ne Schwalbe zu kaufen endete 2009 damit, dass mir 200 € dafür zu viel waren. Beim zweiten und dritten Versuch waren es 500 € (2012) bzw. 800 € (2014). Naja und nun habe ich nochmal ordentlich was draufgepackt. Aber ich hatte auch Glück, dass der Verkäufer die schnell loswerden wollte.


    Aber der Markt ist bereit die Preise zu zahlen, jede Schwalbe oder andere Simson die man heute kauft bekommt man auch ohne Probleme wieder für dasselbe Geld los. Irgendeiner findet sich, besonders wenn man Geduld hat.


    Gleiches Phänomen findet man auch bei Wohnwagen und Wohnmobilen. Mir stellt es die Haare auf, was da für Preise für 30 Jahre alte Kisten gezahlt werden. Aber auch da gibt es wieder einen Verkäufermarkt, da geht quasi jeder Preis.


    Machen kann man da nichts, allerhöchstens nicht mitmachen.

  • Ich beschäftige mich jetzt seit 10 Jahren mit der Schwalbe. Ich habe schon mehrere gekauft. Erst die billigen unzuverlässigen,
    dann immer wieder verkauft und bessere, teurere gekauft. Nun habe Ich 4 Stück, alle im Zustand wie neu.
    Ich habe daraus die Erfahrung gemacht, dass sich die teuren am besten und die im mittleren
    Preissegment am schlechtesten verkaufen lassen. Bei uns im Nachbarort ist ein Pole, der verkauft jeden Monat eine kplt.
    neu restaurierte Schwalbe. Vor 6 Jahren fing er mit 2.600 an, jetzt liegt er bei 3.500,-.
    Kann nicht soviel restaurieren, wie er verkaufen könnte...

  • Ick habe für meine S50 Bj. 1979 in Sachsen-Anhalt in 2010 mit Flip-Flop-Lackierung für Tank und Seitendeckel vom Lackierer +4Gang-Motor(M541, original) 250€(incl.Versicherung) bezahlt, war auch nicht geklaut, bekam zweimal die ABE vom KBA.Ich würde heute keinen Cent mehr bezahlen, warum auch? Der Preis war gerecht, der Preis ist und war ok, fährt heute noch mit originalem anderem M53-Motor.Vielleicht ist sie heute maximal 300€ Wert? Ich habe noch originale DDR-Zylindergarnituren zum Einheitspreis von um die 40€ in der Vergangenheit bekommen, was will man mehr?
    Wenn es heute ein Vielfaches kostet, ist es nicht ok und ungerecht.
    Den M53-Motor habe ich zerlegt und mit neuen Lagern wieder ,,zusammengekloppt", ich kombinierte einen gebrauchten Zylinder mit einem x-beliebigem gebrauchtem Kolben: die Kombination lief gut und schliff sich wieder ein. Zu DDR-Zeiten war es sowieso üblich, dass man sich sich sogar mit Bohrmaschine+Schleifpapier die Zylinder selber einschleifte, da es meist keine Termine bei einer Zylinder-Schleiferei gab. Es gibt einen guten Beitrag auf Youtube: Honen für Arme. Es geht heute immer auch noch. Wer eine gute Standbohrmaschine hat, kann es sowie immer noch selbst machen.
    (Man spart viel Geld) https://www.youtube.com/watch?v=hR3xSxqTNEY

  • Für diese 250 Euro hast du auch 2010 nicht einmal den Lackierer bezahlt. Soviel zu "gerecht", da hat sich jemand sauber über den Tisch ziehen lassen. Daraus kann man wirklich keine Vergleiche zur echten Marktsituation ziehen.


    DDR-Preise? Waren - politisch gewusst und ausdrücklich so gewollt - noch unterhalb der Materialkosten, von Herstellung ganz zu schweigen.



    Du bist heute auch nicht bereit mehr zu bezahlen? Na gut, bekommst du halt heute nichts.



    Umkehrschluss: Würdest du das Fahrzeug heute für 300 Euro verkaufen? Ja? Ich nehm's. Ist dann gerecht, oder?

  • Für diese 250 Euro hast du auch 2010 nicht einmal den Lackierer bezahlt. Soviel zu "gerecht", da hat sich jemand sauber über den Tisch ziehen lassen. Daraus kann man wirklich keine Vergleiche zur echten Marktsituation ziehen.


    Kommt natürlich auch drauf an ob und wie schnell da jemand das Moped loswerden musste.
    Mein erster Versuch ne Schwalbe zu kaufen war 2003. Da waren 200 € für ne gebrauchte im Rahmen.

  • Schwarzer Peter: Ich habe niemanden über den Tisch gezogen. Wenn ich im nachhinein darüber nachdenke, kann es durchaus sein, dass der Verkäufer Schulden hatte und Geld brauchte, ich wusste es aber zu dem Zeitpunkt nicht und er hat sich nicht geäussert! Er zeigte seinen Ausweis und wir machten einen schriftlichen Vertrag.
    Es war ein Marktpreis in 2010 für Sachsen-Anhalt, vorderer Reifen runter, die Gummies bei Fussrasten verschlissen. In Berlin zahlte man mehr.(um die 500€)
    Ich hatte schon den M541-Motor drin, einzeln gab es den Original-Motor+Zylinder gebraucht für 80-100€.Der M53-Motor wurde zwischen 10-20€ mit Original-Zylinder-Garnitur gehandelt-

  • Wenn ich mir etwas nicht leisten kann, kaufe ich es halt nicht. Soweit mir bekannt ist, zählt der Besitz einer Simson nicht zu den lebenswichtigen Dingen oder den Grundrechten des Menschen. Was für ein sinnfreies Gejammer!



    Myke

  • Natürlich ist eine Simson lebensnotwendig, immerhin verbraucht sie wenig, ist leicht selbst zu reparieren. Sie ist ein sehr guter Autoersatz und guter Konkurrent zu ÖPNV, spart Ressourcen und Parkplätze und ist keine gefährliche Elektro-Feuer-Bombe,wo die Feuerwehren eherbliche Schwierigkeiten beim Löschen haben, da kaum Plastik verbaut ist. Die Simsons sind das Beste.(Bis auf die aktuellen Preise)
    Also es gibt kaum Nachteile, das bisschen Ölgeruch ist quasi Parfüm auf der Strasse und eine gute Note. Die CO2-Diskussion ist sowieso nur Propaganda.
    Hier der Beweis: https://www.welt.de/debatte/ko…r-geniale-Propaganda.html
      Schubi: Ist ja richtig. Nur mein B196-Kurs hat in Berlin 475-€ gekostet +Schutzkleidung: Jacke Heyberry(50€), Hose gebraucht(20€), Helm B-Ware(20€)+Lederhandschuhe:25€. Da muss ich nicht über 2T€ für eine Simme ausgeben, da kann ich billiger und schneller fahren, Ersatzteile gibt es ja bei AliExpr. zu Hauf.Es gibt 125ccm-Roller ab 150€(reparaturbedürftig), aber immerhin. Klar man muss die Fähigkeit entwickeln, Schaltpläne zu lesen, Ersatzteile mit Bildern zu erkennen, kostet zwar Zeit,aber es geht.
    Meine Schmerzgrenze sind 500-800€ im guten Zustand mit M541-Motor, darüber ist uninteressant.Meiner Ansicht ist es das, was der Markt hergibt.
    Die erste Fahrschule war noch besser: 440€ komplett mit Schaltmokick,leider schloss sie kurz nach dem Lockdown zum Juni.Dort gab es die bewährten Jacken+Helme+Handschuhe umsonst zur Verleihung,incl. im Preis.Man musste nur Schuhe+Hose mitbringen.Sehr schade.350€ hätte es im Vergleich mit A1 von der Stundenanzahl gekostet, sie hatten gesagt, dass sie etwas mehr nehmen, da jüngere Fahrer weniger Geld hätten.

  • seeperle


    ......., was willst du uns eigentlich sagen?


    Gebrauchte Fahrräder gibt es bei ebaykleinanzeigen ab ca. 20,- €, die sind wesentlich Umweltfreundlicher, man benötigt keinen Führerschein, lassen sich noch leichter reparieren und sind auch ein guter Autoersatz!


    LG Schubi

  • Genau da sind wir aber doch beim Thema. Etwas ist immer so viel wert, wie ein Käufer bereit ist zu zahlen. Mit dem Autoführerschein oder AM gibt es eben keine legale Möglichkeit noch schneller zu fahren, als mit einer Simson. Manchen ist das eben die aktuellen Preise wert und deshalb werden sie auch gezahlt.
    Warum waren gebrauchte Trabis oft teurer, als Neue? Weil er vor einem stand und es eben ging. Angebot und Nachfrage.

  • Scheint ja ein guter Anstupser gewesen zu sein :saint:

    M.E.n. gibts zum Thema ein paar gute Auswertungen der Versicherer und Vergleichsportale, die folgendes bezeugen: Simson wird bei alt beliebter, bei jung weicht er anderen Marken (citation needed).


    Persönlich finde ich es schade, dass der Einstieg bei Jugendlichen wohl alleine finanziell nicht mehr gelingen wird - oder durch ein "günstiges" Exportmodell zur größten Enttäuschung. Ich bin also gespannt, wie sich die Szene (auch demografisch) in den nächsten Jahren bewegt.


    Aber: günstig geht immer noch (IWL Troll, MZ ES), und ne Vespa/Zündapp/Hercules/etc. kostet auch nicht weniger.


    And that was my Bautzner :)

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